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Trump (engl.): «Wenn das Buch rauskommt, wird er Probleme bekommen»
Aus News-Clip vom 17.06.2020.
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Brisantes Buch von John Bolton Wenn entlassene Berater mit dicken Egos zum Risiko werden

Was John Bolton schreibt, kann sein, aber auch nicht. Das neokonservative Alphatier überlebt schon lange in Washingtons Haifischbecken und ist ein gewiefter Taktiker. Präsident Trump tweetet, Boltons Buch sei eine Sammlung von Lügen.

Der Titel des fast 600-seitigen Buchs, «The Room where it happened», ist nicht übertrieben. Bolton war im Raum, wo es geschah. Als Sicherheitsberater ging er im Oval Office ein und aus. Er war beim Ukraine-Telefon dabei, das zum Impeachment-Prozess gegen Trump führte. Er war zwischen April 2018 und September 2019 bei fast allen Treffen mit Staatsoberhäuptern dabei. Sein 17-monatiger Dienst als Sicherheitsberater endete im Zerwürfnis mit dem Präsidenten.

Auch Demokraten erhalten Kritik

Frühere Berater mit dicken Egos, die man ohne Würden entlässt, können zum Risiko werden. Boltons Buch ist eine massive Ohrfeige für Donald Trump, präzis ausgeführt anhand von minutiösen Notizen, die Bolton während seiner Zeit im Weissen Haus aufzeichnete, wohl im Wissen, dass sie sich in einen lukrativen Buchvertrag ummünzen lassen.

John Bolton geht aber auch mit den Demokraten hart in Gericht. Das Impeachment im Repräsentantenhaus sei ein missbräuchlicher «Blitzkrieg» gewesen und die Untersuchungen überdies taktisch falsch auf das eine Ukraine-Telefonat fokussiert. Bolton weigerte sich, ohne Zwangseinladung im Impeachment-Prozess als Zeuge aufzutreten, was ihm viele Demokraten übelnahmen. Genug Material für ein Impeachment sei vorhanden gewesen, meint Bolton nun in seinem Buch.

Honorar in Gefahr

Das US-Justizdepartement hat kurz vor Publikationstermin beim Bundesgericht in Washington Klage eingereicht. Rechts-Experten halten es für unwahrscheinlich, dass das Gericht die Publikation eines Buchs stoppt, welches bereits mit 100'000 Ansicht-Exemplaren im Umlauf ist.

Eher könnte Bolton sein 2-Millionen-Honorar verlieren, falls das Gericht entscheidet, er habe seinen Verschwiegenheitsvertrag mit der US-Regierung gebrochen.

Isabelle Jacobi

Isabelle Jacobi

USA-Korrespondentin, SRF

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Nach dem Studium in den USA und in Bern arbeitete Jacobi von 1999 bis 2005 bei Radio SRF. Danach war sie in New York als freie Journalistin tätig. 2008 kehrte sie zu SRF zurück, als Produzentin beim Echo der Zeit, und wurde 2012 Redaktionsleiterin. Seit Sommer 2017 ist Jacobi USA-Korrespondentin in Washington.

SRF 4 News, 18.6.2020, 6 Uhr, srf/horm;bern

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45 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Grossrieder  (View)
    Die einen, wie Assange usw werden zu Kriminellen gemacht wenn sie unschöne Tatsachen veröffentlichen. Die anderen erhoffen sich Reichtum, wenn sie das Selbe tun. Who is Who spielt wohl doch eine grosse Rolle in den Staaten und wer wem auf die Füsse tritt.
  • Kommentar von Oli Muggli  (Oli g)
    .... Irgendwie muss er ja seinen Papierschund unter die Leute bringen... Wer liest den solch manipulativen Schwachsinn...
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Jawohl, und Donald Trump sagt immer die Wahrheit und nichts als die Wahrheit:-)
  • Kommentar von Reto Blatter  (against mainstream)
    So kann man denn als freier und unabhängiger Mensch nur hoffen dass DT im November gegen den weltweiten Mainstream gewinnen wird. Einen Underdog, welcher dem Deep State überall auf der Welt soviel Angst einjagt, muss man, auch wenn er noch so unsympathisch und arrogant ist, unterstützen.
    1. Antwort von Bruno Bär  (Wahrheitssucher)
      Ich weiss "against mainstream" ist Mode, aber trotzdem ignorant, dumm. Wäre das ein Konzept, gäbe es gar keine Demokratie mehr, denn da entscheidet der Mainstream und der liegt halt zwar nicht immer, aber in den meisten Fällen richtig.
    2. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      @Blatter. Als freier und unabhängiger Mensch sehe ich mich auch. Mit dem Unterschied, das ich nicht an Verschwörungstheorien (deep state) glaube und keine unsympathische und arrogante Menschen unterstütze. ;-))
    3. Antwort von Reto Blatter  (against mainstream)
      @charly: ich unterstützte den arroganten und unsympathischen Trump auch nicht. Ich unterstütze aber Politiker welche sich gegen Kriegstreiberei, politische Korruption, parteiische Medien, das kommunistische Regime in Peking und gegen die Arbeitslosigkeit im eigenen Land kämpfen. Zudem mag ich Politiker die sagen was sie denken und dann auch noch tun was sie sagen.
    4. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      @ Blatter. Trump tut selten was er sagt, und sagt meistens etwas ohne zu Denken!!