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Äthiopien: Waffenruhe für Tigray angekündigt
Aus Tagesschau vom 29.06.2021.
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Bürgerkrieg Äthiopische Regierung kündigt sofortige Waffenruhe in Tigray an

  • Nach monatelanger Gewalt hat die äthiopische Regierung eine Waffenruhe in der umkämpften nördlichen Region Tigray angekündigt.
  • Die Feuerpause solle ab sofort gelten, hiess es in einer Mitteilung am Montagabend.

Zuvor hatte sich bereits die Übergangsregierung in Mekelle, der Hauptstadt Tigrays, für eine Waffenruhe ausgesprochen.

Die Ankündigung kam für viele Beobachter überraschend. Nach nicht offiziell bestätigten Berichten auf Twitter sollen Repräsentanten der äthiopischen Zentralregierung überstürzt die Stadt verlassen haben.

Waffenruhe bis zum Ende der Erntesaison

Berichten zufolge haben Rebellen der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) bereits Positionen in der Stadt eingenommen. Eine unabhängige Überprüfung der Berichte war zurzeit nicht möglich.

Die äthiopische Regierung gab an, die Feuerpause solle es Bauern in Tigray ermöglichen, ihre Felder zu bestellen, und humanitären Organisationen erlauben, ungehindert in Tigray zu arbeiten. Die Waffenruhe soll zunächst bis zum Ende der Erntesaison gelten.

Hunderttausende brauchen humanitäre Hilfe

Die Regierung in Addis Abeba hatte im November eine Militäroffensive gegen die TPLF begonnen, die bis dahin in der gleichnamigen Region im Norden Äthiopiens an der Macht war. Hintergrund waren jahrelange Spannungen zwischen der TPLF und der Zentralregierung.

Inzwischen sind weitere Akteure beteiligt, darunter eritreische Truppen und Milizen. Hunderttausende Menschen in Tigray sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, allerdings hatten Hilfsorganisationen wegen der Sicherheitslage und bürokratischer Hürden lange keinen vollen Zugang zu allen Notleidenden.

SRF 4 News, 28.6.2021, 21:00 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Vinzenz Böttcher  (AfroKaiser)
    Wenn man sich jetzt zurück zieht, bleibt der Status quo sowieso bestehen. Juchu für einen winzigen, nicht lebensfähigen, Staat in Afrika. Gegründet aus dem guten Grund, dass Volksgruppen nicht zusammen leben können. Als würde sich Basel abspalten, weil es die Mehrheitsentscheidungen der Volksbefragungen nicht mittragen wollte und außerdem ist ja der Dialekt anders. In Afrika reicht sowas als Grund um erstmal nen Krieg zu provozieren.