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Bürgerkrieg in Jemen Huthi-Rebellen wollen Waffenruhe

Legende: Video Jemen: Waffenruhe der Huthi-Rebellen abspielen. Laufzeit 00:42 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 18.11.2018.
  • In Jemen haben die Huthi-Rebellen eigenen Angaben zufolge Raketen- und Drohnenangriffe vorläufig eingestellt.
  • Zudem wollen sie eine generelle Waffenruhe.
  • Sollte die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition zum Frieden bereit sein, so seien es auch die Aufständischen.

Dies teilte Mohammed al-Huthi, Anführer des Revolutionskomitees der Rebellen, in der Nacht zum Montag auf Twitter mit. Die ausgesetzten Angriffe seien ein Akt des guten Willens und sollten den Feinden jeden Vorwand nehmen, keine Friedensgespräche zu führen und ihre Belagerung des Jemens fortzusetzen, hiess es weiter.

Zuletzt hatte die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition ihre Offensive auf die jemenitische Hafenstadt Hudaida unterbrochen. Die Stadt wird von Huthis kontrolliert und ist zum Brennpunkt der Kämpfe geworden.

Militärpatrouille in Hudaida
Legende: Jemenitische Regierungstruppen patrouillieren durch Hudaida. Keystone

«Schwerste humanitäre Krise der Gegenwart»

Im Jemen kämpft die ins Exil geflohenen Regierung unter dem international anerkannten Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen, die weite Teile des Nordens inklusive der Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Seit 2015 steht Saudi-Arabien an der Spitze einer Koalition arabischer Staaten gegen die Milizen und bombardiert das Land aus der Luft, wobei bereits Tausende Zivilisten starben.

Die Aufständischen hatten vor allem das Nachbarland Saudi-Arabien immer wieder mit Raketen angegriffen. Die Vereinten Nationen bezeichnen den Konflikt als schwerste humanitäre Krise der Gegenwart.

Grafik Steckbrief Jemen

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Es ist zu befürchten, dass diese Region auch in absehbarer Zeit nicht zur Ruhe kommen wird. Zu unterschiedlich sind die Interessen der dort lebenden Menschen, und ebenso der dort agierenden Akteure. Die unterschiedlichen Glaubensrichtungen sind dann noch das zusätzliche Benzin, welches dort ganz bewusst ins Feuer gegossen wird, um die Brandherde auch weiterhin mit Nahrung zu versorgen.
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    1. Antwort von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
      2) Erst wenn die dort befindlichen natürlichen Ressourcen zur Gänze aufgebraucht sind, hat diese Region eventuell eine Chance auf dauerhaften Frieden. Allerdings dürfte jene Region dann auch in tiefster Armut versinken, da man bis auf Rohstoffvorkommen ansonsten kaum etwas zu bieten hat. Und wenn man einmal ganz genau hinschaut, dann bietet sich ein ähnliches Bild in fast allen Regionen dieser Welt, in denen es gewisse natürliche Ressourcen gibt.
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    2. Antwort von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
      3) Allerdings fehlt es in anderen Regionen an jenen unterschiedlichen Glaubensrichtungen, welche sich für die Akteure geradezu anbieten, sie gegeneinander auszuspielen, und ihren eigenen Vorteil aus jenen miteinander verfeindeten Bevölkerungsgruppen zu ziehen. Jene miteinander ganz bewusst in tiefer Feindschaft zueinander gehaltenen Bevölkerungsgruppen, bei welchem der Glaube immer noch eine dominante Rolle spielt, wird es letztendlich sein, der dieser Region den Todesstoss versetzen wird.
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  • Kommentar von Fabian Sarbach (F. Sarbach)
    Saudi Arabien zerstört gezielt die Lebensmittelgrundlagen und unterhält eine Seeblockade gegen humanitäre Hilfe. Wer den saudischen Diktatoren Waffen liefert hat seine Glaubwürdigkei verspielt.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Das Wort "Bürgerkrieg" wird wieder einmal inflationär benutzt. Im Jemen geht es um grosse Genstrategie, in der die Bürger Jemens praktisch nichts mehr zu Sagen haben und nur noch als Opfer von gewissenlosen Strategen hinhalten dürfen bzw. müssen. Saudi-Arabien und der Iran liefern sich hier auf fremden Boden brutale Gefechte. Globale Waffenproduzenten halten den Konflikt gewinnbringend am Leben. Widerlich nach den schönen Reden zum Ende der beiden Weltkriege.
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