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International Burkhalter will Drohnen in der Ukraine einsetzen

OSZE-Vorsitzender und Bundespräsident Didier Burkhalter setzt zur Überwachung der Lage in der Ukraine auf unbewaffnete Drohnen. Derweil untersuchen Ermittler noch immer die Absturzstelle der MH17. Malaysia und die Niederlande wollen dabei enger zusammenarbeiten.

Legende: Video Neue Wrackteile von MH-17 abspielen. Laufzeit 01:17 Minuten.
Aus Tagesschau vom 26.07.2014.

Bundespräsident und derzeitiger Vorsitzender der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Didier Burkhalter, hat im Konflikt um das Grenzgebiet der Ukraine zu Russland ein neues Mittel ins Spiel gebracht: Unbewaffnete Drohnen, die etwa in 4000 Metern Höhe fliegen und bewegliche Objekte aus einer Entfernung von bis zu zehn Kilometern erkennen können.

Beobachter vor Ort

Der Vorschlag sei sowohl von ukrainischer als auch von russischer Seite positiv aufgenommen worden, hiess es von der OSZE. Erst am Donnerstag hatte der Ständige Rat der OSZE in Wien beschlossen, 16 Beobachter zur Kontrolle zweier russischer Grenzposten zu entsenden.

Im Gegensatz zu dieser eher vertrauensbildenden Massnahme könnte die Grenze mit Hilfe der Drohnen deutlich umfassender kontrolliert werden. Im Rahmen einer Sondermission für die Ukraine befinden sich derzeit bereits etwa 230 OSZE-Beobachter im Land. Einige davon kontrollieren auch die Absturzstelle des malaysischen Passagierflugzeugs nahe Donezk.

Zusammenarbeit bei Absturz-Untersuchung

Mehr als eine Woche nach dem Absturz von Flug MH17 befinden sich am Unglücksort noch immer sterbliche Überreste der Opfer. Dies hätten australische Einsatzkräfte am Freitag vor Ort beobachtet, sagte Australiens Premierminister Tony Abbott in Sydney. Der internationale Einsatz zur Sicherung des Absturzortes müsse daher so schnell wie möglich beginnen.

Dies betonte auch der malaysische Ministerpräsident Najib Razak. Er werde in der kommenden Woche in den Niederlanden mit seinem Kollegen Mark Rutte zusammentreffen, teilte Razak mit. Auch Australien beteiligt sich an den geplanten Bergungsarbeiten unter Leitung der Niederlande und entsendet 190 Polizisten und ein kleines Aufgebot von Soldaten.

Alle Leichenteile ausgeflogen

Im Beisein von Angehörigen sind die vorläufig letzten Maschinen mit Opfern des Flugzeugabsturzes in der Ostukraine im niederländischen Eindhoven gelandet. Zwei Militärmaschinen aus Australien und den Niederlanden mit insgesamt 38 Särgen kamen auf dem Flughafen an. Es war der vierte Transport in Folge aus dem ukrainischen Charkow. An der kurzen Zeremonie am Flughafen nahmen unter anderem der niederländische Aussenminister Frans Timmermans und Vertreter anderer Herkunftsstaaten der Opfer teil.

Insgesamt sind nun 227 Särge mit menschlichen Überresten des abgestürzten Fluges MH17 in den Niederlanden. Um wie viele Opfer es dabei geht, ist nicht ganz klar. Erst beim Öffnen der Leichensäcke können das die forensischen Experten feststellen. Die niederländische Regierung rechnet damit, dass sich an der Absturzstelle noch weitere Opfer befinden.

Am Flughafen von Eindhoven blies ein Trompeter erneut wie bei den vorigen Transporten den letzten Gruss. Nach einer Schweigeminute trugen Soldaten die Särge aus den Militärmaschinen. Alle 298 Opfer des Absturzes sollen in Hilversum bei Amsterdam identifiziert werden. Die meisten Opfer waren Niederländer.

Grenzposten erobert

Karte der Ukraine

Prorussische Rebellen haben nach eigenen Angaben einen Kontrollposten an der Grenze zu Russland erobert. Um den Grenzübergang Marinowka im Süden von Donezk hatte es immer wieder heftige Artilleriegefechte gegeben. Die ukrainische Armee verteidigt dort die Grenze, um ein mögliches Eindringen von Waffen und Kämpfern aus Russland zu verhindern.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von A. Brunner, Zurich
    Ob ein solcher Vorschlag beidseitig Vertrauensbildend wirken kann - was die OSZE mE ja soll - wage ich zu bezweifeln. Resultiert ein solcher Techno-Vorschlag vermutlich nicht eher aus der bisherigen Unfähigkeit, die versprochene Vermittler-Rolle einzunehmen, da kaum neutral denkende Persönlichkeiten, sondern - wie berichtet - Personen aus westlichen Geheimdienst- und/oder NATO-Kreisen eingesetzt wurden, denen es mehr ums Ausspionieren als um neutrale Berichterstattung und Vermittlung ging ?
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  • Kommentar von David Neuhaus, Winterthur
    Also ich bin sehr enttäuscht über die Rolle der OSZE und unseren zuständigen BR. Hatte mir erhofft das diese für Aufklärung und Waffenruhe sorgen kann. Zuerst heisst es sie senden 500 Beobachter, dann sind es nur noch ein Bruchteil davon. Dann heisst es sie kontrollieren die Grenze im Osten, anscheinend machen sie es doch nicht, sogar zur Abstimmung auf der Krim wurden sie eingeladen! Die RF hat von Anfang an die Kontrolle durch die OSZE gefordert, wer hat hier also etwas zu verstecken?
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  • Kommentar von Markus Guggisberg, Busswil
    Deutsche Wirtschafts Nachrichten 23,07.2014: Die amerikanischen Geheimdienste blasen zum Rückzug: Sie erklärten am Dienstag vor Medienvertretern in Washington, dass es keine direkte Verbindung der russischen Regierung zum Abschuss von MH17 gebe. Die CIA kann nicht ausschließen, dass die Schützen aus der Ukraine gekommen sind. Bei SRF hat man das Thema wohl verschlafen oder es hat nicht ins Geschichtsbild von SRF gepasst oder es hat nicht zur Manipulation getaugt !!!
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    1. Antwort von C. Eugster, Bern
      Vielen Dank für den Tipp Herr Guggisberg. Sogar ich habe diese Meldung verpasst. Liebe SRF bitte hohlen sie das nach... Alles andere währe nicht richtig!!!
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