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Carrasquilla räumt Posten Kolumbiens Wirtschaftsminister tritt nach Protesten zurück

  • Der kolumbianische Wirtschaftsminister Alberto Carrasquilla hat seinen Posten geräumt.
  • Zuvor kam es zu tagelangen Protesten gegen eine umstrittene Steuerreform. Die Initiative wurde zurückgezogen.
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Aus dem Archiv: Kolumbien zieht Steuerreform zurück
Aus Tagesschau vom 03.05.2021.
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«Ich habe den Rücktritt von Dr. Alberto Carrasquilla als Wirtschaftsminister angenommen», schrieb Präsident Iván Duque nach einem Treffen im Präsidentenpalast auf Twitter. Er habe als neuen Wirtschaftsminister den derzeitigen Handels- und Tourismusminister José Manuel Restrepo ernannt.

Seit Mittwoch war es in zahlreichen Städten des südamerikanischen Landes wie Bogotá, Cali und Medellín zu gewalttätigen Protesten gegen die geplante Steuerreform gekommen. Die Demonstranten steckten Busse in Brand und plünderten Geschäfte. Es gab zahlreiche Verletzte und offenbar auch Tote. Die Ombudsstelle forderte am Montag eine Untersuchung von 19 Todesfällen während der Protesttage.

Das wollte die Regierung

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Die Regierung wollte unter anderem die steuerlichen Freibeträge senken, die Einkommenssteuer für bestimmte Gruppen erhöhen und die Befreiung von der Mehrwertsteuer für eine Reihe von Waren und Dienstleistungen abschaffen. Damit sollten die von der Coronakrise verursachten Defizite im Staatshaushalt ausgeglichen werden.

Angesichts der heftigen Krawalle hatte Duque in der Nacht auf Sonntag den Einsatz des Militärs zur Unterstützung der Polizei genehmigt. Das Nationale Streikkomitee kündigte am Montag eine Fortführung der Demonstrationen an.

SRF 4 News, 4. Mai 2021, 7:00 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Frank  (Europäer)
    Doch ist Kolumbien der Vorzeigebeispiel des amerikanischen Weges als Gegenteil zu Venezuela die diktatorisch, korrupt, ohne bürgerlichen Rechten, mit gefälschten Wahlen ist. Kolumbien ist per Definition : demokratisch, liberal, rechtstreu, auf dem geraden Weg zum amerikanischen Wohlstand. Wieso stottert dieser amerikanische Triebwerk auf Einmal?
    1. Antwort von Kaspar Käser  (Kasparbogotá)
      Das Triebwerk stottert seit eh und jeh. Die Frustration im Volk zeigte sich im Herbst 2019 in Bogotá, wurde brutal niedergedrückt, entflammte ein weiteres mal vor einigen Monaten mit siebzehn ausgebrannten Polizeistüzpunkten, wieder in Bogotá. Jetzt ist der Brennpunkt Cali, eine weitere Grossstadt kolumbiens. Gestern Nacht wurden während Strassenschlachten in Cali weiter 12 Demonstranten umgebracht. Kolumbien ist seit dem Bürgerkrieg in den 60ern von Korruption Armut und Gewalt gezeichnet.
  • Kommentar von Kaspar Käser  (Kasparbogotá)
    Der Grossteil der Beschädigung an Autos, Bussen und Gebäuden werden durch Gruppierungen durchgeführt, die vom Staat für diese bezahlt werden um ein schlechtes Licht auf die Demonstrationen zu werfen.

    Das kolumbianische Volk bittet oder besser gesagt fleht um Unterstützung der Internationale Presse um die Verletzung der Menschenrechte, die hier in grossem Stile stattfindet, publik zu machen. Twitter zensiert alle Beiträge der Demos fürs Ausland.
  • Kommentar von Kaspar Käser  (Kasparbogotá)
    Ein weiterer wichtiger Grund ist die erbärmliche Umsetzung der Covidpolitik, (in Kolumbien besteht ein privatisierets Gesundheitssystem das durch das Volk finanziert wird und ein absoluter Witz ist), der den ärmsten Teil des Volkes, welcher die Mehrheit desselben ausmacht, an den Rand des Abgrunds bringt, usw.