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China und Nordkorea Erster Besuch seit 7 Jahren: Xi Jinping in Pjöngjang gelandet

  • Der chinesische Regierungschef Xi Jinping ist zu Besuch in Nordkorea.
  • Videos zeigen die Ankunft des Flugzeugs am Flughafen von Pjöngjang.
  • Es ist Xis erster Staatsbesuch seit sieben Jahren im von Kim Jong-un regierten Nachbarland.
  • Zuvor stellte er den Beziehungen beider Länder «neue Entwicklungschancen» in Aussicht.

Nachdem Xi die Treppe vom Flugzeug hinuntergegangen war, schüttelte Kim ihm herzlich die Hand, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. In der Vergangenheit haben sich die beiden Staatschefs bereits sechsmal getroffen. Nach Angaben Pekings sollte Xi bei seinem Besuch mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un über die bilateralen Beziehungen und Fragen von gemeinsamem Interesse sprechen.

Mehrstöckiges Gebäude mit grossen Flaggen aus Nordkorea und China.
Legende: Vorbereitungen auf den Besuch von Chinas Regierungsoberhaupt prägen das Stadtbild von Pjöngjang. AP Photo/Jon Chol Jin

Kurz vor seinem Besuch in Nordkorea sprach Xi in einem Beitrag für die nordkoreanische Parteizeitung «Rodong Sinmun» von «neuen Entwicklungschancen» für die beiden Nachbarländer. Zugleich wendet sich Xi gegen «Hegemonie und Machtpolitik» – Formulierungen, mit denen Peking häufig auf die USA zielt, ohne sie in diesem Zusammenhang ausdrücklich zu nennen.

Am Vortag von Xis Staatsbesuch hatte Nordkorea erneut eine klare Absage an diplomatische Bemühungen für eine nukleare Abrüstung Nordkoreas erteilt. So bezeichnete Kim Yo-jong, die politisch einflussreiche Schwester von Machthaber Kim Jong-un, Nordkoreas Status als Nuklearwaffenstaat als «unumkehrbare Realität – unabhängig davon, ob andere ihn anerkennen oder nicht». 

Bündnis soll gestärkt werden

Zuletzt hatte Nordkorea seine Beziehungen zu Russland deutlich ausgebaut. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine lieferte Pjöngjang nicht nur grosse Mengen an Munition und Artilleriegeschossen nach Moskau, sondern entsandte zudem bis zu 15’000 Soldaten zur Unterstützung der russischen Streitkräfte.

Menschenmenge mit Blumen vor einem Gebäude mit grossen Porträts und Flaggen.
Legende: Beim letzten Staatsbesuch von Xi Jinping in Nordkorea im Jahr 2019 wurde der chinesische Präsident während einer aufwendigen Zeremonie von Tausenden Menschen in Pjöngjang begrüsst. (21.6.2019) KCNA

China dürfte nun daran interessiert sein, den traditionellen Verbündeten Nordkorea wieder stärker an sich zu binden. Auch aus nordkoreanischer Sicht würde eine Annäherung Sinn ergeben: Pjöngjang hat bereits zu Zeiten des Kalten Kriegs stets die Beziehungen zu seinen beiden wichtigsten Partnern, China und Russland, geschickt für wirtschaftliche und politische Vorteile nutzen können.

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China gilt als wichtigster politischer und wirtschaftlicher Partner Nordkoreas. Zudem ist die Volksrepublik Nordkoreas einziger formeller Bündnispartner auf Grundlage eines gegenseitigen Beistandsvertrags. Die beiden Staaten kämpften Seite an Seite während des Koreakriegs (1950–1953).

SRF 4 News, 8.6.2026, 7 Uhr ; 

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