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Impfskepsis in Europa wächst
Aus Tagesschau vom 15.12.2020.
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Corona-Impfung Hohe Impf-Skepsis in Frankreich

Während in Frankreich, wie in anderen Ländern auch, die Impfkampagnen gegen das Covid19-Virus langsam anlaufen, wird das Misstrauen gegen den Impfstoff und Impfungen allgemein immer grösser.

Es ist ein Paradox: Das Land von Louis Pasteur, dem Erfinder des Impf-Prinzips, gehört zu den impfkritischsten Ländern Europas. Nach neuesten Umfragen hält einer von drei Franzosen den Impfstoff gegen das Coronavirus für nicht sicher und nur knapp einer von zwei hat vor, sich impfen zu lassen.

Skandale und Kommunikationspannen

Das tiefe Misstrauen in Frankreich kommt nicht von ungefähr. Seit den 80er-Jahren wird das Land immer wieder von Gesundheitsskandalen erschüttert. 1994 scheiterte eine Hepatitis-B-Impfkampagne krachend, als ein Zusammenhang mit dem Auftreten von Multiple Sklerose vermutet wurde. Auch wenn sich dieser als falsch herausstellte, brach die Regierung die Übung überhastet ab.

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Strassenumfrage unter Franzosen: «Ich habe kein Vertrauen in Big-Pharma»
Aus News-Clip vom 15.12.2020.
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2009 bestellte Frankreich Abermillionen Dosen Impfstoff gegen die am Ende doch nicht so gefährliche Schweinegrippe H1N1 und setzte viel Geld in den Sand. Als im selben Jahr bekannt wurde, dass das als Schlankheit-Wundermittel bekannte Diabetes-Medikament Mediator für gut 2000 Todesfälle verantwortlich war, war jedes Vertrauen dahin.

Françoise Salvadori, Dozentin für Immunologie an der Université de Bourgogne unterscheidet zwar zwischen Gesundheitsskandalen mit Toten und verheerenden Kommunikationspannen, «aber sobald aus der Politik widersprüchliche Signale kommen, haben wir das Gefühl, dass wir angelogen werden, dass der Gesundheitsminister uns anlügt».

Vorteile versus Risiken

Auch die Geschwindigkeit mit der die Pharma-Industrie einen Impfstoff herstellen und nun vermarkten konnte, trägt ebenso wenig zur Vertrauensbildung bei. Beim Impfen würden die Vorteile gegenüber den Risiken aber stets überwiegen, ist die Immunologin überzeugt. «Im 18. Jahrhundert spritzte man gegen Pocken Eiter aus den Beulen unter die Haut. Daran starb einer von 100, das ist enorm. Die Krankheit selbst raffte aber einen von fünf dahin.» Viele Krankheiten konnten durch Impfungen medizinisch ausgerottet werden.

Wegen der hohen Impfskepsis in Frankreich ist der Impfschutz gegen Masern oder Röteln inzwischen aber nicht mehr gewährleistet. Salvadori gibt zu, dass Impfungen heute lokal Schmerzen, Entzündungen oder Fieber verursachen können. «Ich denke aber, dass Risikopatienten, die am Virus sterben könnten, lieber zwei Tage lang der Arm wehtut.»

Umstimmung durch Hausarzt

Wie man die Franzosen gegen ihre tief sitzenden Ängste immunisieren kann, ist unklar. Françoise Salvadori setzt darauf, dass, wenn der Impfstoff dann verfügbar ist, sich viele von ihren Hausärzten umstimmen lassen.

«Das Misstrauen ist auch eine Art zu sagen, dass man Angst hat.» Der Handlungsbedarf ist erkannt. Die französische Regierung investiert 1.5 Milliarden Euro in die Impfkampagne gegen das neuartige Coronavirus.

SRF 4 News, 10.12.2020, 00.30 Uhr

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81 Kommentare

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  • Kommentar von Martin H. Meier  (Mahame)
    Wer sich nicht impfen lassen will, dessen Entscheid ist zu akzeptieren.
    Wer Angst vor dieser Impfung verbreiten will, der geht jedoch zu weit.
    Swissmedic erteilt die Zulassung wenn Wirksamkeit, Qualität und Sicherheit stimmen.
    1. Antwort von Nico Stäger  (Nico Stäger)
      Die Phase 3 der klinischen Studien sind bei den beiden mRNA-Impfstoffen Ende Juli, bzw. Ende August gestartet. Wie wollen Sie in dieser kurzen Zeit eine Langzeitwirkung/-immunisierung beweisen, bzw. dass keine Langzeitnebenwirkungen/-schäden entstehen? Es ist schlicht und einfach nicht möglich. Das hat nichts mit Angst zu tun, sondern mit schlichten Fakten. Und dies basierend auf einer absolut neuen Impftechnik, welche es unter normalen Umständen noch nie zur Marktreife gebracht hat.
    2. Antwort von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
      Ich lese das so: "Wer sich die Pandemie nicht beenden möchte, dessen Entscheid ist zu akzeptieren. Wer sich aktiv für das Coronavirus einsetzt, geht zu weit"
  • Kommentar von Claudio Ferrarini  (Freedom4all)
    Dass die Pharma schon viel Murks abgeliefert hat, wissen wir spätestens seit Pandremix und Tamiflu bei der Schweinegrippe! Hier wird politischer Druck aufgebaut damit Big Pharma kräftig verdient! Lobbyismus?
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Es ist eher so, dass die Politiker es satt haben immer höhere Zahlen von Corona-Todesopfern zu verkünden.
    2. Antwort von Patrick Dörrer  (P.D)
      Nein. Wir sind schon lange weiter. Die Pharma sitzt in der Regierung.!
    3. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      Hier kommen die 10 Top Seller von Roche 2018 (Geschäftsbericht)

      1. 6982 Mio Herceptin Onkologie
      2. 6849 Mio Avastin Onkologie
      3. 2773 Mio Perjeta Onkologie
      4. 2353 Mio Ocrevus Neurologie
      5. 2160 Mio Actemra/RoActemra Immunologie
      6. 1912 Mio Xolair Immunologie
      7. 1031 Mio Esbriet Immunologie
      8. 979 Mio Kadcyla Onkologie
      9. 772 Mio Tecentriq Onkologie
      10. 637 Mio Alecensa Onkologie

      Nicht eines davon ist eine Impfung.
    4. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      Eine Impfung kostet z.b. CHF 18 (Influenzaimpfung 2020). Würde wirklich jeder Einwohner der Schweiz sich impfen könnte man damit 8 Mio x CHF 18 Umsetzten (nicht verdienen). Das wären dann CHF 144 Mio. Davon wäre dann wohl so 100 Mio Gewinn. Mit dieser Zahl schaffte es kein Produkt auch nur in den Geschäftsbericht. Vielleicht als Teil des Postens "Diverses". Mit Impfungen lässt sich nun mal nicht wirklich Geld verdienen.
    5. Antwort von Peter Zuber  (Hä nuuh)
      Die einzigen die hier Murks abgeliefert haben sind die Chinesen.
      Anhand der Todeszahlen von politischem Druck zu sprechen, ist zynisch und respektlos gegenüber den Betroffenen und deren Familien.
      Ich werde mich sofort impfen lassen aber es wird ja keiner Person vorgeschrieben dass sie das selber tun muss.
    6. Antwort von Mariette Schelker  (Grosi)
      @Müller: Sicher lässt sich mit den Impfungen kein grosses Geld verdienen.
      Gell, Sie wissen bestimmt auch, dass jetzt Etagenweise nochmals ganz anders gerechnet wird als sonst immer. Unheimlich heimlich ;).
      Das Lädelisterben beispielsweise...Oben rum rollt der Rubel, hier unten
      gibt's Krokodilstränen - wenn's hoch kommt...
    7. Antwort von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
      Claudio Ferrarini, die Impfstoffe werden zu Herstellungskosten verkauft, um die Pandemie zu beenden. Also verdient niemand etwas damit.
    8. Antwort von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
      Claudio Ferrarini, die Impfstoffe werden zu Herstellungskosten verkauft, um die Pandemie zu beenden. Also verdient niemand etwas damit.
  • Kommentar von Eugen Labun  (EugenL)
    Interessant, in meinem Bekanntenkreis befürworten gerade diejenigen die Corona-Impfungen, die bis anhin kaum um die eigenen Impfungen gekümmert haben und nicht einmal wissen wogegen und wann sie überhaupt geimpft worden sind.
    1. Antwort von Kevin Buck  (keverin)
      In meinem Freundeskreis befürworten alle mit höherer Schulbildung die Impfung, während die Schulabbrecher, Junkies und ungebildeten eher Skeptisch eingestellt sind. Ich möchte damit keine Vorurteile verbreiten, ich finde es nur Lustig dass sich immer die ungebildeten für besonders Intelligent halten, Typischer Dunning-Kruger-Effekt.
    2. Antwort von Claudio Ferrarini  (Freedom4all)
      Herr Buck, Einbildung ist bei Ihnen wohl auch Bildung?
    3. Antwort von Francisco Casanova  (Waldläufer)
      Herr Buck, dafür dass Sie scheinbar so intelligent sind, wimmelt es in Ihrer Darlegung erstaunlicherweise nur so von Rechtschreibfehlern.
    4. Antwort von Roland Roth  (Rosso79)
      Dass jemand mit so einer Art eingestellt wird ist unerhört...da muss der chef wohl nicht ganz bei sinnen gwesen sein.
      Kommen sie von ihrem hohen ross herunter und melden sie sich wieder nach ihrer Impfung.
    5. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      In meinem Bekanntenkreis überlegen sich kleinere Risiken sich allenfalls impfen zu lassen um generell mehr Schutz auch für jene zu erreichen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können oder wollen. Nebenbei generieren sie auch Schutz für jene die sich nicht impfen lassen wollen, aus welchen Gründen auch immer.
    6. Antwort von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
      In meinem Umfeld gibt es nicht eine einzige Person, die die Pandemie nicht beenden will, und darum beenden alle die Pandemie mit der Impfung.