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Corona-Expertengipfel in Genf
Aus Rendez-vous vom 11.02.2020. Bild: Keystone
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Corona-Virus Mehr als 1000 Corona-Tote in China

  • In China sind inzwischen 1016 Menschen am neuartigen Corona-Virus gestorben.
  • In der am meisten betroffenen Provinz Hubei starben innerhalb eines Tages 103 Menschen am Virus, wie die Regionalregierung mitteilte.
  • Inzwischen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Fachleute nach China geschickt, um weitere Informationen über das Virus zu sammeln.
  • Das Team solle die Grundlagen legen für ein grösseres, internationales Expertenteam, sagte WHO-Direktor Tedros Ghebreyesus in Genf.
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Aus dem Archiv: China ist immer noch weit weg von Normalität
Aus Tagesschau vom 10.02.2020.
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Während die Zahl der Toten so schnell stieg wie noch nie seit Ausbruch der Krankheit, ging die Zahl neuer Infektionen am Dienstag im Vergleich zum Vortag zurück. Landesweit wurden 2478 weitere Erkrankungen gemeldet. Somit stieg die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen in China auf 42'638.

Xi mit Atemschutzmaske

Der chinesische Staatschef Xi Jinping, der sich seit Ausbruch der Epidemie weitgehend von der Öffentlichkeit ferngehalten hatte, zeigte sich am Montag mit Atemschutzmaske. Beim Besuch eines Spitals in Peking mit infizierten Patienten nannte er die Lage «immer noch sehr ernst» und forderte «entschiedenere Massnahmen», wie der Staatssender CCTV berichtete.

China zählt Infizierte ohne Symptome nicht mehr mit

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China führt nachweislich mit dem neuen Corona-Virus infizierte Personen, die aber keine Symptome zeigen, nicht mehr in seiner Statistik der Ansteckungen. Das ging am Dienstag aus neuen Bestimmungen zur Vorbeugung und Kontrolle der nationalen Gesundheitskommission in Peking hervor, die schon am vergangenen Freitag erlassen wurden.

Erst wenn Krankheitssymptome aufträten, werde die Person als «infiziert» geführt, heisst es darin. Wie viele Infektionen damit gar nicht erst erfasst werden, ist unklar. Generell dürfte die Dunkelziffer nicht registrierter Fälle immens sein.

Xi sprach per Videoschaltung auch mit Ärzten in Wuhan in der Provinz Hubei. Zudem liess sich der Staatschef bei einem Besuch eines Pekinger Viertels mit ausgestrecktem Arm die Körpertemperatur messen. Auf Bildern des Staatsfernsehens war ferner zu sehen, wie Xi mit einigem Abstand mit Anwohnern sprach.

Personelle Konsequenzen

Der Ausbruch des Corona-Virus hat nun auch personelle Konsequenzen: Wie das Staatsfernsehen berichtete, sind die Chefs der Gesundheitskommission in der Provinz Hubei entlassen worden.

Zhang Jin, Parteisekretär der Gesundheitskommission von Hubei, und Liu Yingzi, der Direktor der Behörden, wurden von Wang Hesheng, dem stellvertretenden Leiter der Nationalen Gesundheitskommission, abgelöst. Zuletzt war in China immer mehr Kritik an der Untätigkeit oder langsamen Reaktion der Behörden auf den Ausbruch laut geworden.

Zwei Menschen in Supermarkt mit Maske und Schutzkleidung
Legende: Atemschutzmasken und Schutzkleidung sind aus dem Alltag in Wuhan nicht mehr wegzudenken. Keystone

Nach der Zwangsverlängerung der Ferien um das chinesische Neujahrsfest begannen viele Städte nur langsam damit, die Arbeit wieder aufzunehmen. In Peking und Shanghai blieben U-Bahnen und andere öffentliche Verkehrsmittel in der Hauptverkehrszeit zu Beginn der Woche ungewöhnlich leer.

Das deutet darauf hin, dass viele Unternehmen noch immer geschlossen blieben oder ihre Mitarbeiter gebeten hatten, von zu Hause zu arbeiten.

WHO hält Expertengipfel ab

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält heute und morgen einen Expertengipfel zum Corona-Virus ab. Die WHO erhofft sich so einen schnellen und fundierten Austausch der bisherigen Erkenntnisse zu der mysteriösen Lungenkrankheit.

Die Fachleute wollen sich in den zwei Tagen unter anderem mit Therapien, der möglichen Quelle des Virus und seiner Übertragbarkeit befassen. Auch mögliche Impfungen sollen thematisiert werden. Die WHO betonte in ihren täglichen Pressekonferenzen zum Virus zuletzt, dass rund 80 Prozent der Fälle einen milden Verlauf nähmen.

Dennoch sei es gerade jetzt wichtig, das Virus energisch zu bekämpfen. «Wir sollten als ein Menschengeschlecht hart daran arbeiten, dieses Feuer zu bekämpfen, bevor es ausser Kontrolle gerät», sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    "80 Prozent der Fälle .. milden Verlauf nähmen" Bitte auch beachten, wer stirbt, unter welchen Umständen, Stressoren, sozioökonomischen Faktoren, Impfvorgeschichten etc.
    "Wir sollten als ein Menschengeschlecht hart.. arbeiten .." Viren zu bekämpfen, wie fremde Armeen bekämpft werden, zeugt vom Missverständnis, dass eine Erregerfixierte Wissenschaft und Medizin aufrechterhält. Weil nur unter einem solchen Aspekt, Impfstoffe Sinn machen. Ansonsten wir Menschen, die Sache anders anzugehen hätten.
    1. Antwort von Arthur Meili  (Arthur Meili)
      60% der Weltbevoelkerung koennten sich infizieren. Die Frage ist, tut man sich nur einmal im Leben infizieren oder einmal pro Jahr.
  • Kommentar von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
    Und alle 2 Minuten stirbt ein Kind an Malaria. Das sind über 700 pro Tag!
  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Nur Geduld, das ist wie ein Sturm, der tobt sich aus und dann ist Schluss...... doch wie Der aussieht... DAS ist absolut offen..