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Immer mehr Corona-Infektionen Ein US-Bürger und ein Japaner sterben in Wuhan

  • Nach dem Ausbruch des Corona-Virus sind die ersten ausländischen Opfer in China bestätigt worden.
  • Laut der US-Botschaft in Peking kam ein mit dem Virus infizierter 60-jähriger US-Bürger in der besonders schwer betroffenen Metropole Wuhan am 6. Februar ums Leben.
  • Gemäss der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo starb zudem ein über 60 Jahre alter Japaner – ebenfalls in Wuhan.
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Aus dem Archiv: Stillstand in Schanghai wegen Corona-Virus
Aus 10vor10 vom 06.02.2020.
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Aus Respekt vor der Privatsphäre der Familie des Opfers gab die US-Botschaft keine weiteren Details zum Tod des US-Bürgers bekannt, auch nicht dessen Geschlecht. Der Japaner starb nach einer schweren Lungenentzündung in einem Spital in der besonders betroffenen Stadt Wuhan; bei ihm wird eine Infektion mit dem Virus vermutet.

Unterdessen ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen und der Toten durch das neuartige Corona-Virus in China erneut schnell gestiegen. Bis Samstag kletterte die Zahl der Patienten, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, innerhalb eines Tages um 3399 auf 34'546. Das teilte die Gesundheitskommission in Peking mit.

US-Regierung will Millionen-Unterstützung leisten

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Die USA wollen China und andere vom Corona-Virus betroffene Länder mit bis zu 100 Millionen US-Dollar unterstützen. Das Aussenministerium habe diese Woche den Transport von etwas mehr als 16 Tonnen an gespendeten medizinischen Hilfsgütern an China ermöglicht, darunter Masken, Kittel und Atemschutz, teilte das Ministerium mit.

US-Präsident Donald Trump hatte bereits Ende Januar gesagt, China und Präsident Xi Jinping «jegliche notwendige Hilfe» angeboten zu haben. Allerdings übte China scharfe Kritik am Einreiseverbot der USA wegen des Virus und wies die Darstellung Trumps, bedeutende Hilfe angeboten zu haben, zurück.

Die Zahl der neu nachgewiesenen Infektionen nahm damit im Vergleich zum Vortag wieder zu, nachdem sie in den vergangenen zwei Tagen leicht zurückgegangen war. Auch die Zahl der Toten legte erneut um 86 auf 722 zu. Weltweit liegt die Zahl der Infizierten derzeit bei 34'939. Frankreich meldete fünf neue Infizierte, die alle britische Staatsbürger seien.

In Wuhan ist Medien zufolge ein zweites neues Spital für Corona-Fälle eröffnet worden. Die ersten Ärzte- und Pflegerteams seien bereits eingetroffen, berichtet das staatliche Fernsehen. Noch am Samstag sollen die ersten
Patienten in der 1500-Betten-Klinik aufgenommen werden. Am Montag war ein erstes neues Krankenhaus zur Isolierung von Corona-Virus-Patienten eröffnet worden. Der Bau hatte acht Tage gedauert.

Schärfere Massnahmen auf Kreuzfahrtschiffen

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Die Kreuzfahrtreedereien verschärfen die Massnahmen, um zu verhindern, dass sich das Coronavirus weiter ausbreitet. Laut dem internationalen Kreuzfahrt-Verband in Hamburg dürfen Passagiere und Besatzungsmitglieder nicht mehr auf Kreuzfahrtschiffe, wenn sie in den letzten 14 Tagen in China waren. Etliche Kreuzfahrten nach China wurden umdisponiert oder gestrichen.

Die Zahl der positiv auf das Corona-Virus getesteten Personen an Bord eines unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes im japanischen Yokohama stieg derweil von 3 auf 64. Das teilte das japanische Gesundheitsministerium am Samstag mit. Eine Person befinde sich in einem kritischen Zustand. Neben den bisher bekannten Fällen seien zwei Amerikaner und ein Chinese positiv getestet und in Spitäler gebracht worden. Die Quarantäne der «Diamond Princess» mit rund 3700 Passagieren und Crew-Mitgliedern gilt laut japanischen Behörden vorläufig bis 19. Februar.

SRF 4 News, 8.2.2020, 8 Uhr;agenturen/rehm; cukj

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Um zukünftig Epidemien zu vermeiden und das Überleben der Pangoline und vielen anderen Wildtieren zu sichern, muss der Kampf gegen die Jagd, den Schmuggel und den Handel verstärkt werden.Die Regierung in China muss dazu strengere Vorschriften erlassen und deren Einhaltung kontrollieren.Appell an die Politiker, nicht länger zuzuschauen, wie die Pangoline und andere bedrohte Tiere gnadenlos aus Irrglauben einer medizinische Heilwirkung ausgerottet und die Gesundheit von Menschen bedroht werden.
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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Chinesischen Wissenschaftlern zufolge könnten sich Menschen über Schuppentiere infiziert haben. Auf dem „Huanan Seafood Market“ in der Stadt Wuhan, wo die Epidemie offenbar losging, wurden lebendige Schuppentiere verkauft. Pangoline gelten in China als Delikatesse; ein Kilo Fleisch kostet 400 US-Dollar. Wegen der Jagd ist das Pangolin in Asien fast ausgestorben. Die Nachfrage nach Fleisch und Schuppen wird deshalb von Wilderern gedeckt: China raubt und beutet die Natur aus. Das ist die Quittung
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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Der grösste Teil der bisher beobachteten Fälle lässt sich auf einen Markt in der Stadt Wuhan zurückführen, auf dem lebende und tote Tiere verkauft wurden. Mehrere der Erkrankten arbeiteten auf einem Grossmarkt für Fische und Meeresfrüchte, auf dem aber auch andere Tiere wie etwa Ratten, Krokodile, Schlangen und vor allem auch Larvenroller angeboten wurden. Die Schleichkatzen sind in China eine Delikatesse, von der vermutlich der Erreger der gefährlichen Lungenkrankheit Sars stammt.
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