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Legende: Audio Aus dem Archiv: Druck auf US-Waffenlobby steigt abspielen. Laufzeit 13:02 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 01.03.2018.
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Debatte um US-Waffengesetze Konzerne fordern härteres Waffenrecht

  • Seit Februar liegt im US-Senat ein Gesetzentwurf zur Verschärfung des Waffenrechts, der vom Repräsentantenhaus bereits angenommen wurde.
  • Nun fordern über 140 US-Firmen die Senatoren dazu auf, das neue Regelwerk anzunehmen.
  • Es gebe «Schritte, die der Kongress unternehmen kann und muss, um Waffengewalt zu verhindern und zu reduzieren», heisst es in einem Offenen Brief der Konzernchefs.

Bei ihrer Forderung nach einem schärferen Waffenrecht in den USA erhalten die oppositionellen Demokraten Unterstützung aus der Wirtschaft.

Der Offene Brief der Konzernchefs

Die New York Times hat den Brief von 145 Firmengründern, Link öffnet in einem neuen Fenster und -chefs veröffentlicht.

145 Konzernchefs und Unternehmensgründer rufen den US-Senat in einem von der «New York Times» veröffentlichten Brief dazu auf, einen vom Repräsentantenhaus bereits im Februar beschlossenen Gesetzesentwurf zu verabschieden. Damit sollen Privatverkäufe von Waffen, bei denen es keine Hintergrundprüfung des Käufers gibt, prinzipiell verboten werden.

«Waffengewalt in Amerika ist vermeidbar»

In dem Schreiben der Firmengründer und Unternehmenschefs heisst es unter anderem: «Waffengewalt in Amerika ist nicht unausweichlich; sie ist vermeidbar. Es gibt Schritte, die der Kongress unternehmen kann und muss, um Waffengewalt zu verhindern und zu reduzieren.»

New York Times zur Initiative der Konzerne

Es sei nicht hinnehmbar, in dieser Krise untätig zu bleiben. Der von den Republikanern von US-Präsident Donald Trump dominierte Senat müsse dem Beispiel des Repräsentantenhauses folgen. Letzteres kontrollieren die Demokraten. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem die Geschäftsführer von Airbnb, Uber und Yelp.

Verzögerungstaktik gefährdet Menschenleben

Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, will die Kammer erst über den Gesetzesentwurf abstimmen lassen, wenn Trump Position zu dem Entwurf bezogen hat.

Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, warf McConnell vor, mit seiner Verzögerungstaktik Menschenleben zu gefährden. Wäre das Gesetz bereits in Kraft getreten, hätten zahlreiche Leben gerettet werden können, sagte sie in Washington.

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30 Kommentare

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  • Kommentar von Max Wyss  (Pdfguru)
    Man darf einfach nicht vergessen, dass Herr McConnell, auch als MoscowMitch bekannt, auf der Lohnliste der NRA steht. Das Argument "er werde es nur dann zur Abstimmung bringen, wenn Trump Stellung genommen habe" ist so offensichtlich fadenscheinig, dass es sehr viel Phantasie braucht, um es zu glauben.

    Wir werden ja sehen, vielleicht gibt es nächstes Jahr eine Überraschung in Kentucky…
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  • Kommentar von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
    Die Liste relativiert sich selber. Von den 145 Unternehmen sind fast 100 Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern - also von dem was man Konzern nennt, sehr sehr weit entfernt.
    In der US Politik ist das Vorgehen gegen die Waffen nicht ohne gewisse Risiken, da der Waffenbesitz und das Waffentragen in vielen Bundesstaaten sehr liberal gehandhabt wird. Die Beziehung der der ländlichen US Bürger zu Waffen ist ziemlich unverkrampft und orientiert sich stark am zweiten Verfassungszusatz.
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    1. Antwort von S. Borel  (Vidocq)
      „Unverkrampft“? Du liebe Zeit...!
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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Wenn es dann ums Ganze geht, werden die Amerikaner zu strengen Regeln gegen Waffen nein sagen. Sie leben schon zu lange im Cowboy Zeitalter. Die Waffenlobby wird mit allen unfähren Mitteln versuchen, dass alle Einwanderer Gangster seien. Leider sind die grossen kriminellen Banden sehr stark und daher ist natürlich die Angst vor Überfällen sehr gross.
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