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Tausende demonstrieren gegen Polizeigewalt
Aus SRF News vom 28.08.2020.
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Demonstration gegen Rassismus Tausende erinnern in Washington an Martin Luthers Traum

Nachdem am Sonntag erneut ein Schwarzer von der Polizei schwer verletzt wurde, kommt es in Washington zum Massenprotest.

Tausende haben sich in Washington zu einem Protest gegen Rassismus versammelt. Vor dem Lincoln-Memorial im Herzen der US-Hauptstadt forderten die Demonstranten unter anderem ein Ende der Polizeigewalt gegen schwarze US-Amerikaner und echte Gleichberechtigung für alle.

Martin Luther King III.
Legende: Martin Luther King III setzt sich für das moralische Erbe seines berühmten Vaters ein, der 1968 erschossen wurde. Reuters

Luthers Traum soll die Zukunft sein

«Wir fordern echten, dauerhaften, strukturellen Wandel», sagte der Bürgerrechtler Martin Luther King III bei der Kundgebung. Er ist der älteste Sohn von Martin Luther King Jr., der auf den Tag genau vor 57 Jahren in Washington seine berühmte Rede mit den Worten «Ich habe einen Traum» hielt.

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Gleiche Rechte für Schwarze in den USA immer noch ein Traum
Aus 10 vor 10 vom 28.08.2020.
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«Wir werden diesen Traum erfüllen», sagte der afroamerikanische Bürgerrechtler Al Sharpton, einer der Organisatoren der Kundgebung. Diese ist dem Jahrestag des damaligen «Marsches auf Washington» gewidmet und steht im Zeichen der jüngsten Fälle von Polizeigewalt, die für Empörung in den USA gesorgt hatten.

Wir könnten genauso erfolgreich sein wie andere. Aber die Gesellschaft hielt das Knie auf unseren Nacken.
Autor: Al SharptonAfroamerikanischer Bürgerrechtler

In Erinnerung an George Floyd

Das war vor allem der Tod von George Floyd. Er starb bei seiner Festnahme, nachdem ein Polizist mehr als acht Minuten lang sein Knie auf Floyds Hals gehalten hatte. Erst am Wochenende hatten sieben Schüsse in den Rücken des Schwarzen Jacob Blake bei einem Polizeieinsatz für neue Proteste gesorgt.

Ich bin es leid, Gerechtigkeit zu verlangen. Wir marschieren schon seit 60 Jahren mit denselben Forderungen.
Autor: Frank NittyAktivist

Sharpton nahm bei seinem Auftritt Bezug auf den Tod Floyds: «Wir könnten genauso erfolgreich sein wie andere. Aber die Gesellschaft hält das Knie auf unseren Nacken.» Jetzt sage man aber: «Genug ist genug.»

Al Sharpton.
Legende: Al Sharpton ist Pastor und ein bekannter Bürgerrechtler. Er setzt sich seit den 1980er-Jahren für die Rechte der Schwarzen ein und ist bekannt dafür, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt. Keystone

«Ich bin es leid, Gerechtigkeit zu verlangen», rief Aktivist Frank Nitty den Versammelten zu. «Wir marschieren schon seit 60 Jahren mit denselben Forderungen. Schwarze Menschen sollten nicht immer noch für dasselbe auf die Strasse gehen wie Martin Luther King.»

Auch Sportler protestieren mit

Die Welle des Protests ist auch im Profisport angekommen, so nun auch in der Eishockey-Liga NHL. Deren Spieler erklärten am Donnerstag (Ortszeit), die in Kanada stattfindenden Playoffs vorerst zu unterbrechen. Ein bemerkenswertes Zeichen, da Eishockey immer noch als weisser Sport gilt, Afroamerikaner oder Afrokanadier in der NHL eher die Ausnahmen bilden.

Ausgelöst vom Playoff-Boykott der Basketballer aus Milwaukee breitete sich der Widerstand über alle grossen Ligen des nationalen Profisports aus.

Tagesschau, 28.8.2020, 19:30 Uhr;

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45 Kommentare

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  • Kommentar von Jonas Sanddorn  (Sanddorn)
    "Ich habe einen Traum, (...), dass eines Tages genau dort in Alabama kleine schwarze Jungen und Mädchen die Hände schütteln mit kleinen weißen Jungen und Mädchen als Brüdern und Schwestern."
  • Kommentar von Marc Grut  (Pandas)
    Corona scheint vor diesen BLM Leuten halt zu machen, oder warum kein Thema. Nur weil man Masken trägt?
    1. Antwort von Pascal Odermatt  (PDOdermatt)
      Ihr Beitrag zu einer Coronademo: "Ich finde es beunruihgend das es z.B. ok ist gegen den Tod von George Floyd zu protestieren und die Medien applaudieren.
      Wer gegen die Corona Massnahmen protestiert wird verunglimpft.
      Protestieren ist erlaubt solange es für die "richtigen" Zwecke ist." Sie machen ja dasselbe,, brauchen das Coronaargument bei Rassismusdemo, aber nicht bei Coronademos und unterstellen anderen sie würden nicht mit gleichen Ellen messen. Vlt sich auch selber hinterfragen?
  • Kommentar von Reto Blatter  (against mainstream)
    Alle schreiben sie in diesem Forum von Ausbeutung der Schwarzen, und dies zurecht. Vom aktuell größten Ausbeuter des schwarzen Kontinents, schreibt aber aus falsch verstandener politischer Korrektheit oder irgendwelchen Ideologien, kein Mensch. Der Kolonialismus durch China und die Ausnützung der Schwarzen in Afrika ist nicht minder schlimm und gehört genau so angeprangert. Alles andere ist ideologische Heuchlerei.
    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Reto Blatter. Wow, wer beutet und beutete seit Jahrhunderten den Kontinent, übrigens nicht nur Afrika, aus? Wer waren die Kolonialmächte? Ist Glencore, Shell, BP, Mobil, und so weiter und so fort chinesisch?