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Ein Graffiti des verstorbenen George Floyd
Legende: Keystone
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Nach George Floyds Tod Familie verklagt Polizisten und Stadt Minneapolis

  • Knapp zwei Monate nach dem Tod von George Floyd bei der brutalen Festnahme in Minneapolis klagt dessen Familie.
  • Den vier Polizisten wird der Einsatz übermässiger und ungerechtfertigter Gewalt vorgeworfen. Gegenüber der Stadtverwaltung von Minneapolis wird wegen «bewusste Gleichgültigkeit» geklagt.
  • Der Tod des Afroamerikaners löste internationale Proteste und Debatten über Rassismus aus.
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Aus dem Archiv: George Floyd ist kein Einzelfall
Aus SRF News vom 29.05.2020.
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Der Anwalt der Familie von George Floyd, Ben Crump, bestätigte die Anklage in einer Online-Medienkonferenz. Gemäss Klageschrift hätten die vier beteiligten Polizisten beim Einsatz übermässige und ungerechtfertigte Gewalt angewandt und damit die Grundrechte des 46-jährigen George Floyd verletzt.

Anwalt Ben Crump bestätigt die Klage auf Twitter

Auch die Stadt Minneapolis ist Teil der Klage. Der Stadtverwaltung wirft Crump bewusste Gleichgültigkeit vor, sie habe es versäumt gegen gefährliche Polizeipraktiken vorzugehen und ihre Polizei richtig zu schulen.

Ein Anwalt der Stadtverwaltung nannte Floyds Tod eine «Tragödie» und kündigte an, die Klage werde geprüft. Wichtig sei, dass das Verfahren gegen die beschuldigten Polizisten störungsfrei ablaufe. Das Hauptverfahren gegen sie soll im März 2021 beginnen.

George Floyd war am 25. Mai bei einer Festnahme getötet worden. Ein weisser Beamter drückte sein Knie minutenlang auf Floyds Nacken. Die Polizisten hatten ihn wegen des Verdachts festgenommen, mit einem falschen 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben. Die Beamten wurden entlassen und angeklagt. Ihnen drohen lange Haftstrafen.

Video
Aus dem Archiv: Minneapolis gedenkt George Floyd
Aus 10vor10 vom 04.06.2020.
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SRF4 News, 16.07.2020, 20 Uhr;

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Reto Blatter  (against mainstream)
    Die nun von der Floyd Familie verklagte Stadt wird übrigens seit Jahren von Demokraten geführt.
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Es ist richtig,dass die Trauerfamilie den fehlbaren Polizisten und die Stadt verklagt.Es soll hier ein wichtiges Exempel statuiert werden.Aber das genügt nicht;die Politik muss entsprechend griffige, strenge Gesetze gegen Diskriminierung Schwarzer (aber auch Indianer u.s.w.) erlassen. Dann muss die Bildung einsetzen gegen Rassismus.Alle Menschen, gleichgültig welcher Hautfarbe sie sind, sind vor dem Schöpfer und den Menschen gleich viel wert. Weiss haben gegenüber Schwarzen viel gut zu machen.
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    1. Antwort von Markus Baumann  (pierrotlunaire)
      Der Polizist/die Polizisten werden vom Staat angeklagt und verurteilt. Die Familie klagt auf Schadenersatz/Genugtuung. Das ist ein nicht zu unterschätzender Unterschied und hat mit „Bewirtschaftung“ des Todesfalles zu tun. Was „der Familie“ (wie viele das wohl sind? Man hört verschiedene Versionen) wohl zugesprochen wird. Da der Fall medial aufgebauscht wurde, wird wohl eine stattliche Summe zusammenkommen. Von wem wird die Familie des Busfahrers in Bayonne entschädigt? Von den Tätern?
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    2. Antwort von Marti Müller  (Co2=Leben)
      Und weisse dürfen diskrimirt werden?
      Ich habe gaaar nichts gut zu machen, ich bin nicht verantworltlich für anderer Leute Taten...
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    3. Antwort von Marti Müller  (Co2=Leben)
      Und weisse dürfen diskrimirt werden?
      Ich habe gaaar nichts gut zu machen, ich bin nicht verantworltlich für anderer Leute Taten...
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    4. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr Baumann: Ich habe halt die Haltung, stets auf der Seite der "Schwächeren" zu stehen. Das sind hier eindeutig George Floyd, die Trauerfamilie und Schwarze, die immer wieder Diskriminierungen über sich ergehen lassen müssen und von der Regierung - zu allerletzt von Trump - kaum Unterstützung erhalten.
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    5. Antwort von Markus Baumann  (pierrotlunaire)
      @UvK Das mit dem Schwächeren stimmt bei Floyd nicht. In der Situation mit der Polizei ja, nicht aber in seinem Leben. Der Mann hatte 2 Mal Stipendien vom Staat für Colleges. Hat er nicht genutzt, statt dessen die Karriere als Verbrecher eingeschlagen, in der er mit Schwächeren kein Erbarmen hatte. Dieser Mann hat sein Leben selber verpfuscht und er hat sich um seine Kinder von zwei Frauen nicht gekümmert. Hier wird ein Gescheiterter aus der Selbstverantwortung gehypt. Und Sie fallen darauf rein.
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    6. Antwort von Thomas Waldmann  (Wirkliche Wahrheit)
      Korrekt und absolut richtig Herr Baumann. Zudem erstaunte es. War es doch für UVK immer ein Anliegen gegen die zu protestieren welche es nur um Millionen geht. Hier wird die von Demokraten regierte Stadt also verklagt. Man will den tragischen Tod von Herr Floyd weiter vergolden. Auch richtig Herr Baumann die vielel aufgezählten Straftaten des Vorbestraften. Die Polizisten gehören mit jeder Härte bestraft. Das Opfer war hier Herr Floyd. Aber sicher nicht im gesamten Leben betrachtet.
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  • Kommentar von Markus Baumann  (pierrotlunaire)
    Der goldene Sarg muss bezahlt werden. Und in Amerika ist es logisch, dass so etwas „verdollart“ wird. Die Lawyers standen bestimmt schon Schlange vor der Beerdigung. Zum Nachdenken: 2016 wurde der verwirrte, unbewaffnete und unbescholtene US-Bürger Tony Tympa 13 Minuten von der Polizei zu Boden gedrückt. Er starb. In den Medien? Wenig bis gar nichts. Demos? Nichts. Solidarität in der Schweiz? Nichts. Weshalb? Tony Tympa war weiss. Rassismus? Ja, sicher.
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