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Zehntausende gehen in Hongkong wieder auf die Strasse
Aus News-Clip vom 15.09.2019.
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Demonstrationen trotz Verbot Neue Proteste und Zusammenstösse in Hongkong

  • In Hongkong gingen wieder zehntausende Regierungskritiker auf die Strasse – trotz Verbots.
  • Radikale Demonstranten haben Strassenblockaden errichtet, U-Bahn-Einrichtungen beschädigt und Brandsätze geworfen.
  • Bei den Zusammenstössen setzte die Polizei Tränengas ein.

Es ist bereits das 15. Wochenende in Folge, an dem in der chinesischen Sonderverwaltungsregion demonstriert wird. Aus Sicherheitsgründen hatte die Polizei eine Grossdemonstration untersagt, zu der die Civil Human Rights-Front aufgerufen hatte. Die Gruppe hatte schon Demonstrationen mit Hunderttausenden bis zu mehr als einer Million Teilnehmern organisiert.

Demonstranten mit Regenschirmen marschieren durch die Strassen Hongkongs.
Legende: Zehntausende demonstrieren in Hongkongs Strassen. Reuters

Anhaltende Unruhen

Seit Juni wird in Hongkong gegen die dortige Regierung und den wachsenden Einfluss der kommunistischen Führung in Peking auf die Sonderverwaltungsregion protestiert. Im Anschluss war es häufig zu Zusammenstössen mit der Polizei gekommen.

Anfangs richtete sich der Protest gegen ein geplantes Gesetz, das Überstellungen von Verdächtigen an Festland-China vorsah. Unter dem Druck der Kundgebungen zog die Hongkonger Regierung das Gesetz schliesslich komplett zurück.

Mittlerweile richten sich die Proteste generell gegen Hongkongs pekingtreue Führung. Die Demonstranten fordern den Rücktritt der Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam, eine unabhängige Untersuchung der Polizeigewalt, eine Amnestie für die Festgenommenen sowie freie Wahlen.

Ein Land, zwei Systeme

Die frühere britische Kronkolonie wird seit der Rückgabe 1997 an China mit einem eigenen Grundgesetz nach dem Prinzip «ein Land, zwei Systeme» autonom regiert. Die sieben Millionen Hongkonger stehen unter Chinas Souveränität, geniessen aber – anders als die Menschen in der kommunistischen Volksrepublik – mehr Rechte wie etwa Meinungs- und Versammlungsfreiheit.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Michi Huggentobler  (Greenturo)
    Ich habe den Eindruck das einige Kommentare sich stark nach chinesischer propaganda anfühlen. Kann es sein das die Chinesen ihre schergen wieder ins internet geschikt haben um unruhe zu stiften?
    (Als wäre dies das erste mal...)

    Ich hoffe das Hong Kong weiterkämpft und das die westlichen staaten sich endlich dazu bekennen das sie Hong kong unterstützen. Immerhin begeht china einen vertragsbruch indem sie die übergabe bedingungen die grossbritanien gestellz hat ignorieren
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  • Kommentar von Chris Portmaier  (ChrisPortmaier)
    Wahrscheinlich hat Peking sogar Freude an den kleinen Kravallen. Es lassen sich viele Vorgänge optimieren, das nächste Mal wird es halt dann noch schwieriger.
    Bei aller Sympathie: HK ist verloren. Die Frage ist mehr, was passiert mit Taiwan.
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  • Kommentar von Adi Berger  (Adi B.)
    Vielleicht würde in Hongkong eher Ruhe einkehren wenn die Medien diese langweilige Berichterstattung einstellen würden.
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