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Digitalwährung Bitcoin auf Achterbahnfahrt

  • Der Wert der Digitalwährung Bitcoin ist nach einer Kursrallye vom Wochenende am Montagmorgen zuerst abgestürzt. Am Nachmittag erholt sich der Kurs aber bereits wieder deutlich.
  • Nach starken Kursgewinnen war am Wochenende ein Rekordhoch von rund 34'800 US-Dollar erreicht worden.
  • Auf der Handelsplattform Bitstamp kostete die Kryptowährung am Morgen weniger als 29'000 US-Dollar. Um 16 Uhr lag der Kurs bereits wieder über 32'000 US-Dollar.
  • Damit verlor der Bitcoin innert 24 Stunden rund vier Prozent. Auf Wochensicht resultiert ein Plus von mehr als 19 Prozent.
Video
Aus dem Archiv: Woher kam der Höhenflug des Bitcoins?
Aus SRF News vom 15.12.2020.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 7 Sekunden.

Starke Kursschwankungen sind für Digitalwährungen alles andere als ungewöhnlich. Auch 2020 war der Bitcoin nach teils drastischen Kursgewinnen immer wieder abgesackt. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein. Häufig werden Gewinnmitnahmen ins Feld geführt. Kritiker sehen in der Unstetigkeit des Bitcoins allerdings einen Beleg dafür, dass die Ur-Kryptowährung als Zahlungsmittel und Finanzanlage ungeeignet sei.

Ungeachtet dessen hat der Bitcoin im vergangenen Jahr massiv an Wert gewonnen. Über das Jahr hinweg hat sich der Kurs in etwa vervierfacht. Als wesentlicher Grund gilt das allgemein grössere Interesse von Unternehmen und Investoren an digitalen Währungen wie Bitcoin. Hinzu kommt der stärkere Fokus seitens Notenbanken, die vermehrt eigene Digitalwährungen anstreben.

Bitcoin-Anhänger argumentieren daher, die bekannte Kryptowährung könne sich zusehends als ernstzunehmende Anlagealternative etablieren. Kritiker bezweifeln dies und verweisen auf zahlreiche Schwachstellen. Dazu zählen neben den starken Kursschwankungen der hohe Energieverbrauch während der Bitcoin-Herstellung (Mining) und die Gefahr kriminellen Missbrauchs.

Andere Kryptowährungen profitieren

Mit dem Bitcoin haben auch weitere Kryptowährungen in den vergangenen Tagen im Nachgang des starken Anstieges Kursgewinne verbuchen können. Allen voran hat die zweitgrösste Blockchain-Währung Ether innert Wochenfrist um über ein Drittel an Wert zugelegt und notiert derzeit bei rund 1040 Dollar, nachdem sie zuvor die Marke von 1100 Dollar durchbrochen hatte.

Audio
Endlich: Bitcoin verstehen!
17:16 min
abspielen. Laufzeit 17 Minuten 16 Sekunden.

Die Marktkapitalisierung des gesamten Kryptomarktes ist derweil im Verlauf der letzten sieben Tage nochmals angestiegen. Laut dem Onlineportal «CoinGecko» beläuft sie sich derzeit auf rund 845 Milliarden Dollar, womit der Markt der Kryptowährungen innert Wochenfrist um rund 150 Milliarden schwerer wurde.

SRF 4 News, 02.01.2021, 18:00 Uhr;

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Zuber  (Hä nuuh)
    Erste Börsenregel:
    Investiere nur in eine Unternehmung die Du kennst und von der Du weisst und verstehst was sie tut.
    Sonst Finger weg.
    In meinem Fall gegeben. Somit ist mein Beitrag hiermit auch beendet.
  • Kommentar von Walter Matzler  (wmatz)
    Wenn ich recht verstanden habe, hat der Bitcoin nur solange einen Wert, als Nachfrage vorhanden ist und diese Nachfrage wird wesentlich durch Spekulanten gestützt. Wenn das so ist, kann man sich auf Bitcoins in keiner Weise verlassen und ich verstehe nicht, dass seriöse Unternehmungen diese Währung akzeptieren. Klar, auch auf unsere Landeswährung kann man sich ebenfalls nicht 100 %ig verlassen. Beim aktuell riesigen Schuldenberg ist eine gelegentliche Inflation nicht ausgeschlossen.
    1. Antwort von Toni Klauer  (DerToni)
      Dann hast du noch nicht ganz begriffen, dass jede Währung von der Nachfrage/Nutzbarkeit abhängt. Spielt keine Rolle ob Bitcoin, Dollar, Sfr oder eine andere Währung. Wenn wir Schweizer in der Gesamtheit beschliessen würden von einem auf den anderen Tag den SFr nicht mehr zu handeln, dann verschwindet diese Währung genau so schnell wie jede andere Währung (Natürlich etwas vereinfacht). Umgekehrt zählt das Gleiche:
    2. Antwort von Toni Klauer  (DerToni)
      Wenn wir uns nun (mit uns meine ich das Volk, mal ohne Politik) auf ein Zahlungsmittel einigen dann geben wir diesem einen Wert... Die 10 Franken Note ist nur ein Stück Papier. Wir die Volkswirtschaft geben ihm in allgemeiner Übereinkunft den Wert. Bitcoin ist genau das Gleiche... Den Wert bestimmt Angebot und Nachfrage. Da der Bitcoin allerdings beschränkt ist (es gibt ein Limit) steigt die Anfrage, das Angebot aber nicht. Folglich steigt der Preis, wenn genügend Leute darauf aufmerksam
    3. Antwort von Toni Klauer  (DerToni)
      geworden sind. Jetzt kommt noch dazu, dass du nicht abhängig von einer Bank bist. Du kannst den Bitcoin bei dir Aufbewahren. Wenn die Bank Konkurs geht kannst du dein Vermögen verlieren und die Bank Geschäftet möglicherweise mit deinem Geld in Bereichen die dir nicht passen. Das passiert dir mit dem Bitcoin nicht. Es gibt also keine Inflation, du hältst die Kontrolle über dein Geld, keine Institution kontrolliert das Geld oder dein Geld von aussen (es ist eben Dezentralisiert)...
    4. Antwort von Beno Trütsch  (benotruetsch)
      Wenn Sie Bitcoin kaufen, ohne diese aktiv zu nutzen, werden sie selbst zum Spekulant, da sie darauf wetten, dass der Preis steigt. Die Inflationierung anderer Währungen, könnte eine Überlegung sein, weshalb jemand ein Teil des Ersparten in Bitcoin hält. Andere glauben, dass Bitcoin in gewissen Bereichen überlegen ist und deshalb in der Zukunft an Bedeutung gewinnt. Garantie gibt’s dafür keine, weshalb es korrekt ist zu sagen, dass der Preis aktuell hauptsächlich durch Spekulation bestimmt wird.
    5. Antwort von Toni Klauer  (DerToni)
      Zusammengefasst: Bitcoin ist wahrscheinlich die beste Währung von allen. Zudem können Finanzinstitute ihr Vermögen nicht mehr in Bonds absichern, da diese einen Negativzins haben. Wo gehen sie also hin mit ihrem Geld? In Fiat bleiben sie sicher nicht.... Es ist erst der Anfang, dass momentan nur vereinzelt grosse Investoren auf den Bitcoinzug aufspringen. Das wird wohl zur Regel werden. Und damit wird auch die Volatilität sein Ende haben. Bis dahin gehts allerdings aufwärts, mit Kurskorrekturen
  • Kommentar von Klaus Waldeck  (Oldie)
    Bei einer derartigen Spekulations-"Währung" sollten derartige Schwankungen kaum noch für Aufregung sorgen . Da hat halt ein "Grossinvestor" erst einmal seinen bisherigen Gewinn abgeschöpt.