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Diplomatische Krise hält an Russland bestellt ausländische Botschafter ein

Legende: Video Russland weist Diplomaten aus abspielen. Laufzeit 01:20 Minuten.
Aus Tagesschau vom 30.03.2018.
  • Das russische Aussenministerium hat die Botschafter der Länder einbestellt, die nach dem Giftanschlag auf einen Ex-Spion in Grossbritannien russische Diplomaten ihres Landes verwiesen haben.
  • Ihnen würden Protestnoten übergeben und die Gegenmassnahmen verkündet, teilte das Ministerium mit.
  • Zu den einbestellten Botschaftern gehörten auch die Vertreter Frankreichs und Deutschlands.

Der deutsche Botschafter Rüdiger von Fritsch sagte beim Verlassen des Aussenministeriums in Moskau, «es bleibt Deutschlands Interesse, ein gutes Verhältnis mit Russland zu haben». Deutschland sei dazu weiter bereit und offen für den Dialog. Angesichts der «schlimmen Vorfälle in Salisbury» müsse Russland aber Klarheit und Transparenz schaffen und berechtigte Fragen beantworten.

Russland hatte am Donnerstag auf die Massenausweisung seiner Diplomaten reagiert und seinerseits eine entsprechende Anzahl ausländischer Diplomaten des Landes verwiesen. Grossbritannien macht Russland für den Anschlag verantwortlich.

Russlands Aussenminister Sergej Lawrow
Legende: Russlands Aussenminister Sergej Lawrow reagiert auf die Entscheidung von rund 25 Staaten sowie der Nato, mehr als 140 russische Diplomaten des Landes zu verweisen. Keystone

Der Streit über den Giftanschlag auf den Ex-Agenten Sergej Skripal und dessen Tochter im englischen Salisbury belastet die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen schwer.

Fall Skripal: Tochter geht es wieder besser

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Fast vier Wochen nach dem Anschlag mit dem Nervengift Nowitschok auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal hoffen Ermittler nun auf Aussagen seiner Tochter Julia. Möglicherweise könnte sie etwa Auskunft darüber geben, ob sie und ihr Vater vor dem Attentat verfolgt wurden, berichteten britische Medien.

Julia Skripal geht es nach Klinikangaben inzwischen deutlich besser. Die 33-Jährige könne sogar wieder essen und trinken, berichtete der Fernsehsender Sky News. Ihr Vater ist in einem kritischen, aber stabilen Zustand.

Sergej (66) und Julia Skripal (33) waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der südenglischen Kleinstadt Salisbury entdeckt worden.

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45 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Freiburghaus (sophisticated)
    Könnte es nicht auch sein, dass die offizielle russische Führung gar nichts weis? Es wäre nicht das erste Mal, dass Geheimdienste sich teilweise verselbständigen. Auf jeden Fall war Skripal ein Wissensträger der längerfristig nicht mehr tragbar war für den / die Geheimdienste.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Grossbritannien macht Russland für den Giftanschlag verantwortlich. Wo bleiben die Beweise? Sanktionen gegen Russland und ein zerstrittenes Europa. So viele Gerüchte, und schnell ist der schwarze Peter bei Russland. Mehr Kommunikation zwischen Russland und der EU ist dringend nötig. Ich warte eindeutige Beweise ab, dass Russland schuldig sein soll, vorher urteile ich nicht über diese Affäre.
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    1. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      "Mehr Kommunikation zwischen Russland und der EU ist dringend nötig." Diese Aussage ist ein Witz, da Putin die EU bekämpft und alle Länder wie die Ukraine destabilisiert, die mit der EU kooperieren wollen. In historischen Dimensionen denken heißt nicht von Zwölfe bis Mittag denken. In freier Willensbildung und ohne Zwang streben doch in Osteuropa alle zur EU und zur NATO und nicht zu Russland letzteres heißt die A....karte zu ziehn
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    2. Antwort von Bernd Kulawik (Bernd K.)
      @xyzz: ... und deshalb mussten die USA laut Nuland ja auch nur 5 Mrd. investieren, um den Ukrainern ihren freien Willen bewusst zu machen, nicht wahr?
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  • Kommentar von R. Glättli (R. Maier-G.)
    Warum sollen die Russen 1-2 Personen (die noch immer leben) vergiften und ein solches Risiko eingehen, sanktioniert zu werden! Völliger Verhältnisblödsinn!!! Wenn die Russen jemanden loswerden wollen, gibt es einfachere und sicherere Methoden!
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