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Diplomatische Retourkutsche Russland verhängt Einreisesperren gegen US-Minister

  • Russland reagiert auf die Ausweisung von zehn Diplomaten aus den USA und verhängt seinerseits gegen hochrangige US-Regierungsvertreter eine Einreisesperre.
  • Betroffen sind unter anderen US-Justizminister Merrick Garland und Heimatschutzminister Alejandro Mayorkas im Kabinett des US-Präsidenten.
  • Auch FBI-Direktor Christopher Wray und Geheimdienst-Koordinatorin Avril Haines erhalten eine Einreisesperre für Russland.
  • Betroffen ist weiter John Bolton, der frühere nationale Sicherheitsberater des Ex-Präsidenten Donald Trump.
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Aus dem Archiv: USA ergreifen neue Sanktionen gegen Russland
Aus Tagesschau vom 15.04.2021.
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Nach der Ausweisung von zehn russischen Diplomaten aus den USA hat Russland wie angekündigt «spiegelgenau» reagiert und im Gegenzug ebenfalls zehn US-Diplomaten ausgewiesen. Gegen hochrangige US-Regierungsvertreter auch im Kabinett des US-Präsidenten wurde eine Einreisesperre ausgesprochen. Zudem verhängte die Regierung Sanktionen gegen die USA.

Aussenminister Sergej Lawrow sagte laut der Agentur Interfax, dass Russland auch die Arbeit von US-Organisationen und -Stiftungen einschränken werde, die sich in die inneren Angelegenheiten des Landes einmischten.

Russlands Aussenminister Sergej Lawrow
Legende: Russlands Aussenminister Sergej Lawrow verteidigt die russischen Sanktionen gegen die USA. Reuters

Dem US-Botschafter in Moskau, John Sullivan, legte Lawrow nahe, «die Heimreise anzutreten», um in Washington Konsultationen zu führen. Russland hatte zuvor auch seinen Botschafter Anatoli Antonow aus Washington abgezogen.

Gipfeltreffen vorgeschlagen

Die USA hatten die Ausweisung von Diplomaten als Vergeltung für einen Hackerangriff und die Einmischung in die US-Wahlen angeordnet und neue Sanktionen verhängt. Betroffen sind davon sechs russische Technologiefirmen, die Moskaus Geheimdienste unterstützen. Zudem werden 32 Personen und Organisationen sanktioniert, die laut dem Weissen Haus auf Geheiss Moskaus versucht hätten, die US-Wahlen zu beeinflussen.

US-Präsident Joe Biden hatte zunächst versöhnlichere Töne angeschlagen und betont, die Spannungen mit Moskau nicht weiter verschärfen zu wollen. Der Kreml begrüsste den Wunsch des Weissen Hauses nach Deeskalation. Die beiden Präsidenten hatten erst vor wenigen Tagen miteinander telefoniert. Dabei schlug Biden ein Treffen der Staatschefs in einem Drittland vor.

SRF 4 News, 16.04.2021, 21:30 Uhr;

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Viel wird von Demokratie geschrieben und über fehlende D geklagt
    Ich bin aber überzeugt, dass viele nicht wissen was eine echte Demokratie ist, ist doch so undefiniert und das gibt Missverständnise
  • Kommentar von Pia Müller  (PiMu)
    B. Hochuli: Absolut richtig.
    Doch ich verstehe auch Putin in diesem Politk-Zirkus, dass er so reagiert. mM ist einfach immer die USA, die den unruhigen Ton anschlägt - leider scheinbar auch jetzt mit Biden.
    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Frau Müller, unruhig ist ja so sanft ausgedrückt, aber schliesse mich Ihrer
      Meinung voll an.
  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Einfach nur traurig, wie sich die Staatschefs benehmen und ihre Macht ausspielen. Die Völker haben dabei nichts zu sagen, dabei möchten wohl alle in Frieden leben. Im Kindergarten lernen die Kinder Toleranz zu üben und miteinander etwas positives aufzubauen, nur die Erwachsenen haben wieder alles vergessen.
    1. Antwort von Arber Thaqi  (arberi.th)
      Herr Hochuli: Das stimmt, alle wollen Frieden.

      Aber solange nicht ALLE Staaten demokratisch sind und keine verbleibende autoritärer Staat existiert, werden wir wohl oder übel damit leben müssen. Anders ausgedrückt, solange nicht Russland, China, Iran und etc. demokratischer werden, müssen wir weiterhin einen härteren Ton gegenüber diese Menschenrechtsverletzende Staaten aufgreifen!
    2. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Nur der Ton macht die Musik. Hier beginnt man mit harten Bandagen an zu reagieren. Diplomatie hat ausgedient. Die Fronten verhärten sich von Tag zu Tag.