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US-Militär räumt Tötung Unschuldiger ein
Aus 10 vor 10 vom 17.09.2021.
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Drohnenangriff in Kabul US-Militär räumt Tötung von Unschuldigen ein

  • Das US-Militär hat einen Luftangriff mit einer Drohne in der afghanischen Hauptstadt Kabul Ende August als «tragischen Fehler» bezeichnet.
  • Bei dem Angriff seien zehn Zivilisten getötet worden, darunter bis zu sieben Kinder. Das räumte General Kenneth McKenzie ein. Er ist Befehlshaber des Centcom, dem Zentralkommando der US-Streitkräfte.
  • Nach dem Drohnenangriff hatte es geheissen, Ziel sei ein Fahrzeug gewesen, mit dem ein Kämpfer von Isis-K möglicherweise einen Selbstmordanschlag verüben wollte.

«Das war mein Fehler, und ich möchte mich dafür aufrichtig entschuldigen», sagte der Befehlshaber des Zentralkommandos, General Kenneth McKenzie, vor Journalisten in Washington.

Er sei zum Zeitpunkt des Angriffs am 29. August davon überzeugt gewesen, dass damit ein unmittelbar bevorstehender Anschlag auf US-Truppen am Flughafen in Kabul vereitelt werde.

Inzwischen glaube er, dass es unwahrscheinlich sei, dass die bei dem Angriff Getöteten Kämpfer des Islamischen Staats (IS) gewesen seien. «Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass der Angriff ein tragischer Fehler war.»

Nach dem Drohnenangriff hatten US-Regierungskreise mitgeteilt, das Angriffsziel sei ein Fahrzeug gewesen, mit dem ein IS-Kämpfer möglicherweise ein Selbstmordanschlag verüben wollte. Doch schon sehr bald kursierten Berichte, denen zufolge Zivilisten – darunter auch Kinder – ums Leben gekommen waren.

Entschädigungszahlungen werden erwogen

Die Taliban gaben damals an, es seien sieben Menschen getötet worden. General McKenzie erklärte weiter, das US-Verteidigungsministerium erwäge Entschädigungszahlungen an die Hinterbliebenen der Todesopfer.

Der Drohnenangriff fiel in die letzte Phase des Rückzugs ausländischer Truppen aus Afghanistan, nachdem dort die Taliban die Macht übernommen hatten.

10 vor 10, 17.09.2021, 21:50 Uhr;

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29 Kommentare

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  • Kommentar von William Palmer  (Imabill)
    „Wir haben noch eine ‚Over the Horizon Capability…‘“ hieß es, als man die Truppen zurückzog. Da muss man über die Bücher gehen.
    Abgesehen davon hat man unmittelbar nach dem Schlag mit Genugtuung behauptet; eine riesige Explosion bewies dass Sprengstoff im Auto war.
    Erst schiessen, dann denken? Erst reden, dann rechtfertigen?
  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Wann haben die Amis zuletzt einmal einen Fehler eingestanden und sich auch noch dafür entschuldigt. Und auch noch von Entschädigungen gesprochen?
  • Kommentar von Martin H. Meier  (Mahame)
    Es gibt keinen sauberen Krieg, jeder Mensch hat ein Gewissen und muss damit leben.
    Auch "friendly fire" geht in diese Richtung, keine Absicht, aber unvermeidlich.