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Einigung in der Nacht in Khartum (unkomm.)
Aus News-Clip vom 05.07.2019.
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Durchbruch in Khartum Im Sudan stehen die Zeichen auf Entspannung

  • Opposition und Militärrat in Sudan haben sich in der Nacht auf einen Weg aus der Gewaltspirale der letzten Monate geeinigt.
  • Demnach soll ein gemeinsam besetztes Gremium den Weg in eine Zivilregierung vorbereiten.
  • Der Kompromiss geht letztlich auf eine Friedensinitiative der Afrikanischen Union zurück.

Monatelang hatten sie verhandelt und weitere Proteste hatten immer neue Todesopfer gefordert. Jetzt einigten sich der regierende Militärrat und die Protestbewegung im Sudan auf eine dreijährigen Übergangszeit, in der sie sich bis zur Ansetzung von demokratischen Wahlen die Macht teilen wollen.

Einrichtung eines Ratsgremiums

Verkündet wurde die Einigung nach zweitägigen Verhandlungen vom Vermittler der Afrikanischen Union, Mohamed Hassan Lebatt, in der Nacht in Khartum.

Militärrat lässt Rebellen frei

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  • Der Militärrat im Sudan hat in Vorbereitung auf weitere Verhandlungen mit der Opposition 235 Gefangene einer Rebellengruppe aus dem Gefängnis entlassen.
  • Der Militärratsvorsitzende Jamal Omar sagte Staatsmedien zufolge, der Schritt solle zeigen, dass das Gremium Frieden und Stabilität in dem Land sicherstellen wolle. Die Opposition hatte die Freilassung Gefangener gefordert.

Die jetzt erzielte Einigung sieht nach Angaben Lebatts die Einrichtung eines Ratsgremiums vor, in dem zwischen Militär und Zivilisten während der Übergangszeit rotiert wird. Zudem soll eine unabhängige Technokraten-Regierung gebildet werden. Die Gewalt der vergangenen Wochen soll unabhängig untersucht werden.

Tausende feiern die Einigung

Die Verhandlungen waren nach einer mehrwöchigen Unterbrechung erst am Mittwoch wieder aufgenommen worden. Tausende Menschen strömten auf die Strassen, um nach Wochen der Gewalt zu feiern.

Karte Sudan.
Legende: SRF

Bei der Niederschlagung eines Sitzstreiks Anfang Juni waren Dutzende Menschen getötet worden. Die Gespräche zwischen Militär und Opposition waren daraufhin zunächst abgebrochen worden. Erst auf Vermittlung der Afrikanischen Union war wieder eine Annäherung zustande gekommen.

Massenproteste bis zuletzt

Nach drei Jahrzehnten an der Macht war der sudanesische Präsident Omar al-Baschir im April von den Streitkräften gestürzt worden. Dem Putsch waren monatelange Massenproteste und eine Sitzblockade in Khartum vorausgegangen.

Seitdem ringen die Militärführung und die Opposition um die Bildung einer Übergangsregierung. Zuletzt hat es Massenproteste gegen die Militärführung im Sudan gegeben.

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