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International Ein Jahr bedingt, statt elf Jahre Haft für Muslimschwestern

Ein ägyptisches Gericht hat das umstrittene Urteil gegen mehrere Demonstrantinnen aufgehoben. Statt elf Jahre hinter Gitter, kommen sie nun frei.

Die verhafteten Mursi-Anhängerinnen feiern ihren Sieg vor Gericht.
Legende: Grosse Erleichterung bei den verurteilten Muslimschwestern: Ein Berufungsgericht lässt sie auf Bewährung frei. Keystone

Die 21 Ägypterinnen hatten für den entmachteten Präsidenten Mohammed Mursi und seine Muslimbrüder demonstriert und kassierten dafür elf Jahre Gefängnis. Nach heftigen Protesten im Land selbst und scharfer Kritik aus aller Welt hat ein Berufungsgericht die Strafen nun abgeschwächt. Es liess die Frauen auf Bewährung frei - sieben minderjährige Demonstrantinnen erhielten eine dreimonatige, die älteren Frauen eine einjährige Bewährungsstrafe.

Im Juli hatte das ägyptische Militär Präsident Mohammed Mursi abgesetzt. Vorangegangen waren monatelange Proteste gegen das islamistische Regime. Die Demonstranten warfen ihm vor, es wolle ihr Land schleichend islamisieren.

Die Muslimbrüder weigern sich jedoch, die ägyptische Übergangsregierung zu anerkennen. Seit Juli demonstrieren sie für seine Wiedereinsetzung Mursis. Bei den Demonstrationen wurden bereits mehr als 1000 Islamisten getötet. Über 2000 Muslimbrüder kamen ins Gefängnis, unter ihnen fast die ganze Führung der Partei, die ein Gericht inzwischen verboten hat. Mursi selbst muss sich vor Gericht verantworten - wegen Anstachelung zu Mord.

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Herbert Nuk, Matzingen
    Offenbar handelt es sich beim Titelbild um eine Aufnahme aus einer Zürcher oder Basler Schule.
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    1. Antwort von B. Bedi, Alpnach
      Sie retten meinen Tag ;-)
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  • Kommentar von Alois Wutz, Gerlafingen
    Was erwarten denn unsere Muslimbrüder von SRF? Wenn ich die Artikelauswahl rechts oben anschaue, dann habe ich nicht den Eindruck, dass hier nur gute Meldungen über die derzeitigen Machthaber in Aegypten verbreitet werden. Sie können nicht erwarten, dass die CH-Medien eine Imagekampagne für die ach so armen Muslimbrüder lancieren. De Facto ändert sich durch die Berichterstattung hierzulande, ob pro oder kontra, absolut gar nichts an der Situation in Aegypten. Also, regt euch besser ab.
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    1. Antwort von Amira Salem, Zürich
      @wutz, sachlich und fachlich gesehen sind die Berichterstattungen über Ägypten in der SRF gar nicht neutral. Man sieht deutlich und klar, eine pro putsch Position. Das sieht man beim den Themen, Inhalt, Wörterwahl etc. Man will eine faire neutrale Berichterstattung. Das ist die Aufgabe von SRF.
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    2. Antwort von Alois Wutz, Gerlafingen
      Genau da liegt doch Ihr Problem, A.Salem, wenn keine positiven Aspekte über die Muslimbrüder erwähnt werden, ist in Ihren Augen die Berichterstattung pro "Putschisten". Legen Sie vielleicht mal die Religionsbrille ab und betrachten die ganze Sache von einer anderen Warte aus. Aber was solls, ändern können weder Sie noch ich das, was momentan in Aegypten abgeht. Deshalb schade um jeden Kommentar hier...
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    3. Antwort von Mohammad Abdoulfattah, Zürich
      @Wutz, Ich glaube Frau Salem hat nicht von Positives über die MB geschrieben, sie betrachtet die Berichte aus fachlichen Sicht, und es stimmt, die SRF Berichterstattungen über das Geschehen in Ägypten ist mangelhaft, irrführend und spiegeln nicht was tatsächlich dort geschieht. Wenn Sie die Berichte hier mit anderen Berichterstattungen in D, USA oder GB vergleichen dann sehen Sie den Unterschied.
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    4. Antwort von Amira Salem, Zürich
      @Wutz, ich habe nichts von Religion geschrieben, ich habe die SRF Berichterstattung fachlich kritisiert, weil solche Berichte über die politische Krise in Ägypten sind unfair. es mag sein, dass Werder Sie noch ich nichts ändern können, aber wir haben das Recht auf ausgewogene Berichterstattungen, d.h. Fair, informativ und neutral.
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  • Kommentar von Max Hug, Luzern
    @Amira Salem, Zürich 11.02h -- Ihr Zitat: "Sie sind von islamphopie besessen, Sie wollen einfach einen Krieg gegen Muslime und den Islam führen" - Wer führt da Krieg? Kriegsschauplätze gibt es nur in islamischen Ländern. Wir im Westen kennen keinen Dschihad, und unsere Kultur ruft nicht zum Töten von Nichtchristen (Ungläubigen) auf. Selbstmordattenäter sind unserer Kultur ebenfalls fremd. Wir müssen nicht in islamische Länder flüchten, um dort um Asyl bitten. Ihr Islam ist offenbar die Hölle.
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    1. Antwort von Amira Salem, Zürich
      @Hug, stimmt ihr kennt kein Dschihad, ihr kennt nur Ausbeutung und kolonialesierug, wissen Sie nichts vom den Kriegsverbrecher während die Kolonialzeiten in Afrika, Asien, Lateinamerika, die Verfolgung von den uhreinwohner in Nord Amerika, Australien, Asien? Haben Sie den 1.&2. Weltkriege, Vietnam , Indochina kriege, Apartheid in Südafrika vergessen, sind die Muslime daran schuld? Bitte lesen Sie die Geschichte richtige, in der CH sollen die Leute ja besser informiert sein
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    2. Antwort von W. Helfer, Zürich
      A. Salem. Was wollen Sie uns damit sagen? Dass das töten für die eigenen Interessen ok ist, nur weil es Andere auch getan haben? Wir leben im 2013 und sollten eigentlich aus der Vergangenheit lernen und nicht die gleichen Dummheiten damit rechtfertigen, dass es auch Andere getan haben.
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    3. Antwort von Albert Planta, Chur
      helfer Geht es Leuten ihrer Couleur nicht einfach darum, alle Kulturen, die nicht der westlichen Kultur entsprechen in Grund und Boden zu verteufeln? Sollten wir nicht von Leuten wie Mandela lernen auch mit anderen Kulturen und Menschenrassen in Augenhöhe zu kommunizieren?
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