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Vielversprechender Impfstoff gegen Coronavirus
Aus Tagesschau vom 15.07.2020.
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Erste positive Resultate Dieser Corona-Impfstoff aus den USA macht Hoffnung

Optimismus bei Impfstoffen: Weiterer Kandidat übersteht erste Hürde und scheint sicher zu sein. Doch wirkt er auch?

Diese Bilder gingen um die Welt. 45 Probanden liessen sich Mitte März in Seattle als erste den Moderna-Impfstoffkandidaten mRNA-1273 verabreichen.

Jetzt zeigen die Ergebnisse nach insgesamt zwei Impfstoffdosen: Die Probandinnen und Probanden haben den Impfstoff gut vertragen und ausser leichten bis mittleren Beschwerden wurden keine Nebenwirkungen festgestellt. Gleichzeitig zeigte sich bei den Testpersonen, dass dank der Impfung eine relativ hohe Anzahl Antikörper gegen das Virus entwickelt wurden.

Frau sitzt auf Behandlungsliege mit Arzt daneben, der ihr einen Impfstoff in den Oberarm spritzt.
Legende: März 2020: Diese Frau in Seattle war eine der ersten, die sich den neuen Impfstoff an sich testen liess. Keystone

Die Virologin Isabella Eckerle vom Schweizer Referenzinstitut in Genf verfolgt die Impfstoffentwicklung intensiv und ist vorsichtig optimistisch. Aber sie warnt: «Ob der Impfstoff wirklich vor Covid-19 schützt, wird man erst in den Folgestudien in den Phasen 2 und 3 sehen können.» Der Impfstoff sei nun auch zuerst an jungen und gesunden Probanden getestet worden. Die Frage sei dann aber, ob der Impfstoff auch bei Risikopatienten verträglich und wirksam sei. «Gerade Risikopersonen sind besonders auf einen Impfstoff angewiesen», sagt die Virologin.

Video
Virologin Isabella Eckerle: «In Phase 1 hat man den Impfstoff an gesunden Menschen getestet»
Aus News-Clip vom 15.07.2020.
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Der Impfstoff von Moderna basiert erstmals auf der sogenannten mRNA-Technologie. Im Gegensatz zu klassischen Impfstoffen wird hier nicht ein künstlich hergestelltes Viruspartikel gespritzt, sondern sogenannte Messenger-RNA.

Diese Messenger-RNA ist eine Art Bauanleitung für den Körper. Ein genetischer Code, der den Körper anregen soll, virus-ähnliche Partikel zu bauen. Darauf wiederum reagiert das Immunsystem mit der Bildung von Antikörpern, die auch das echte Virus erkennen und neutralisieren sollen.

Gerade weil dieses Verfahren noch neu und unerprobt ist, könne noch viel Unerwartetes passieren, das die Entwicklung des Impfstoffes erschwert oder sogar stoppt.

Video
So soll eine mRNA-Impfung funktionieren
Aus News-Clip vom 15.07.2020.
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Gleichzeitig gebe es aber auch ein grosses Potenzial: «Wenn sich dieser Impfstoff als gut herausstellt, dann öffnet das auch die Tür für viele andere Impfstoffe gegen andere Erreger, weil das eben ein ganz neuartiges Verfahren ist», sagt Eckerle. Ein wichtiger Aspekt dabei sei zum Beispiel, dass mit diesem Verfahren sehr schnell grosse Mengen Impfstoff hergestellt werden können.

Diese soll Ende Juli auch beim mRNA-Impfstoff von Moderna starten. Dabei sollen 30'000 Menschen geimpft werden. Erst danach wird man klarer sagen können, ob diese Impfstoff-Methode und dieser Kandidat ein Durchbruch ist oder nicht.

Tagesschau 15.7.2020;

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60 Kommentare

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  • Kommentar von Richard Limahcer  (Limi)
    Interessante Idee den menschlichen Körper den Impfstoff selbst produzieren zu lassen. Wie wird sichergestellt, dass er wieder damit aufhört? Was ist, wenn es zur fortwährenden Selbstbeschäftigung wird, virenähnliche Partikel herzustellen um diese sofort wieder zu bekämpfen? Sowas könnte in Dauermüdigkeit resultieren. Bleibt dem Immunsystem noch Energie die anderen Krankheitserreger zu bekämpfen? Ohne garantierten Stoppschalter finde ich diese Methode sehr riskant.
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    1. Antwort von Pascal Odermatt  (PDOdermatt)
      mRNAs halten nicht ewig, die werden mit der Zeit ganz normal abgebaut.
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  • Kommentar von Klaus Leibundgut  (Klaus Leibundgut)
    Warum glaubt die Welt ein mutierendes Virus mit einer Impfung in Griff zu kriegen?
    Die Influenzaimpfung lehrt uns über Dekaden das Gegenteil.. leider kein Erfolg mit Impfungen bei Influenza und die Krankheit ist bis heute nicht ausgerottet.
    Es braucht Medikamente um die Erkrankung zu behandeln.
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    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Die Zusammensetzung der jährlichen Grippeimpfung wird schon Monate vorher festgelegt. Sobald in Australien die ersten Fälle sind Bis e s bei uns dann eingesetzt wird, hat oft schon ein Virusstamm mutiert. Trotzdem der Schutz ist grösser, als gar keine Impfung.
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    2. Antwort von Nico Stäger  (Nico Stäger)
      Das selbe lehren uns auch die vielen Corona-Viren die seit den 1960er-Jahren in unserem Kulturkreis verbreitet sind. Aber das will noch immer eine Mehrheit nicht hören, geschweige denmn akzeptieren.
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  • Kommentar von Rene Caduff  (Rene Caduff)
    Gute Nachricht der Forschung.Die USA hat aber ein Problem und setzt jetzt alles auf die Karte und verlieren so die Kontrolle weil ein grossteil der Menschen nicht diszipliniet bleiben.
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