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Erwürgt und zerstückelt Türkei gibt Details zu Khashoggis Ermordung bekannt

  • Die Tötung und Beseitigung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi erfolgte laut der türkischen Justiz nach einem «vorgefassten Plan».
  • Demnach sei der 59-Jährige kurz nach Betreten des Konsulats seines Landes erwürgt und anschliessend zerstückelt worden.
  • Bis zur heutigen Mitteilung der türkischen Justiz waren Ermittlungsergebnisse vor allem über türkische oder US-Medien bekannt geworden.
Eingang zum Konsulat
Legende: Direkt nach Betreten des saudischen Konsulats sei Khashoggi erwürgt worden, schreibt die türkische Staatsanwaltschaft in einer Mitteilung. Reuters

Die Generalstaatsanwaltschaft beruft sich in ihrer ersten Äusserung seit dem Mord am 2. Oktober auf «vorliegende Beweise im Rahmen der laufenden Ermittlungen.» Demnach sei der Leichnam Khashoggis nach dem Mord und der Zerstückelung «vernichtet» worden. Konkrete Beweise werden in der Mitteilung nicht genannt.

Der Journalist Khashoggi war Anfang Oktober im Konsulat Saudi-Arabiens in Istanbul getötet worden. Saudi-Arabien hatte dies erst nach internationalem Druck eingeräumt. 18 Verdächtige wurden in Saudi-Arabien festgenommen, darunter nach türkischen Angaben ein Killer-Kommando, das aus Saudi-Arabien angereist sei, um Khashoggi zu töten. Die Türkei will die Auslieferung der 18 Verdächtigen. Riad lehnt das ab.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan von Känel (Trottel der feinen Gesellschaft)
    Offensichtlich hat man sich auf eine entschärfte Version geeinigt, um die Moschee im Dorf zu lassen quasi. Dass von medialer Seite noch nicht mal kleinlaut darauf hingewiesen wird, wie sehr diese Version der ursprünglichen widerspricht, ist bemerkenswert. So wurde der Journalist erwürgt, danach wurden seine Schreie während sieben Minuten übertragen. Aha. "Die Sache ist geklärt", wie ein anderer Journalist kürzlich zu betonen pflegte.
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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Die wirkliche Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Die Türkei ist jetzt zu dem Ergebnis gekommen. Gleichzeitig geben sie damit indirekt zu, dass sie die Botschaft abgehört haben. Angeblich aber den Beweis auf irgend einem Handy haben. Ubd Saudi- Arabien wird die Inhaftierten nicht ausliefern, da könnten Wahrheiten ans Licht kommen. So wird es noch eine Weile gehen, bis es am Vergessen ist.
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  • Kommentar von Bendicht Häberli (bendicht.haeberli)
    Schlimmer gehts nimmer: Ein Diktator beschuldigt den andern Diktator auf Kosten der Angehörigen des Ermordeten und alle fallen darauf herein. Ich möchten nicht wissen, wie Erdogan mit seinen Kritikern und Gegnern umgeht. Alles Schönrederei um ein Bad im See der gereinigten Seelen zu nehmen. Das einzig Positive an der Sache sind die Kameras, welche Kashoggis Besuch im Konsultat gefilmt haben. Sonst wäre er spurlos verschwunden - für immer und ewig!
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    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Das ist eine zynische Darstellung. Hier musste ein Unrechtsstaat "die Hosen runterlassen", nämlich zugeneb, dass sie das Konsulat abhören, um überhaupt eine Chance zu haben den Fall bekannt zu machen. Nix da auf Kosten der Angehörigen. Und wer soll darauf reingefallen sein, nähme mich wunder.
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    2. Antwort von Bendicht Häberli (bendicht.haeberli)
      Herr Reuteler. Das hat nichts mit Zynismus zu tun. Das sind Facts. In dieser schrecklich Angelegenheit müsste der Schurken in Riad, bis der Fall aufgeklärt ist, sofort neutralisiert werden. Und Erdogan dürfte nicht auf Gutmensch spielen, weil man genau weiss, dass der durch die Türkei geführte Krieg in Kurdistan brutal vorangetrieben wird. Und alle schauen einfach zu: Die UNO, die USA, RU, die EU und auch die Schweiz. - Und dies geht auf Kosten der Angehörigen von Kashoggi.
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