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Bolton hofft auf Trumps Abwahl
Aus HeuteMorgen vom 22.06.2020.
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Ex-Berater meldet sich zu Wort Boltons Werk und Trumps Problem

  • In den USA sorgt seit Tagen ein Buch für Wirbel, das erst am kommenden Dienstag erscheint.
  • Darin schreibt John Bolton über seine Zeit als Nationaler Sicherheitsberater für Präsident Donald Trump.
  • In der Nacht hat Bolton in einem Fernsehinterview erstmals öffentlich über sein Buch gesprochen.

John Bolton nahm kein Blatt vor den Mund: «Trump fehlt die Befähigung für das höchste Amt im Land. Im Umgang mit Diktatoren ist Trump gefährlich naiv.» Der russische Präsident sei überzeugt, dass Trump nach seiner Pfeife tanze. Denn es sei offensichtlich, dass sich der US-Präsident bei seinen Entscheidungen nur von etwas leiten lasse: seiner Wiederwahl.

«Eine Amtszeit können wir überstehen – zwei nicht»

Und selbstverständlich habe Trump die Militärhilfe für die Ukraine von Untersuchungen gegen Joe Biden abhängig gemacht. Hat Trump also gelogen? «Ja – und das nicht zum ersten Mal.»

Perfekt inszenierter Werbespot

Auf neue Informationen oder überraschende Aussagen Boltons wartete man vergeblich. Enttäuschend auch seine Rechtfertigung, weshalb er im Impeachmentverfahren Ende letzten Jahres nicht aussagen wollte: Das hätte nichts gebracht, glaubt Bolton. «Die Meinungen im US-Kongress waren eh schon gemacht», so der frühere Sicherheitsberater.

«Er sollte nicht Präsident sein»

Bolton hofft auf eine Abwahl von Präsident Donald Trump bei der Wahl im November. Er hoffe, dass Trump in die Geschichte eingehen werde als «ein Präsident mit einer Amtszeit, der das Land nicht unwiederbringlich in eine Abwärtsspirale gestürzt hat», sagte Bolton im Interview mit dem Sender ABC.

Die Schlussfolgerung seines Buches sei deutlich: «Ich denke, er sollte nicht Präsident sein.» Bolton sagte, er werde weder für Trump noch für dessen mutmasslichen Herausforderer Joe Biden stimmen.

Wirklich kritische Fragen zu seiner eigenen Rolle im Weissen Haus musste Bolton nicht beantworten. Statt eines echten Interviews wurden seine Aussagen in kleinen Häppchen serviert, angereichert mit viel Archivmaterial und dramatischer Untermalung. Ein perfekt inszenierter Werbespot für ein Buch, das am nächsten Dienstag in die Buchläden kommt.

Video
Trump (engl.): «Wenn das Buch rauskommt, wird er Probleme bekommen»
Aus News-Clip vom 17.06.2020.
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Heute Morgen vom 22.06.2020, 6:07 Uhr

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
    Bolton ist unglaubwürdig und in den USA gerade auch bei den Dems sehr unbeliebt. Eine Frage ist z.B.: Warum hat er nicht gekündigt, wenn er die Zustände so schlimm fand? Offenbar waren sie wohl dafür dann doch nicht schlimm genug...
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  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Wenn Trump seine Umfragewerte weiter sinken, und es ihm dämmert das eine Wiederwahl in die Hose geht, kann ich mir vorstellen, das er einfach hinschmeißt, um auch den Reps noch eins auszuwischen.
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    1. Antwort von Thomas Trefzer  (ttre)
      Mit Pence als Vice käme dann zwar auch ein Republikaner (ex. Demokrat) und erzkonservativer Evangelikaner an's Ruder aber der hätte wenigstens Manieren und wüsste eher wofür die Biebel steht und vermutlich auch (in etwa) was drinsteht.. and then, great again.... ;-)
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Es wäre eigentlich ganz einfach: Die Mehrheit der USA-Bevölkerung sollte zur Einsicht gelangen, dass Trump nicht wiederwählbar ist: Er ist ein veritabler Gesellschaftsspalter in Reich-Arm; Weisse-Schwarze; in Umweltschützer und Gegner u.s.w. Boltons Buch könnte hier mitunter eine Hilfe sein. Wobei Bolton wegen Kriegstreiberei auch keine mögliche Alternative wäre. Man müsste halt in den USA und auch sonst Politiker meiden, die selbst reich oder sehr reich sind und/oder mit Konzernen lobbyieren.
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