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Fahrlässige Tötung? Flut: Staatsanwaltschaft Koblenz prüft Ermittlungsverfahren

  • Nach der Unwetterkatastrophe in Deutschland wird die Justiz tätig. Die Staatsanwaltschaft Koblenz prüft ein Ermittlungsverfahren zum Unwetter im Ahrtal in Rheinland-Pfalz.
  • Es bestehe der Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung – weil möglicherweise nicht oder zu spät gewarnt – oder evakuiert worden sei, schreibt die Staatsanwaltschaft.
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Aus dem Archiv: Die Dörfer an der Ahr hat es schwer getroffen
05:47 min, aus SRF 4 News aktuell vom 20.07.2021.
abspielen. Laufzeit 05:47 Minuten.

Gegen wen sich der Anfangsverdacht richtet, gibt die Staatsanwaltschaft nicht an. Ende Woche hatte die Staatsanwaltschaft noch mitgeteilt, es gebe keine Ermittlungen und man rechne auch in absehbarer Zeit nicht mit einem Verfahren.

In diese Prüfung sollen neben der «umfangreichen Presseberichterstattung» auch Feststellungen aus Todesermittlungsverfahren sowie allgemeine polizeiliche Hinweise aus der Katastrophennacht vom 14./15. Juli einbezogen werden.

Genaue Opferzahl noch unklar

Die Zahl der Menschen, die in der Flutkatastrophe im Ahrtal ums Leben kamen, stieg am Montag auf 138. Weiterhin vermisst werden 26 Bewohner, wie Florian Stadtfeld vom Polizeipräsidium Koblenz mitteilte.

Bis zum Wochenende waren 135 Menschen tot geborgen worden. Identifiziert seien bislang 106 Menschen. Keine Angaben macht die Polizei bislang zur Frage, wie viele Menschen in den einzelnen Orten ums Leben kamen.

SRF 4 News, 2.8.2021, 17:00 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Müller  (PeRoMu)
    Wenn das für eine Anklage seitens der Staatsanwaltschaft Koblenz ausreicht, dann bin ich der Meinung, dass die Angehörigen der Corona-Toten in Schweizer Alters- und Pflegeheimen subito Anklage einreichen sollten. Denn dort waren in der ersten Phase der Pandemie weit mehr Tote zu beklagen, und zwar mangels geeigneter Schutzkonzepte, fehlender Schutzausrüstung etc. des Pflegepersonals.
    1. Antwort von Nicole Meier  (Oliv)
      Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
  • Kommentar von Charles Grossrieder  (View)
    Meines Wissens wurden schwere Schauer in den Medien- und Wetter-Berichten angesagt.
    Die Menge des Niederganges jedoch nicht und diese scheint zu der Katastrophe geführt zu haben; weil wohl niemand mit solchen Quantitäten gerechnet hat.
    Quantitäten, welche alle Rekorde pulverisierten wie es hieß. Wassermengen in Wolken können via Satelliten gemessen werden, wird aber meist in Küsten Gegenden für Hurrikane oder Typhoon Warnungen benutzt. Im Landesinnern vielleicht eher weniger .
  • Kommentar von Erich Deiss  (Erich Deiss)
    Äusserst geschmacklos, diese Staatsanwälte zeigen hier einmal mehr, dass ihr ziemlich schlechter Ruf keineswegs unbegründet ist.
    1. Antwort von David Scherer  (crashwinston)
      Gehts noch?!
      Es sind über 150 Menschen gestorben, das mindestes was getan werden kann ist zu ermitteln ob und wer versagt hat.
    2. Antwort von andi capol  (-:) (:-)
      Hä? Ich habe einige Berichte aus den betroffenen Gebieten angesehen und überall in den Interviews berichteten die Leute, dass sie nicht gewarnt oder viel zu spät gewarnt wurden. Da darf man wohl bei über 150 Toten eine juristische Aufarbeitung erwarten.
    3. Antwort von Erich Deiss  (Erich Deiss)
      @Scherer, Capol: Es ist ein schreckliche Unglück geschehen, weil man auf solche Fälle zu wenig vorbereitet war. Es ist richtig, dafür zu sorgen, dass man beim nächten Mal besser darauf reagieren kann. Aber diese Naturkatastofe als Produkt fahrlässiger Tötung zu bezeichnen kann man schon als geschmacklos bezeichnen. Da kann man geradesogut jeden, der jemals CO2 durch Verbrennen produziert hat, als fahrläsigen Töter bezeichnen.