Zum Inhalt springen
Inhalt

Falls Verhandlungen scheitern Brexit-Minister präsentiert das No-Deal-Szenario

  • Die britische Regierung hat erste konkrete Pläne für ein No-Deal-Szenario vorgelegt.
  • Demnach will sich das Land in vielen Bereichen weiterhin an EU-Regeln und Standards orientieren, um Chaos und Engpässe zu vermeiden.
  • Beide Parteien verhandeln nach wie vor intensiv über ein Abkommen. In verschiedenen Punkten kommt man sich aber nicht näher.
Legende: Video Brexit-Minister Dominic Raab: «Wir müssen auch für ein No-Deal-Szenario bereit sein» abspielen. Laufzeit 00:19 Minuten.
Aus News-Clip vom 23.08.2018.

Brexit-Minister Dominic Raab sagte heute: «Natürlich müssen wir die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass wir keinen Deal erreichen. Aber lassen sie mich eines klar sagen: Das ist nicht was wir wollen und nicht was wir erwarten.» Trotzdem laufen die Vorbereitungen für ein Szenario ohne Abkommen bereits.

Briten bekämen harten Brexit massiv zu spüren

Sollte kein Abkommen zustande kommen, hätte das Auswirkungen auf fast alle Lebensbereiche. EU-Standards für Lebensmittel, Medikamente und Arbeitnehmerrechte sollten vorübergehend weiterhin gelten, so Raab.

Doch das wird nicht überall gelingen. Die Regierung warnt in den bislang 24 veröffentlichten Dokumenten beispielsweise Unternehmen, dass der zollfreie Warenverkehr zwischen der EU und Grossbritannien für den Fall eines No-Deal-Szenarios endet.

Auch bei Dienstleistungen hätte ein Brexit ohne Abkommen weitreichende Konsequenzen, wie aus den Dokumenten hervorgeht. Britische Finanzdienstleister beispielsweise hätten nicht mehr automatisch das Recht, ihre Produkte in der EU anzubieten. Bargeldloses Bezahlen in Euro würde wahrscheinlich für britische Kunden teurer werden.

Hoffnung auf Deal bis Ende des Jahres

Erst zu Beginn der Woche hatten Krankenhausträger vor Engpässen in der Medikamentenversorgung gewarnt, sollte es zu einem chaotischen Brexit kommen. Auch gibt es noch keine neuen Vorschläge, wie der zollfreie Warenverkehr zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland aufrechterhalten werden kann.

Erst am Dienstag traf sich Raab mit dem Brexit-Chefunterhändler der EU, Michel Barnier. Bis spätestens Ende des Jahres soll ein Deal stehen – wenn es denn einen gibt. Grossbritannien scheidet Ende März 2019 aus der EU aus.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

13 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Samuel Müller (Samuel Müller)
    Dass die Engländer keine Angst haben, dass es ihnen wie der Schweiz ergehen könnte! Wohlstand, kaum Arbeitslose, Reichtum und Freiheit für den Grossteil der Bevölkerung und beide Geschlechter! Welch ein Horror Szenario! Ich kann mit diesen Schwarzmalern aus der Schweiz wirklich nix anfangen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Daniel Fuchs (Daniel Fuchs)
    Ein bißchen spät... Man hätte das No Deal Szenario von Anfang an als glaubwürdige Option auf den Tisch legen müssen um bei den Verhandlungen etwas halbwegs brauchbares raus zuholen... Inzwischen ist No Deal wohl in der Tat die beste Lösung für die Briten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    Am 29. März 2019 wird die Welt untergehen, oder zumindest GB, wenn man all den schlauen Kommentaren aus dem Festland glauben will.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen