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Fed-Leitzinsentscheid US-Notenbank hält Leitzins stabil

  • Angesichts der nicht absehbaren Folgen des Irankriegs hält die US-Notenbank den Leitzins stabil.
  • Der Leitzins bleibt in der Spanne von 3.50 bis 3.75 Prozent, wie die Federal Reserve bekanntgab. Es ist die zweite Pause in Folge.
  • Im Zuge des Kriegs treiben Versorgungsengpässe die Ölpreise in die Höhe und lösen Inflationssorgen aus, was Zinssenkungen vorerst unwahrscheinlich macht.

Die US-Notenbank Fed hat ihre Leitzinsen wie erwartet nicht verändert. Die Mehrheit des zwölfköpfigen Zentralbankrates stimmte dafür, den Leitzins in der Spanne von 3.5 bis 3.75 Prozent beizubehalten. Und es dürfte nicht das letzte Mal sein, dass die Fed den Zins nicht anrührt: Denn die Aussicht auf ein Anziehen der Teuerungsrate lässt Zinssenkungen in diesem Jahr in weite Ferne rücken. 

Gebäude mit amerikanischer Flagge und Säulenfront.
Legende: Angesichts von Inflationssorgen infolge des Iran-Kriegs tritt die US-Notenbank Federal Reserve auf die Bremse. AP Photo/J. Scott Applewhite

Elf der zwölf Zentralbankratsmitglieder stimmten für die Beibehaltung des derzeitigen Zinses. Lediglich der Berater von US-Präsident Donald Trump, Stephen Miran, votierte wie bei den vorherigen Sitzungen für eine Senkung.

2025 drei Senkungen, 2026 bislang Ruhe

2025 hatte die Fed drei Mal aus Sorgen um den Arbeitsmarkt den Leitzins um jeweils einen Schritt (25 Basispunkte) gesenkt. Bei ihrer ersten Sitzung im Januar dieses Jahres legte sie dann eine Pause ein.

Noch vor Kriegsbeginn im Iran war am Markt mit zwei Senkungen im späteren Jahresverlauf gerechnet worden. Ob die Fed tatsächlich 2026 noch zwei Mal ihre Zinsen lockert, steht mittlerweile auf dem Prüfstand. «Voraussichtlich wird es bis Juni dauern, bevor die Fed das Leitzinsband erneut um 25 Basispunkte auf dann 3.25 bis 3.5 Prozent senken wird», kommentierte Volkswirt Felix Schmidt von der Privatbank Berenberg vor dem Zinsentscheid. Das Szenario dürfte zudem nur dann eintreten, wenn sich die Lage im Iran entspannt.

Zinssenkungen dürften sich über Monate verzögern

Bei der Frage, ob es zu weiteren Zinssenkungen in diesem Jahr kommt, dürfte der potenzielle Nachfolger von Fed-Chef Jerome Powell indes eine untergeordnete Rolle spielen. Trump hatte Kevin Warsh nominiert, um nach Powells Abgang im Mai die Zentralbank weiterzuführen.

Der Präsident hofft damit, Einfluss auf den geldpolitischen Kurs der USA nehmen zu können und indirekt Zinslockerungen zu erwirken.

Kaum Gründe für weitere Lockerungen

Allerdings dürfte Trumps ewiger Ruf nach Zinssenkungen erst einmal folgenlos bleiben. Denn lockert die Fed das Zinsniveau, dürfte das die Inflation zusätzlich anheizen – das will sie vermeiden.

Zudem ist die US-Wirtschaft im Vergleich zu Europa robuster gegenüber hohen Energiepreisen. Schliesslich sind die Vereinigten Staaten Nettoexporteur von Öl – sie verkaufen mehr Öl ins Ausland als sie selbst importieren – und die US-Wirtschaft profitiert daher von der aktuellen Entwicklung. Die Fed muss also weniger Angst vor einem wirtschaftlichen Einbruch haben und kann sich stattdessen auf die Bekämpfung der Inflation fokussieren. Allerdings: «Sollte der Ölpreisschock anhalten oder sich verstärken, wäre selbst eine erneute Straffung der Geldpolitik nicht mehr auszuschliessen», schrieb Volkswirtin Lena Dräger vom Kiel Institut.

SRF 4 News, 18.03.2026, 20 Uhr ; 

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