Die aktuelle Lage: In einer von den verheerenden Waldbränden schwer gezeichneten Landschaft an der französischen Atlantikküste kämpfen die Einsatzkräfte gegen zahlreiche wiederaufflammende Feuer. Tagsüber habe es 14 Neuausbrüche der Brände in der Region gegeben, sagte die Präfektin von Bordeaux, Sophie Brocas, am Abend in Lège-Cap-Ferret. «Der Brand ist stabilisiert, aber nicht unter Kontrolle», sagte Brocas. «Wir kämpfen Baum um Baum.» Zum Wiederaufflammen der Brände kam es bei Wind und steigenden Temperaturen in Bereichen, in denen das Feuer in den vergangenen Tagen bereits gewütet hatte. Meterweit gibt es nur verbrannten Waldboden, Sand und Asche, dazwischen Bäume mit angesengten Stämmen und vertrockneten Blättern. Weiterhin seien 2750 Feuerwehrleute, 23 Löschflugzeuge und über 1400 Polizeikräfte im Einsatz, sagte die Präfektin. 110 Feuerwehrleute wurden demnach inzwischen im Einsatz verletzt.
Ein flächenmässig kleinerer Brand südwestlich von Bordeaux brachte die Feuerwehr am Vorabend unter Kontrolle. Dort konnten 15'000 Evakuierte zurück in ihre Häuser.
So hilft die Schweiz: Bereits am Samstag sind 34 Feuerwehrleute mit Löschfahrzeugen von Genf nach Bordeaux aufgebrochen. Ihr Einsatz soll laut dem Aussendepartement EDA bis zum 1. August dauern. Von Waldbränden betroffen ist nicht nur die französische Atlantikküste. Deshalb schickte die Schweiz am Dienstagmorgen drei Armeehelikopter des Typs Super Puma zur Waldbrandbekämpfung auf die Insel Korsika. Zusätzlich reisten zwanzig Spezialisten zur Brandbekämpfung mit.
Waldbrände bei Bordeaux und bei Madrid – die Bilder
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Bild 1 von 18. Feuerwehrleute bekämpfen Brände in der Nähe von Arès. Bildquelle: Keystone/AP Photo/Baz Ratner/Pool.
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Bild 2 von 18. Die Feuerwehr kämpft ausserhalb von Bordeaux gegen die Flammen (26.7.2026). Bildquelle: Keystone/AP Photo/Emma Da Silva.
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Bild 3 von 18. Ein Feuerwehrmann kämpft gegen die Flammen in Ares im Département Gironde im Westen Frankreichs (25.7.2026). Bildquelle: Keystone/HANDOUT/DAMIEN REMBERT.
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Bild 4 von 18. Feuerwehrleute kämpfen gegen den Waldbrand bei Lège-Cap-Ferret (24.7.26). Wegen der Brände in der französischen Region um Bordeaux wurden mehr als 150'000 Menschen evakuiert. Bildquelle: Reuters/Handout/DAMIEN REMBERT.
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Bild 5 von 18. Auch schweres Gerät wird im Kampf gegen die Flammen eingesetzt (24.7.26). Bildquelle: Reuters/Handout/DAMIEN REMBERT.
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Bild 6 von 18. Der Wald bei Biscarrosse steht in Flammen (25.7.26). Bildquelle: Keystone/Handout/LOIC MARTIN .
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Bild 7 von 18. In Lege-Cap-Ferret im Departement Gironde verschärft sich die Situation weiter. Bildquelle: Reuters/Stephane Mahe.
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Bild 8 von 18. Mehr als 1000 Feuerwehrleute – hier in Cap Ferret – sind in den betroffenen Regionen im Einsatz. Bildquelle: imago images/Stephane Duprat/ABACAPRESS.
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Bild 9 von 18. Neun Löschflugzeuge und zwei Löschhelikopter stehen in Südwestfrankreich im Einsatz. Bildquelle: imago images/Thibaut Durand/ABACAPRESS.
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Bild 10 von 18. Die Flammen zerstören auch den Friedhof von Cap Ferret. Bildquelle: imago images/First Eye/ABACAPRESS.
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Bild 11 von 18. In Fox-Amphoux bei Pontevès im Departement Var sind die Einsatzkräfte bereits seit Mittwoch im Einsatz. Bildquelle: Reuters/Manon Cruz.
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Bild 12 von 18. Verbrannte Erde nach den Waldbränden. Bildquelle: Keystone/Mariam A. Montesinos.
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Bild 13 von 18. Evakuierte Anwohnende ruhen sich im Messezentrum Bordeaux-Lac aus, das zu einer Notunterkunft umfunktioniert wurde. Bildquelle: Reuters/Manon Cruz.
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Bild 14 von 18. In Spaniens Provinz Avila verbrannten 15'000 Hektaren Wald und 5000 Einwohner mussten evakuiert werden. Bildquelle: Keystone/RAUL SANCHIDRIAN.
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Bild 15 von 18. Auch in Spanien werden die Brände mit Löschflugzeugen bekämpft. Bildquelle: Keystone/MANU FERNANDEZ.
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Bild 16 von 18. Das spanische Dorf Burgohonfo in der Provinz Avila war von den Bränden schwer betroffen. Bildquelle: Keystone/RAUL SANCHIDRIAN.
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Bild 17 von 18. In El Tiemblo (Region Kastilien und Leon) löschen Freiwillige die Brände. Bildquelle: REUTERS/Violeta Santos Moura.
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Bild 18 von 18. Auch Haustiere wurden vor den Bränden – hier in Madrid – in Sicherheit gebracht. Bildquelle: REUTERS/Ana Beltran.
Der Kampf gegen die Flammen: Um dem Feuer die Möglichkeit einer weiteren Ausbreitung zu nehmen, wurden am Montag an zahlreichen Stellen Schneisen in den Wald gerodet. Ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebiete soll damit verhindert werden. Für die Brandbekämpfung sei auch die weitere Wetterentwicklung mit dem Aufkommen von Wind und Hitze wichtig, hiess es von den Behörden.
Seit Mittwoch wurden mehr als 220’000 Menschen in der Ferienregion an der Atlantikküste in Sicherheit gebracht, auch viele Touristinnen und Touristen. Das Feuer hat sich auf bis zu 15 Kilometern der Grossstadt Bordeaux genähert und rund 42’000 Hektar Wald und Buschland zerstört. Das sind 420 Quadratkilometer – beinahe die Fläche des Kantons Obwalden. Seit der Nacht zum Montag hat die Feuerwehr eine weitere Ausbreitung verhindern können, die Lage habe sich stabilisiert.
Harter Schlag für Tourismussektor: Die von Waldbränden betroffene Tourismusregion um Bordeaux bangt unterdessen um die Saison, nachdem die Regierung Touristen aufgerufen hat, vorerst nicht anzureisen. «Das ist ein schwerer Schlag – der Tourismus ist komplett zum Erliegen gekommen, die Saison ist vorbei», sagte der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) der Gironde, Patrick Seguin. «Wir bitten die Französinnen und Franzosen eindringlich, sich nicht in die Gironde zu begeben, solange das Feuer noch nicht unter Kontrolle ist», hatte Regierungssprecherin Maud Bregeon am Montagmorgen gesagt.