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Legende: Video Das Vertrauen ist zerstört worden, sagt Justin Trudeau abspielen. Laufzeit 00:32 Minuten.
Aus News-Clip vom 03.04.2019.
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Folge vom Bestechungsskandal Trudeau wirft zwei Ex-Ministerinnen aus der Partei

  • Kanadas Regierungschef Justin Trudeau hat zwei ehemalige Ministerinnen aus der Liberalen Partei ausgeschlossen.
  • Es handelt sich um Ex-Justizministerin Jody Wilson-Raybould und die einst für Digitales und Finanzen zuständige Jane Philpott.
  • Beide hatten in der Korruptionsaffäre ihren Rücktritt erklärt und dies mit dem Verlust ihres Vertrauens in die Aufklärung des Falls begründet.

Sowohl Wilson-Raybould als auch Philpott hätten sich von der Partei abgewendet und direkte Gespräche – auch mit ihm – verweigert, sagte Trudeau bei einem Parteitag in Ottawa. Alles Vertrauen zu den beiden sei verschwunden. Unter diesen Umständen «können sie auch nicht mehr Teil des Teams sein».

Hintergrund sind Vorwürfe, dass Ermittlungen von Wilson-Raybould gegen die Firma SNC-Lavalin wegen Korruption und Schmiergeldzahlungen unterdrückt worden sein sollen. Das Unternehmen mit Sitz in Montreal soll zwischen 2001 und 2011 Schmiergeld in Höhe von umgerechnet fast 35 Millionen Franken an die Familie des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi gezahlt haben.

Der Fall hat zu Rücktritten von Wilson-Raybould, Philpott sowie dem mit Trudeau befreundeten Chefsekretär und Berater Gerald Butts geführt.

Sie bereue nichts, schrieb Wilson-Raybould auf Twitter, nachdem sie von ihrem Parteiausschluss erfuhr. Sie habe basierend auf «Prinzipien und Werten, die immer über die Partei hinausgehen müssen» getan, was getan werde musste.

Philpott, die einst zu den mächtigsten Frauen in Trudeaus Kabinett gehört hatte, bedauerte, dass sie keine Chance gehabt habe, vor dem Ausschluss mit ihren Parteikollegen zu reden. «Bedauerlicherweise wurde die Entscheidung getroffen, ohne dass mir ermöglicht wurde, mit der Fraktion zu sprechen», teilte sie auf Facebook mit.

Die Anschuldigungen, sie sei nicht loyal gewesen und habe den Premierminister stürzen wollen, basierten auf «Ungenauigkeiten und Unwahrheiten». Weder sie noch Wilson-Raybould seien für die Krise verantwortlich, in der die Partei und der Regierungschef steckten.

Die Affäre hat den einst gefeierten Regierungschef rund sieben Monate vor den Wahlen in Kanada in seine bislang grösste politische Krise gestürzt.

Legende: Video Aus dem Archiv: Kanadas Premier Trudeau unter Druck abspielen. Laufzeit 01:25 Minuten.
Aus Tagesschau vom 01.03.2019.
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3 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Meier  (M.Meier)
    So unzimperlich geht also der so hochgelobte liberale und für alles offene demokrat Justin Trudeau mit zwei Ex-Ministerinnen um, welche einen möglichen Korruptionsskandal melden?
    Würde dies in gewissen europäischen Ländern passieren wären die Medien ausser sich und würden von "Diktatur" und "Machtmissbrauch" usw. sprechen.
    Aber Medienliebling Trudeau darf ja sowas.
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  • Kommentar von M. Jaeger  (jegerlein)
    Wieder mal einer der Toleranz predigt!, solange niemand eine andere Meinung vertritt.
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  • Kommentar von Haller Hans  (H.Haller)
    Schon wieder ein Saubermann und Medienliebling den es erwischt hat, oder einfach nur ein Schmierenkomödiant den man aus Amt und Würden zu drängen will ? - Was genau war den eigentlich da wirklich ? - All das kommt aus den Medienberichten so nämlich gar nie so richtig und genauer hervor. Was wird ihm vorgeworfen und aufgrund von welchen Fakten und (belastbaren) Beweisen ? - Wo wird das genauer abgehandelt ? - NB: Das wäre eigentlich seriöser Journalismus.
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