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Forderung der UNO Frankreich muss Polizeigewalt gegen Gelbwesten untersuchen

  • Die UNO verlangt von Frankreich, die Polizeigewalt gegen die Proteste der Gilets Jaunes zu untersuchen.
  • Das erklärte die UNO-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet in Genf.
Legende: Video Aus dem Archiv: Demonstrant in Paris schwer verletzt abspielen. Laufzeit 01:31 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.02.2019.

Laut Bachelet protestieren die Gelbwesten, weil sie sich ausgeschlossen fühlen von der Teilnahme an der Wirtschaft und öffentlichen Angelegenheiten. Die französische Regierung müsse den Dialog mit den Anhängern der Protestbewegung suchen, erklärte die UNO-Menschenrechtskommissarin.

Sie fordere eine «vertiefte Untersuchung zu Berichten über Fälle exzessiver Gewaltanwendung» durch die Sicherheitskräfte, sagte Bachelet. Neben Frankreich kritisierte die Chilenin auch die Situation von Demonstranten in anderen Staaten wie Venezuela oder Sudan.

Mahnung des Europarates

Der Europarat hatte Frankreich bereits vor gut einer Woche aufgefordert, auf den Einsatz umstrittener Gummimunition gegen Demonstranten zu verzichten. Der Rat verwies dabei auf die zahlreichen Verletzten bei Kundgebungen der Gelbwesten.

Die französische Polizei darf Gummigeschosse anders als in vielen anderen EU-Ländern zum Selbstschutz bei Protesten nutzen. Auch umstrittene Blendgranaten mit Sprengstoffanteilen, die mit lautem Knall und hellem Licht explodieren, kommen zum Einsatz.

Tumulte an Protesten der Gelbwesten.
Legende: Heftige Zusammenstösse: Über 2000 Demonstranten und rund 1300 Sicherheitskräfte wurden bei den Protesten der Gilets Jaunes bereits verletzt. Keystone

Demonstranten erheben Vorwürfe

Die Gilets Jaunes demonstrieren seit gut vier Monaten gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron. Sie werfen der Polizei unter anderem vor, interne Anweisungen zu missachten und mit Gummigeschossen auf die Köpfe der Demonstranten zu zielen. Rund 20 Menschen beklagten den Verlust eines Auges.

Nach Angaben des französischen Innenministeriums von Anfang Februar wurden insgesamt mehr als 2000 Menschen bei den Protesten verletzt, davon wertete das Ministerium 70 als «absolute Notfälle». Dem standen mehr als 1300 verletzte Sicherheitskräfte gegenüber.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Olarte (Oikaner)
    Ja ich finde es wirklich unglaublich was da alles erzählt wird! Abertausende von Demonstranten gehen über Monate, wohlgemerkt an Wochenenden unter anderem für mehr dem. Rechte auf die Strasse, werden zusammengeschossen und verlieren Körperteile. Und die zentralistische Gewalt wird sogar von der UNO gerügt. Aber dann sind es natürlich für den ego-Kleinbürger alles Sozialfälle. Aber schauen Sie, die abertausendene von sog. Sozialfällen mobilisieren sich... Nicht nur in Frankreich
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  • Kommentar von Paul Schoenenberger (Beaumont)
    Unglaublich was da alles erzaehlt wird! Fakt: Seit Mitte Oktober Gelbwesten Blockieren Autobahnen, Einkauszentren, Stadtzentren, pluendern und beschaedigen Detailgeschaefte zu hunderten in ganz Frankreich, legen Braende in vielen Staedten, verbrennen ueber 500 Autos, beschaedigen Rathaeuser und Ministerien Gebaeude, geben Schlaegertrupps gewollt oder ungewollt Schutz. Und nun ist die Polizei Schuld weil sie fuer Recht und Ordnung sorgt. ???? ... !!!!! Die Welt steht auf dem Kopf.
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    1. Antwort von Catherine Beuret (Catherine Beuret)
      Ich gehe mit Ihnen einig, ich mache hier dieselben Erfahrungen. Besonders problematisch ist auch die Lage der kleinen Geschäftsleute. Zerstörte Schaufenster und Weihnachtsumsatz weg, weil die normalen Bürger und Steuerzahler massiv behindert werden. In unserem Dorf tragen die Sozialfälle Gelbwesten. Bietet die Gemeinde sie, gegen Entgelt, zur Mitarbeit auf, ist man sofort krank.
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  • Kommentar von Haller Hans (H.Haller)
    Art. 2 Recht auf Leben (1) - ausgelassen - (2) Eine Tötung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um a) jemanden gegen rechtswidrige Gewalt zu verteidigen; b) jemanden rechtmäßig festzunehmen oder jemanden, dem die Freiheit rechtmäßig entzogen ist, an der Flucht zu hindern; c) einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen. - Ich denke, Macron ist da im "grünen Bereicht"...!
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