- Erneut streiken Pilotinnen und Piloten bei der Lufthansa und ihrer Tochter Eurowings – das hat am Montag für hunderte Flugausfälle gesorgt.
- Allein am Drehkreuz Frankfurt wurden mehr als 570 Starts und Landungen gestrichen – gut 50'000 Passagiere waren betroffen.
- Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit spricht von über 700 gestrichenen Flügen. Der Streik soll morgen fortgesetzt werden.
Noch vor dem Ende des bis Dienstag laufenden Pilotenstreiks hat die Kabinengewerkschaft Ufo die Flugbegleiter zu zwei weiteren vollen Streiktagen bei den Gesellschaften Lufthansa und Lufthansa Cityline ausgerufen.
Frankfurt und München betroffen
Der Ausstand beginne am Mittwoch um 00.01 Uhr und ende am Donnerstag kurz vor Mitternacht, teilte die Ufo mit. Bestreikt werden sollen alle Abflüge der Kernmarke Lufthansa von Frankfurt und München.
Das Kabinenpersonal hatte im Streit über bessere Arbeitsbedingungen erst am Freitag für einen Tag die Arbeit niedergelegt. Am Montag und Dienstag verweigern die Piloten im Tarifstreit mit der Lufthansa den Dienst.
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Bild 1 von 2. Am Flughafen in Frankfurt war am Montag Geduld gefragt. Bildquelle: EPA/RONALD WITTEK.
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Bild 2 von 2. Auch zahlreiche Lufthansa- und Eurowings-Flüge in die Schweiz und aus der Schweiz fallen aus. Die Lufthansa-Tochter Swiss war nicht direkt betroffen. Bildquelle: AP Photo/Matthias Schrader.
Verantwortlich für die Eskalation ist nach Ansicht von Ufo das Unternehmen. «Wir haben es hier mit einer Arbeitgeberseite zu tun, die sich in einer Hardliner-Position eingerichtet hat, während sie unentwegt verkündet, jederzeit verhandlungsbereit zu sein», kritisierte Tarifexperte Harry Jaeger. Lufthansa hatte die Forderungen der Piloten am Montag als «absurd und unerfüllbar» bezeichnet.