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Haben die Demokraten überhaupt eine Chance gegen Trump?
Aus SRF News vom 03.02.2020.
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Gegner für Donald Trump Wie die Demokraten ihren Kandidaten ermitteln

  • Darum schauen heute alle auf Iowa: Im Bundesstaat Iowa beginnen die Demokraten mit ihren Vorwahlen in den Bundesstaaten, bei denen sie ihren Kandidaten für die Präsidentenwahl am 3. November küren. Zwar stellt Iowa im Mittleren Westen nur 41 Delegierte für die nationale Versammlung der Demokraten, aber das dortige Resultat gilt als richtungsweisend für das ganze Land. Die Zahl der Bewerber schrumpft nach dieser Vorwahl gemeinhin auf drei oder vier. Der Gewinner in Iowa war bei den vergangenen fünf Vorwahlen am Ende auch der Kandidat der Demokraten für die Präsidentschaftswahl.
  • So wird der demokratische Kandidat ermittelt: In den nächsten fünf Monaten werden in allen Bundesstaaten Vorwahlen abgehalten, um den demokratischen Kandidaten zu ermitteln. Wer auf dem Parteitag im Sommer als Präsidentschaftskandidat nominiert werden will, muss über alle Bundesstaaten eine Mehrheit der Delegiertenstimmen sammeln. Je nach Einwohnerzahl fallen die Resultate der einzelnen Bundesstaaten stärker ins Gewicht. Kalifornien etwa stellt 415 Delegierte, North Dakota 14. Bei den Demokraten muss der Kandidat oder die Kandidatin mindestens 1990 Delegierte der nationalen Versammlung hinter sich bringen.
  • So werden die Delegierten gestellt I: In sieben Bundesstaaten und Aussengebieten – darunter Iowa – kommt bei den Demokraten das Caucus-Verfahren zum Einsatz: Registrierte Wähler einer Partei treffen sich auf mehreren Versammlungen, wo Vertreter der Kandidaten um ihre Stimmen werben. Dann formieren sich die Parteimitglieder in Gruppen – je nachdem, für welchen Kandidaten sie sind. Aus den entsprechenden Vorwahlergebnissen leitet sich schliesslich die Zahl der Delegierten ab, die auf dem nationalen Parteitag im Sommer für einen spezifischen Kandidaten abstimmen.

  • So werden die Delegierten gestellt II: In den meisten Bundesstaaten wird mittels Primary-Methode gewählt. Diese realisiert sich in geheimen Abstimmungen, die geschlossen oder offen ablaufen. In geschlossenen Primaries dürfen registrierte Wähler nur für einen Bewerber ihrer Partei stimmen. In offenen Primaries dürfen eben diese Anwärter beider Parteien wählen. Den registrierten Wählern steht aber je nur eine Stimme zu.
  • Diese Bedeutung hat der «Super Tuesday»: 16 Bundesstaaten wählen ihre Delegierten am «Super Tuesday», dem 3. März. Und weil mit Kalifornien erstmals der US-Bundesstaat mit der grössten Bevölkerung mit dabei ist, fällt dann womöglich ein Vorentscheid.
  • Das wäre die Bedeutung der Super-Delegierten: Stünde nach einem Wahlgang auf dem Nationalen Parteitag im Sommer durch die Voten der Delegierten kein eindeutiger Sieger fest, kämen noch sogenannte Super-Delegierte zum Einsatz. Sie sind nicht an die Ergebnisse der nun angebrochenen Vorwahlen in den einzelnen Bundesstaaten gebunden.
  • Das sind die Favoriten der Demokraten: Joe Biden, Vize-Präsident unter Barack Obama, führte monatelang klar das Bewerber-Feld an. Hinter ihm folgen Bernie Sanders, Senator von Vermont, und Elizabeth Warren, Senatorin des Bundesstaates Massachusetts. Chancen ausrechnen können sich auch Pete Buttigieg, einstiger Bürgermeister von South Bend im Bundesstaat Indiana, und der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg.

  • Das machen die Republikaner: Auch die Republikaner wählen in Vorwahlen Delegierte, die dann auf ihrem Parteitag einem Präsidentschaftsanwärter ihre Stimme geben. Allerdings gibt es bei der «Grand Old Party» bislang keine ernsthafte Konkurrenz für Donald Trump.

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26 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    "Showtime" einmal mehr in den USA! Es geht nicht um das essentielle und existenzielle Wohl der Bevölkerung, sondern um "Geld-Macht-Spiele"!
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    1. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      Es ist sicher keine Show wenn man zurecht einen Gegenkandidaten oder eine Gegenkandidatin zu Herr Trump aufstellen will, sondern nur Notwendigkeit. Ein erheblicher Teil der Bevölkerung stand und stett nicht hinter Herrn Trump, das sah man schon damals bei den Wahlen des Präsidenten. Denn die Mehrheit der Bevölkerung hatte damals nicht Herr Trump sondern Hillary Clinton gewählt. Herr Tramp gewann nur weil seine Anzahl Wahlmänner höher war.
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    2. Antwort von Max Wyss  (Pdfguru)
      @Lex18 (und andere): Mit ein Grund für die Wahl von Trump waren die Sanders-Anhänger, welche à tout Prix nicht Frau Clinton wählten "Börni or Böst"(sondern entweder wegblieben oder, noch schlimmer, Trump unterstützten).

      Man kann auch sagen, dass Trump das System besser spielte (wobei verschiedene GOP-Tricksereien (nicht Anrechnen von Stimmen, nicht-Anerkennung des Wahlrechts von Minderheiten, etc.) auch mitgeholfen haben).
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  • Kommentar von Gerald Broflovski  (Skankhunt42)
    Bernie Sanders ist für mich der einzige vertrauensvolle Kandidat mit Sinn und Verstand, der seit Jahrzehnten glaubhaft für seine Überzeugungen kämpft.
    Die grösste Wirtschaft der Welt ist auch die asozialste. Bernies Pläne für allgemeine Krankenversicherung und Mindestlohn sind nichts als legitim.
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    1. Antwort von Haller Hans  (H.Haller)
      Berni Sanders wird es nicht sein dürfen und dafür wird der DNC schon noch sorgen. Glauben Sie mir, weder Warren noch Sanders dürfen da ran vorher meldet sich Hillary Clinton zurück um genau das zu verhindern.
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    2. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      Ich glaube kaum dass sich Hillary Clinton so spät noch in den Wahlkampf als Kandidatin einmischen könnte, zumal hätte Sie wohl eher schlechte Chancen. Das ist her Fakenews von Gegnern.
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  • Kommentar von Roger Stahn  (jazz)
    Die Demokraten sind mehr als in einem Dilemma. Sie sind tief gespalten. Da ist der unabhängige Bernie Sanders - ein verkappter Marxist alias Sozialist, der keine Ahnung hat, was seine Politik den fleissigen Steuerzahler schlussendlich kosten wird und nie ein Demokrat war - und Alexandria Ocasio-Cortez (D), die Sanders Kampagne unterstützt. Michael Bloomberg, der seine Kampagne selbst bezahlt, das andere Ende der Kluft darstellt. Und Joe Biden als Favorit, dem das Makel der Korruption anhaftet...
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    1. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      Dass die Demokraten tief gespalten sind ist eher republikanisch gelegte Fakenews. Es ist nur natürlich dass es in einer Partei verschiedene Strömungen gibt. Nur weil man linke Ansichten hat ist man noch lange nicht Marxist. Marx kam übrigens aus reichem Hause, also alles andere als ein glaubhafter Linker.
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    2. Antwort von Max Wyss  (Pdfguru)
      @Lex18: Allerdings ist zu beachten, dass in den USA alles, was in der Schweiz links der SVP angesiedelt würde, als "Sozialist" (oder noch schlimmer) tituliert wird.

      BTW, ich bin mir nicht sicher, ob Sanders auch mit den "Student Loans" aufhören will…
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