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Stellvertretender Generalstaatsanwalt Brian Benczkowski: «Der heutige Tag bringt Gerechtigkeit»
Aus News-Clip vom 17.07.2019.
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Gericht verkündet Strafmass Lebenslänglich für «El Chapo»

  • Der mexikanische Drogenboss Joaquim «El Chapo» Guzmán bleibt lebenslänglich hinter Gittern, ohne Chance auf Bewährung.
  • Dieses Strafmass verkündete heute ein Gericht in New York.
  • In einem der grössten Prozesse zu Drogenkriminalität in der Geschichte der USA hatte eine Jury «El Chapo» im Februar in allen zehn Anklagepunkten für schuldig befunden.

Der mexikanische Drogenboss wurde unter anderem wegen Beteiligung an einer Verbrecherorganisation, für die Herstellung und internationale Verbreitung der Drogen Kokain, Heroin, Methamphetamin und Marihuana sowie wegen Geldwäsche und Gebrauchs von Schusswaffen verurteilt.

«Der heutige Tag bringt Gerechtigkeit», sagte der stellvertretende Generalstaatsanwalt für die Strafabteilung des US-Justizministeriums Brian Benczkowski. «Gerechtigkeit für das amerikanische Volk und für Mexiko, dessen Institutionen Guzmán mit seinem Kartell während Jahrzehnten korrumpiert hat.»

Das Gericht forderte «El Chapo» auf, eine Summe von 12.6 Milliarden Dollar zu zahlen. Dies sei eine «konservative Schätzung» der Summe, die Guzmán aus der Drogenkriminalität eingenommen habe, hatte die Staatsanwaltschaft zuvor mitgeteilt.

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Anwalt Jeffrey Lichtman: «Guzman verdient einen fairen Prozess»
Aus News-Clip vom 17.07.2019.
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Bei der Urteilsverkündung sagte Guzmán, ihm sei ein fairer Prozess verwehrt worden. Er beklagte sich ausserdem über die Haftbedingungen und bezeichnete sie als «psychologische Folter 24 Stunden am Tag». Alles, was Guzmán wollte, sei Fairness gewesen, sagte sein Anwalt. «Egal, was man von ihm hält, er verdient trotzdem einen fairen Prozess.»

Dritte Flucht ausgeschlossen

Zwei Mal ist es «El Chapo» gelungen, in seinem Heimatland Mexiko aus Gefängnissen zu entkommen. Doch noch einmal dürfte er eine solche Flucht wohl nicht mehr schaffen.

Der Drogenboss wird voraussichtlich in einer extrem abgesicherten Haftanstalt in einer entlegenen Gegend der Rocky Mountains untergebracht.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Das Drogenverbrechernetz wird weitergehen auch ohne El Chapo. Hoffentlich werden noch viele weitere Drogenbosse geschnappt und verurteilt.
  • Kommentar von Simon Weber  (Weberson)
    12.6 Milliarden Dollar soll Chapo zurückzahlen. Das ich nicht lache. An wen denn? An die geschädigten US-amerikanischen Drogenabhängigen? Das wird genau so enden wie bei Jordan Belfort der meiner Meinung nach genauso Lebenslänglich verdient hätte.
  • Kommentar von Hans Meier  (H-M)
    Warum wird ein Mexikaner der in Mexiko gefasst wurde an die USA ausgeliefert?
    1. Antwort von Simon Weber  (Weberson)
      Die USA will wohl das von ihren Millionen Drogenabhängigen nach Süden geschmissene Geld zurück - oder jedenfalls einen Teil davon. Und die USA will diesen Mann verräumt haben, genau wie damals Pablo Escobar. Leider wird das im "Kampf gegen die Drogen" nichts bringen. Lateinamerika wurde während dem kalten Krieg eigens von der USA destabilisiert und so sehen die Folgen davon aus.