Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Video Gewalt in Nahost eskaliert abspielen. Laufzeit 00:47 Minuten.
Aus Tagesschau vom 26.03.2019.
Inhalt

Gewalt im Nahen Osten Ruhe nach Schlagabtausch im Gazastreifen

  • Nach Raketenangriffen aus dem Gazastreifen in der Nacht ist es im israelischen Grenzgebiet bis am Mittag weitgehend ruhig geblieben.
  • Militante Palästinenser hatten in der Nacht rund 30 Raketen ins israelische Grenzgebiet abgefeuert.
  • Israels Luftwaffe setzte derweil ihre Angriffe auf Ziele in dem Palästinensergebiet fort.

Nach einer ereignisreichen Nacht sind laut Angaben der israelischen Armee während des Tages bislang kein weiterer Raketenbeschuss aus Gaza erfolgt. Es gibt auch keine Berichte über neue israelische Luftangriffe in dem Palästinensergebiet.

Minister von der konservativen Regierungspartei Likud dementierten jedoch Berichte über eine Waffenruhe. «Wir werden auf jeden Angriff reagieren», sagte Tourismusminister Jariv Levin nach Angaben der Nachrichtenseite «ynet».

Eskalation während der Nacht

Die Armee teilte weiter mit, in der Nacht zum Dienstag seien rund 15 «Terrorziele» im nördlichen Gazastreifen beschossen worden, darunter zwei militärische Anlagen. Ausserdem griffen israelische Panzer und Kampfhubschrauber Hamas-Posten in dem Küstenstreifen an.

Israel reagierte damit auf einen Raketenangriff aus dem Gazastreifen, bei dem am Montag ein Haus nordöstlich von Tel Aviv demoliert worden war, wie ein Armeesprecher in Tel Aviv sagte. Sieben Menschen erlitten Verletzungen, darunter Kleinkinder. Israels Armee machte die Hamas für den Angriff verantwortlich.

Aus dem von der radikalislamischen Hamas beherrschten Gazastreifen wurden in der Nacht weitere Raketen auf den Süden Israels abgefeuert. Dort gaben Luftschutz-Sirenen in der Nacht Alarm, Bewohner brachten sich in Bunker in Sicherheit.

Büro von Hamas-Chef zerstört

Hamas-Sprecher Fausi Barhum hatte am Montagabend eine Waffenruhe verkündet. Ägypten habe die Rückkehr zu einer entsprechenden Vereinbarung vermittelt, sagte er.

Israels Luftwaffe hatte zuvor in Gaza drei Gebäude der Hamas zerstört, darunter das Büro des Hamas-Chefs Ismail Hanija. Bei einer Serie von Angriffen im Gazastreifen seien sieben Palästinenser verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit.

Netanjahu bricht US-Besuch ab

In israelischen Städten im Umkreis des Gazastreifens sollten am Dienstag die Schulen geschlossen bleiben. Israels Militär gab die Anweisung, dass sich nicht mehr als 300 Menschen an einem Ort versammeln dürfen.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu brach wegen der neuen Eskalation seinen Besuch in den USA ab. Nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump reiste er zurück in die Heimat.

Legende: Video Aus dem Archiv: Raketen-Angriff auf Israel abspielen. Laufzeit 01:43 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.03.2019.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

20 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Franziska Schaffner (Franziskasch)
    Nun wurden die Rechte der Palästinenser jedoch lange ehe es eine Hamas gab unterdrückt und missachtet. Israel hat mehrfach bewiesen, dass es sich mit dem Land innerhalb der Grenzen von 1967 nicht zufrieden gibt. Solange die israelische Gesellschaft von rechts aussen bis in die Mitte hinein glaubt, eine einseitige Lösung mit Waffengewalt durchsetzen zu können, ohne irgendwelche Konsequenzen befürchten zu müssen, wird sich wohl auch zukünftig keine Lösung für den Konflikt finden lassen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Werner Portmann (Jackson)
    Die Presse lässt uns glauben, es sei eine Rakete aus Gaza gezündet worden, die ein Haus in Israel traf. Zum Glück konnten die Hausbewohner rechtzeitig im Bunker Schutz finden. Kurz darauf erfolgt die gezielte harte Bestrafung der Israelis. Wer kann beweisen, dass die "Gaza"-Rakete im Gaza abgeschossen wurde ? Gibt es da verlässliche Quellen, wenn ja welche ?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Magdalena Glaus (Bhabiana)
      Zweifeln sie auch sonst alle Nachrichten an, oder nur solche die nicht in ihr Weltbild passen?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Markus Holti (M.A.Holti)
    Es wäre an der Zeit, dass die Uno, die EU wie auch die Schweiz sich endlich klar hinter die einzige Demokratie im Nahen Osten stellen würden. Dies bedeutet, dass keine Gelder mehr an die Palästinesischen Behörden fliessen, durch unterwanderte Behörden wie der UNRWA selbst – in Schulbücher, die gegen alles Jüdische hetzen oder in die korrupte Führung von Abbas und seinem Clan, der in seiner Dissertation den Holocaust in Frage stellt! Es gibt andere vernüftige Palästinenser zum Verhandeln.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen