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Globaler Klima-Aktionstag
Aus Tagesschau vom 06.11.2021.
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Globaler Aktionstag Zehntausende an Klimaprotestmarsch in Glasgow

  • Zehntausende Menschen haben sich im Zuge der Weltklimakonferenz in Glasgow zu einem grossen Protestmarsch für mehr Klimaschutz in Bewegung gesetzt.
  • Ausgestattet mit Bannern, Flaggen und Pappschildern mit Klimabotschaften begannen die Demonstranten am frühen Samstagnachmittag langsam durch die Stadt zu marschieren.
  • Die Demonstranten starteten beim Kelvingrove Park im Westen der schottischen Grossstadt. Ziel der Protestteilnehmer war der Park Glasgow Green einige Kilometer weiter südöstlich.

    Bei der Klimakonferenz COP26 ringen rund 200 Staaten in Glasgow darum, wie das Ziel noch erreicht werden kann, die Erderwärmung auf ein erträgliches Mass von maximal 1.5 Grad zu begrenzen. Geplantes Ende der Konferenz ist der 12. November.

Demonstrierende in Glasgow
Legende: Organisatorinnen und Organisatoren sprachen von über 100'000 Teilnehmenden in Glasgow. Die Polizei teilte keine Schätzung zur Teilnehmerzahl mit. Reuters

Teil eines globalen Aktionstags

Der Protest zur Halbzeit der COP26 ist Teil eines globalen Aktionstags, der nach Hoffnung der Organisatoren Hunderttausende Menschen weltweit auf die Strasse bringen sollte, darunter trotz Regenwetters allein Zehntausende in Glasgow. Organisatorinnen und Organisatoren sprachen von über 100'000 Teilnehmenden in Glasgow, in der niederländischen Hauptstadt Amsterdam war von rund 40'000 Demonstrierenden die Rede. Mehr als 300 Aktionen waren nach Angaben der Veranstalter rund um den Globus geplant. Auch in Dublin, London und weiteren britischen Städten kamen viele Demonstranten zu Protesten zusammen. «Systemwandel, nicht Klimawandel!», stand auf einem grossen Banner an der Spitze eines Protestmarsches in London.

Demonstrierende in Zürich, Lausanne und Genf

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Legende: Die Kundgebung in Lausanne endete in einem Sitzstreik vor der UBS, wo Demonstranten die Grossbanken als «Hauptschuldige» am Klimawandel anprangerten. Keystone

Um die 150 Personen sind am Samstag dem Aufruf des Klimastreiks Zürich gefolgt: Auf dem Helvetiaplatz haben sie sich gegen die internationale Klimakonferenz versammelt, die ihrer Ansicht nach bisher nichts erreicht hat.

Auf dem Helvetiaplatz gab es Reden und «System change not climate change»-Rufe, bevor sich die Teilnehmenden zum bewilligten Demonstrationsumzug aufmachten. Auf den mitgeführten Plakaten und Transparenten stand etwa «Klimakiller enteignen!».

Auch in Lausanne und Genf sind mehrere hundert Menschen auf die Strasse gegangen. In Lausanne demonstrierten etwa 500 Menschen gegen die «schönen Worte» und «Greenwashing» vom Klimagipfel. In Genf besetzten 50 Aktivistinnen und Aktivisten mehrere Parks und machten auf die Bedrohung von Bäumen und Artenvielfalt aufmerksam.

Am Sonntag planen die Demo-Veranstalter einen «Gegengipfel» zur internationalen Klimakonferenz, die derzeit in Glasgow stattfindet. In Zürich sollen «ökosozialistische Alternativen» zur Lösung des Klimawandels diskutiert werden, wie die Veranstalter im Vorfeld mitteilten.

Klimaaktivistinnen fordern sinnvolle Massnahmen

Bereits am Freitag hatten Tausende Menschen bei einer Klimademo in Glasgow mehr Tempo von den Staaten beim Klimaschutz gefordert. Die führende Klimaaktivistin Greta Thunberg aus Schweden hatte in einer Rede vor den Demonstranten erneute Kritik an der Konferenz geäussert. Es handele sich um «ein Greenwashing-Festival des globalen Nordens, eine zweiwöchige Feier des Business as usual und des Blablabla», sagte sie. Auch bei dem Protest am Samstag sollte sie dabei sein.

Schottlands Premierministerin Nicola Sturgeon steht in der Mitte neben Greta Thunberg und Vanessa Nakate
Legende: Schottlands Premierministerin Nicola Sturgeon mit Klimaaktivistinnen Greta Thunberg und Vanessa Nakate zu Beginn des Klimagipfels in Glasgow. Reuters

Die ugandische Klimaaktivistin Vanessa Nakate berichtete vor ihren Mitdemonstranten von Klima- und Umweltkrisen, die bereits heute immense Probleme in ihrer Heimat bereiteten. «Viele Schulen werden von Extremwetterereignissen zerstört», sagte sie am späten Nachmittag vor der Menge. «Bei der Klima- und Umweltkrise geht es um Menschen, echte Menschen», betonte Nakate. Man müsse die Staatenlenker dazu auffordern, sinnvolle Massnahmen zu ergreifen, anstatt sinnlose Gipfel abzuhalten.

SRF 4 News, 06.11.2021, 19:00 Uhr;

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