- Tausende Menschen haben am Samstagmittag in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen gegen die Grönland-Pläne von US-Präsident Donald Trump demonstriert.
- Auch in weiteren dänischen Städten und auch in Grönland selbst sind Demonstrationen gegen die US-Politik geplant.
- Im Vorfeld der Proteste solidarisierten sich mehrere US-Parlamentarier mit den Dänen und Grönländern.
«Die Botschaft aus Kopenhagen ist laut und deutlich. Grönland ist keine Handelsware», sagte Oberbürgermeisterin Sisse Marie Welling dänischen Medien zufolge.
Auf dem Rathausplatz warten etliche Grönland- und Dänemarkfahnen zu sehen. Die riesige Arktisinsel, die Trump für die Sicherheit der USA übernehmen will, ist Teil des Königreichs Dänemark. «Grönland steht nicht zum Verkauf», war auf einem Schild der Demonstranten zu lesen.
Dies ist nicht nur ein Kampf für Grönland, sondern für die ganze Welt.
«Wir fordern die Achtung des Selbstbestimmungsrechts Grönlands und die Achtung des grönländischen Volkes. Dies ist nicht nur ein Kampf für Grönland, sondern auch für die ganze Welt», hatte Poul Johannesen, Initiator der grönländischen Bürgerinitiative «Hände weg von Kalaallit Nunaat», zur Ankündigung der Demonstration auf Grönland gesagt.
US-Parlamentarier wollen mit Rubio sprechen
Vor dem Start der Kopenhagener Demo bekräftigten mehrere US-Parlamentarier ihre Unterstützung des Widerstands gegen Trump. «Grönland ist Teil Dänemarks, und Dänemark ist ein Nato-Verbündeter», sagte der demokratische Senator Chris Coons während einer Pressekonferenz in der dänischen Hauptstadt. «Meiner Meinung nach sollte damit diese Diskussion beendet sein.»
Trump hatte wiederholt gesagt, dass die Vereinigten Staaten das grösstenteils von Eis bedeckte Grönland übernehmen wollen. Trump begründet dies mit einer Bedrohung durch China und Russland in der Region. Ländern, die gegen sein Vorhaben eintreten, drohte er zuletzt mit Strafzöllen. Die Delegation aus den USA kündigte an, mit US-Aussenminister Marco Rubio Kontakt aufnehmen zu wollen.
Die elf US-Parlamentarier, die nach Dänemark gereist waren, kündigten an, dass sie mit US-Aussenminister Marco Rubio Kontakt aufnehmen wollten. Weiter versuchten sie zu verdeutlichen, dass Trumps Vorhaben in den USA auch auf Widerstand stosse. Zwar gehörten zu der Gruppe nur zwei Vertreter von Trumps republikanischer Partei. Dies sei aber kein Zeichen dafür, dass sich die Republikaner in Gänze nicht für das Thema interessierten oder schon für eine Seite entschieden hätten, sagte die republikanische US-Senatorin Lisa Murkowski.