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Legende: Video Trump legt im Handelsstreit mit China nach abspielen. Laufzeit 01:10 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.05.2019.
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Handelsstreit USA-China Trump droht mit weiteren Zöllen

  • Im Handelskonflikt zwischen den USA und China droht eine weitere Eskalation.
  • US-Präsident Trump will die bestehenden Sonderzölle auf alle verbleibenden Importe aus China ausweiten.
  • Betroffen wären Waren im Wert von rund 300 Milliarden Dollar.

Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer teilte mit, er habe von Präsident Trump die Anweisung erhalten, mit der Ausweitung der 25-prozentigen Sonderzölle auf sämtliche verbleibenden Importe aus China zu beginnen. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefällt.

Verhandlungen ohne Durchbruch

Zweitägige Handelsgespräche zwischen den USA und China in Washington waren am Freitag ohne Durchbruch zu Ende gegangen. Ungeachtet der laufenden Gespräche war in der Nacht bereits die von Trump angekündigte Anhebung der Sonderabgaben auf Importe aus China im Wert von 200 Milliarden Dollar in Kraft getreten. Die Zölle stiegen von bisher zehn auf 25 Prozent.

China gab sich wenig beeindruckt. «Ich denke nicht, dass die Gespräche geplatzt sind. Im Gegenteil», sagte Chefunterhändler Liu He vor der Abreise aus Washington. «Es ist normal und unausweichlich, kleine Rückschläge und Wendungen in Gesprächen zu haben», sagte der chinesische Vizepremier.

Liu He gab sich «vorsichtig optimistisch.» Es sei vereinbart worden, die Gespräche «in der näheren Zukunft» in Peking fortzusetzen.

Drohende Eskalation

Mit der Erhöhung und den Plänen für eine Ausweitung der Zölle verschärft Trump den Handelskrieg zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften. Experten warnen vor schädlichen Auswirkungen auch auf die Weltwirtschaft.

Legende: Video Aus dem Archiv: Schweizer Betriebe ächzen unter dem Handelsstreit abspielen. Laufzeit 01:34 Minuten.
Aus Tagesschau vom 10.05.2019.

China will die Sonderzölle nicht tatenlos hinnehmen und kündigte «notwendige Gegenmassnahmen» an, ohne aber Details zu nennen. Auffällig war, dass beide Seiten trotz der Eskalation weiter demonstrativ freundliche Töne anschlugen – möglicherweise um die Finanzmärkte nicht zu verunsichern.

Höhere Preise für Konsumenten

Trumps Argumentation, dass die US-Wirtschaft von seinen Zöllen profitiere, weil sie die Kassen der US-Finanzbehörden füllten, wiesen verschiedene Experten zurück. Zölle würden zunächst von den Importeuren bezahlt und dann meist über höhere Preise an die Konsumenten weitergeleitet. Leidtragende der Zusatzzölle seien somit vor allem die amerikanischen Verbraucher, die höhere Preise für die Importprodukte zahlen müssten.

Im Handelsstreit fordern die USA wegen ihres grossen Handelsdefizits mit China grösseren Marktzugang, einen besseren Schutz von Urheberrechten und Geschäftsgeheimnissen oder auch zusätzliche Bemühungen, um zwangsweisen Technologietransfer zu verhindern. Auch stören sich die USA an staatlichen Subventionen Chinas, die den Markt verzerren.

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36 Kommentare

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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    @Bär,Kirchhoff,Gruen: Habe keine Einwände gegen ihre Argumente. Aber: Der Zweibeiner ist kein nettes Wesen, trotz Denkapparat. Schauen Sie sich den Umgang im Internet, am Arbeitsplatz, zwischen Parteien, zwischen den Religionen, im org. Verbrechen usw.,an. Dies ist überall gleich: Die grosse Mehrheit, 999 von 1000, ist friedlich. Aber eben, 1er/1ne, geht für Macht, Geld, Religion oder Ideologie über Leichen. Leider sind von Denen Zuviele an den Hebeln der Macht. So ist ECHTER FRIEDEN unmöglich.
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    1. Antwort von M. Roe  (M. Roe)
      Es werden wie immer die "Stärksten" und Intelligentesten" überleben, da brauchen wir uns gar keine Sorge zu machen. So war es schon immer und so wird es immer sein. Die gezielte "Unordnung" und der erwünschte Zerfall der Gesellschaft wird den Linken und den "Gutmenschen" als Boomerang um die Ohren sausen. Erst kurz vor dem Ende wird Man/Frau bemerken, dass die heute verschrieenen Populisten die Stärkeren sind, welche den Schwächeren helfen könnten. Schwache können niemandem helfen!
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  • Kommentar von Marcel Gafner  (MaGafi)
    Das letzte Aufbäumen der USA, weil gegen China haben die USA schon verloren. Ich habe in beiden Ländern gearbeitet und dir Industrie in China ist auf dem Vormarsch und da sind die USA schon seit geraumer Zeit im Hintertreffen. China ist heute der grösste Automobilhersteller der Welt mit über 20Mio. Fahrzeugen. China ist heute schon die neue Welt acht, nur viele wollen das nicht wahrhaben.
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    1. Antwort von M. Roe  (M. Roe)
      Zuerst muss man aber die China-Autos auch einkaufen, bevor sie an der Weltspitze sind.
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    2. Antwort von Charles Morgenthaler  (ChM)
      Warten Sie ab, Frau Roe, selbst die jährlich fabrizierten 20 Mio. Fahrzeuge reichen kaum aus um Chinas Eigenbedarf zu decken. Darum können sie auch noch nicht gross in den Westen exportieren. Das wird sich garantiert ändern, China erhöht ständig seine Kapazitäten und verbessert auch die Qualität seiner Produkte. Die westliche Autoindustrie wird sich warm anziehen müssen, schon sehr bald.
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  • Kommentar von Simon Johannes  (simon.johannes)
    Trump weiss wie man Verträge schliesst. Und die Regelung des Diebstahls von geistigem Eigentum mit China ist dringend überfällig. Schwach, dass die EU und die Schweiz sich einfach über den Tisch ziehen lassen. Man sollte von China als Vertragspartner verlangen, dass das geistige Eigentum respektiert wird, da man ansonsten seine Wirtschaft zum Ausverkauf preis gibt.
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    1. Antwort von Marc Bühler  (Capten Demokratie)
      Der Schwindel mit dem geistigen Eigentum. Der Mensch Kopiert, das liegt in der Natur des Menschen. Würden wir das nicht tun wären wir längst ausgestorben. Die USA geben selbst nichts auf geistiges Eigentum.warum sollten andere sich dran halten? China müsste nur mal Chash verlangen für ihre Güter und der Dollar Sakt ab. China kauft Gold wie blöd mit den Russen. Der Dollar wird in 10 Jahren Geschichte sein! Harte Währung haben Zukunft, der rest wird untergehen oder der Kapitalismus wird begraben.
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    2. Antwort von Simon Johannes  (simon.johannes)
      @Marc Bühler: Bitte schütten Sie das Kind nicht mit dem Bade aus. Es gibt ganz klar Übertreibungen und Geldmacherei im Bereich des geistigen Eigentums. Allerdings würden wir ohne Eigentumsschutz den bestrafen, der lange studiert (und zwar handfest und meist ausserhalb der Universitäten), forscht und plant. Viele Erfindungen wären nicht finanzierbar, alleine in Ihrer Entwicklung. Natürlich gibt es leider auch Patente, die man verschwinden lässt. Das ist natürlich übler Missbrauch.
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