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Handelskonflikt spürbar Chinas Exporte brechen ein

  • Der Handelsstreit mit den USA belastet den chinesischen Aussenhandel stärker als erwartet.
  • Chinas Exporte gingen im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 20.7 Prozent zurück. Die staatliche Zollverwaltung berichtet ausserdem von 5.2 Prozent weniger Importen.
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Aus dem Archiv: Wirtschaftswachstum in China nimmt ab
Aus 10vor10 vom 04.03.2019.
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Ein Ende des Konfliktes zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften scheint aus Sicht des chinesischen Aussenministers Wang Yi näherzurücken: China und die USA hätten «substanzielle Fortschritte» in ihren Verhandlungen gemacht.

Wang Yi sah in den Gesprächen sogar «ein gutes Beispiel für Kooperation», wie er auf einer Pressekonferenz anlässlich der Jahrestagung des Volkskongresses sagte.

Treffen der beiden Staatschefs auf der Kippe

Die Verhandlungen gestalten sich in der Schlussphase aber schwierig. «Wir haben noch weiter viel zu tun», zitierte die «New York Times» Handelsminister Zhong Shan. Wie die USA kontrollieren können, ob China die Vereinbarungen einhält und wann genau die Strafzölle aufgehoben werden, ist nach wie vor nicht geklärt.

Ob sich Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und Donald Trump treffen und sich einigen werden, scheint ohne Durchbruch in den Verhandlungen fraglich. Auch fürchtet Peking die Unberechenbarkeit von Trump, der gerne selbst und manchmal überraschend noch letzte Entscheidungen fällt.

Der Handelsstreit liess Chinas Exporte allein in die USA in den ersten beiden Monaten um 9.9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fallen, berichtete Chinas Zoll.

Kein Ende in Sicht

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Zwei Fäuste mit USA- und China-Fahne.
Legende:Colourbox

Die USA und China stehen noch nicht vor einem Durchbruch im Handelsstreit. In den Verhandlungen gibt es weiter unterschiedliche Positionen, die nach Einschätzung des amerikanischen Botschafters in Peking, Terry Branstad, weitere Gespräche notwendig machen. Bisher sei noch kein Termin für einen Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping festgelegt worden, sagte Botschafter Branstad in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung «Wall Street Journal». Zwar hätten beide Seiten zugestimmt, dass bei den Handelsgesprächen «signifikanter Fortschritt» erzielt worden sei. Es gebe auch das Gefühl, dass man einer Einigung sehr nahe sei, aber: «Eine Übereinkunft ist noch nicht erreicht worden», erklärte Branstad und dämpfte damit die Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Handelsstreits. (awp)

Die Importe aus den USA gingen im Januar und Februar sogar um 32.2 Prozent zurück. Trotz des Rückgangs der Exporte verkaufte China für 290 Milliarden US-Dollar mehr Waren auf den US-Markt als es von dort importierte. Dieser Handelsüberschuss stieg um 3.9 Prozent.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Abgesehen von dem Handelskrieg des Amerikaners, ist in den Wohlstandsländern aber langsam auch eine Sättigung erreicht. Viele haben einfach schon alles.Den weniger betuchten fehlt das Geld. Auch die Probleme mit dem ganzen Müll, lässt einige zum Glück auch anfangen nachzudenken, ob es denn wirklich etwas Neues sein muss.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Rein Wirtschaftlich und Global gesehen ist die Globalisierung ein Riesen Erfolg, natürlich nicht für uns die es gut geht und im Luxus leben, aber viele anderen auf dieser Welt geht es viel besser und das wollten wir doch? Und wer meint andern gehe es nur besser und wir müssen nichts abgeben, dann sage ich das sind Träumer. Unabhängig ob man die Regierung in China gut findet oder nicht, sie hat einige Hundert Millionen Menschen aus der Armut geführt!
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    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Herr Röthenmund, dieser von Ihnen gepriesene "Riesenerfolg" den bezahlen Millionen von Menschen, die aus ländlichen Gebieten durch eben diese globalisierten Attacken auf deren Lebensgrundlagen in die Städte migrieren müssen. Unter Bedingungen, die oft mehr Konzentrationslagern als etwas anderes gleichen fristen diese dort ihr Dasein. Auch, wenn wir in unseren Breitengraden noch nicht soviel davon zu spüren bekommen, die Migrationsbewegungen weltweit erzählen da eine ganz andere Geschichte.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Wie viel vom Exportierten ob China oder überall ist einfach unnützer, schädlicher Schrott. Dessen Werdegang etwas so aussieht: Produziert - Exportiert - Bereit zur Entsorgung?
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    1. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      Huawei Handys Schrott? Hä?
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    2. Antwort von Adi Berger  (Adi B.)
      Huawei Handies sind im Preis-Leistungsverhältnis etwa das Beste auf dem Markt
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    3. Antwort von Hans Peter Auer  (Ural620)
      Bin betreffend Smartphone und deren Praeferenzen jetzt nicht wirklich ein Hirsch und wuerde mich als Otto Normalo bezeichnen. Nach 3 Smartphones erster Generation mit Dual SIM von anderen Hersteller, habe ich vor ca. 1 Jahr zu einem Honor (soll ja eine Tochterfirma von Huawei sein) gewechselt und bin damit fuer meine Ansprueche sehr zufrieden. Preis ca.CHF 130-Leistung fuer mich OK. Was also will ich mehr? Schrott sieht fuer mich jedenfalls anders aus!
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    4. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Herr Auer, falls Sie Ihren Beitrag auf meinen beziehen, möchte ich doch bitten, dass Sie genau lesen. Denn es geht hier nicht um ein Einzel'Teil'. Es geht mir hier, um die Absurdität der Produktion in Zeiten unkontrollierbarer Produktions- und Finanzflüssen, die immer noch dem Märchen des regulierenden Händchens des göttlichen Marktes aufsitzten tut. Dies ob in China oder bei uns oder wo auch immer. Herr Müller und Herr Berger haben diese Warenflut auf ein Smartphoney heruntergebrochen....
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    5. Antwort von Stephan Roos  (SR)
      Bin da für einmal ganz bei Ihnen Frau Kunz. Zu viel wird produziert und landet früher oder später auf dem Müll. Egal welche Handys, Hauhaltgeräte usw. Deshalb Sorge tragen und nachhaltig denken. Es gibt wirklich zu viele Dinge, von welchen manche glauben sie seien nützlich. Habe mich kürzlich genervt, als ich nach dem Kauf entdeckte, dass der Schnittlauch tatsächlich aus Uganda stammte...
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    6. Antwort von Hans Peter Auer  (Ural620)
      @antigone kunz 14:03 Uhr: Ihr Staement ist verstaendlich und sicherlich korrekt begruendet. Doch gibt es Produkte, welche bspw. in der CH nicht hergestellt bzw. produziert werden, also bleibt halt eben nur der Import. Egal, ob es sich nun um ein Smartphone, oder um ein anderes Produkt handelt, irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo das alte Produkt das Zeitliche segnet, oder schon gesegnet hat. Bleiben da nur 2 Variationen: 1. Der Verzicht, oder 2. Der Import, welcher vermutlich eher bevorzugt wird.
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