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Hilfsgüter für Kuba Segelboote mit Verspätung in Havanna angekommen

  • Zwei Segelboote mit humanitären Hilfsgütern für Kuba sind am Samstag in Havanna eingetroffen.
  • Die neunköpfige Besatzung, bestehend aus Amerikanern, Franzosen und Deutschen, darunter ein vierjähriges Kind, wirkte bei ihrer Ankunft in der kubanischen Hauptstadt bei guter Gesundheit, wie ein AFP-Journalist feststellte.
  • Die beiden Boote wurden zeitweise vermisst und international gesucht.

Die «Friend Ship» und die «Tiger Moth» brachten die letzten Ladungen der internationalen humanitären Initiative «Nuestra America» («Unser Amerika»), die angesichts der US-Ölblockade, die die Energie- und Wirtschaftskrise der Insel verschärft, Hilfsgüter nach Kuba transportiert.

Internationale Suchaktion

Die beiden Boote, die vor einer Woche von Isla Mujeres im Südosten Mexikos ausgelaufen waren, waren zwischen Donnerstag und Samstag verschwunden, was internationale Besorgnis und Suchaktionen ausgelöst hatte.

«Es tut uns leid, dass wir den Leuten Sorgen bereitet haben. Wir waren nie wirklich in Gefahr», erklärte der Sprecher der Expedition, Adnaan Stumo, und fügte hinzu, dass die beiden Segelboote aufgrund schlechter Wetterbedingungen einen Umweg nehmen mussten und den Kontakt zur mexikanischen Marine verloren hatten, da ihre Satellitenverbindung «im Eimer» war.

Die beiden Segelschiffe legen im Hafen von Havanna an.
Legende: Die beiden Segelschiffen haben am Samstag (Ortszeit) im Hafen von Havanna angelegt. EPA/Ernesto Mastrascusa

Die mexikanische Marine hatte am Donnerstag eine Such- und Rettungsaktion eingeleitet, nachdem sie jeglichen Kontakt zu den beiden Booten verloren hatte. Eines ihrer Flugzeuge hatte die beiden Segelboote schliesslich am Samstag 80 Seemeilen (etwa 148 km) nordwestlich von Havanna ausgemacht, und es konnte Funkkontakt hergestellt werden. Ausserdem sei laut Mexiko ein Schiff «zur Unterstützung» entsandt worden.

Ölblockade und Stromausfälle

US-Präsident Donald Trump verhängte im Januar eine Ölblockade gegen Kuba, nachdem US-Streitkräfte Anfang Januar den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gefangen genommen hatten und Caracas, Kubas wichtigster Kraftstofflieferant der letzten 25 Jahre, die Öllieferungen abrupt eingestellt hatte.

Die Insel hat seit Ende 2024 mehrere allgemeine Stromausfälle erlebt.

SRF 4 News, 29.03.2026, 03:00 Uhr ; 

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