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Hinweise auf Terrormotiv Polizei in Utrecht nimmt weiteren Verdächtigen fest

Wen hat die Polizei verhaftet? Der Verdächtige sei bereits am Dienstagnachmittag von einer Spezialeinheit festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Einzelheiten zu dem Verdacht gegen den Mann nannten die Strafverfolger nicht.

Legende: Video Aus dem Archiv: Schüsse in Utrechter Tram abspielen. Laufzeit 01:26 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.03.2019.

Wer gilt als Hauptverdächtiger? Das ist der 37-Jährige, der am Montagabend nach stundenlanger Fahndung festgenommen worden war. Er soll am Montag in einer Strassenbahn drei Menschen erschossen und drei weitere Personen schwer verletzt haben. Der Hauptverdächtige wurde in der Türkei geboren. Zwei weitere Männer, die bereits am Montag festgenommen worden waren, wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft inzwischen aus der Haft entlassen. Sie seien nicht länger verdächtigt.

War es ein Terroranschlag? Die Polizei schliesst nicht aus, dass es ein terroristisches Motiv für die Tat gab. Dafür spreche ein im Fluchtwagen gefundener Brief und die Art der Tatausführung. Andere Motive würden aber nicht ausgeschlossen, hiess es weiter.

Kann eine Beziehungstat ausgeschlossen werden? Die bisherigen Ermittlungen hätten keine Hinweise auf irgendeine Beziehung zwischen dem Hauptverdächtigen und den Opfern ergeben, teilte die Polizei mit. Zuvor war über eine Beziehungstat spekuliert worden.

Was macht die Politik: Das niederländische Parlament in Den Haag gedachte der Opfer am Dienstag mit einer Schweigeminute. «Utrecht liegt im Herzen unseres Landes», sagte Ministerpräsident Mark Rutte. «Die Niederlande sind ins Herz getroffen worden.» Rechtspopulist Geert Wilders forderte im Parlament den Rücktritt von Justizminister Ferdinand Grapperhaus. Der Hauptverdächtige habe zahlreiche Vorstrafen und sei erst kürzlich freigelassen worden, was niemals hätte geschehen dürfen. «Sie sind dafür verantwortlich», sagte Wilders zu Grapperhaus. «Sie müssen zurücktreten! Abhauen!» Am Mittwoch werden in den Niederlanden Wahlen für die Provinzparlamente abgehalten.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Nico Basler (Bebbi 1)
    Im Gegensatz zu 30% der Schweizer haben die Niederländer begriffen, dass Populisten Probleme nur bewirtschaften und nicht lösen. Deshalb werden Wilders und Co heute, bei den Wahlen der Provinzparlamenten einmal mehr eine Klatsche einfahren. Genau so wie vor einem Jahr bei den Gemeinderatswahlen.
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  • Kommentar von Nico Basler (Bebbi 1)
    An die lieben "Daumen runter". Das Statement der Parlamentspräsidentin gegenüber Wilders war geradezu diplomatisch im Vergleich zu den Bemerkungen seiner Ratskollegen und den Medien. Nein, NL ist alles andere als links.
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  • Kommentar von Daniel Schmidlin (Queren life)
    Die rechtsextreme Gewalt hat ihren Ursprung in der Rassentrennung. Die islamistische Gewalt hat ihren Ursprung in der Religion. Für mich sind beide Wege Irrwege gegen menschliche Vernunft. Es ist für mich nicht angebracht, die eine Seite zu tabuisieren. Auch Luther war bereit, seine Religion mit Gewalt durchzusetzen.
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