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Legende: Video Das Lager in Libyen nach dem Angriff abspielen. Laufzeit 00:15 Minuten.
Aus News-Clip vom 03.07.2019.
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In Libyens Hauptstadt Tripolis Dutzende Tote bei Luftangriff auf Flüchtlingslager

  • Bei einem Luftangriff auf ein Flüchtlingslager in der libyschen Hauptstadt Tripolis sind nach ersten Angaben Dutzende Menschen getötet und verletzt worden.
  • Das berichten mehrere Nachrichtenagenturen, unter Berufung auf libysche Behördenvertreter und Verantwortliche des Lagers.
  • Die Rede ist demnach von mindestens 35 Toten und 70 Verletzten.
Ein Mann telefoniert vor einem zerstörten Gebäude des angegriffenen Flüchtlingslagers
Legende: Ein zerstörtes Gebäude des angegriffenen Flüchtlingslagers in Tripolis. Reuters

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR zeigte sich in einer ersten Reaktion auf Twitter «äusserst besorgt». Details nannte das Hilfswerk nicht.

In der Nähe des Flüchtlingslagers im Vorort Tajoura befinden sich mehrere militärische Einrichtungen von Truppen, die der international anerkannten Regierung nahestehen. Diese kämpfen gegen Truppen des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar.

Am Montag hatten Haftars Truppen, die Libysche Nationalarmee (LNA), aus dem Osten des Landes schwere Luftangriffe auf Tripolis angekündigt, nachdem andere kriegerische Massnahmen erfolglos gewesen seien. Mitarbeitende des betroffenen Flüchtlingslagers machten Haftars Nationalarmee für den Angriff verantwortlich. Die LNA bestritt, den Luftangriff verübt zu haben.

Vor allem afrikanische Migranten in den Lagern

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  • In dem Lager sind vor allem Migranten aus Sudan, Eritrea und Somalia untergebracht, die auf ihrem Weg nach Europa in Libyen aufgegriffen wurden.
  • Tausende sitzen in diesen Lagern, die von der libyschen Regierung im Westen des Landes betrieben werden, fest.
  • Menschenrechtsgruppen und die Vereinten Nationen bezeichnen die Zustände in den Lagern häufig als unmenschlich.

Erbitterte Kämpfe um Tripolis

Haftar hatte Anfang April eine Offensive auf Tripolis gestartet, wo die international anerkannte Regierung Libyens ihren Sitz hat. Regierungstreue Truppen und Einheiten Haftars liefern sich seither erbitterte Kämpfe um die Kontrolle der Hauptstadt.

Nach UNO-Angaben wurden bisher mehr als 650 Menschen getötet. Der abtrünnige General unterstützt eine Gegenregierung im Osten des Krisenstaates.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Das die Flüchtlingslagers in Libyen nicht geräumt werden ist ein Hohn. Die Flüchtlinge haben keine Perspektiven und Aussicht auf Europa. Warum also lässt man sie in diesen Lagern schmoren? Die Flüchtlingsorganisationen, Hilfswerke etc. sollten beitragen, diese Menschen in ihre Heimatländer zurück zuführen. Was bringt es, wenn dauernd die Zustände, Folter etc. bemängelt werden und das seit Jahren. Nicht zusehen, sondern endlich handeln. Geld das die EU an Libyen zahlt für Rückführungen benutzen.
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    1. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      Das sind nicht Flüchtlingslager, sondern Gefangenenlager der sogenannten Regierung und anderen Milizen. Hilfswerke haben dort gar keinen Zutritt und den Betreibern der Lager geht es nicht um Grenzschutz, Verfahren, was auch immer. Es geht darum Lösegelder zu erpressen. Die Betreiber haben deshalb kein Interesse an Rückführungen. "Nicht zusehen, sondern endlich handeln" würde also bedeuten mit einer Armee einzumarschieren und die Menschen zu befreien. Stellen Sie sich freiwillig zur Verfügung?
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    2. Antwort von Cyrill Pürro  (Cyrill.P.Kerry)
      Da stimme ich Ihnen zu. Ich habe nichts dagegen, wieviele Flüchtlinge nach Europa kommen und woher sie stammen. Dennoch wird viel zu wenig getan, damit die Menschen später einmal in ihre alte Heimat zurück können. Es könnte viel mehr gemacht werden und gerade als Europäer*innen sollten wir uns dazu verpflichtet fühlen, "undemokratischen" Staaten das Handling unserer Politik beizubringen, gerade was Kompromisse angehen. Die Welt sollte von uns lernen dürfen.
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  • Kommentar von Claudia Beutler  (Claudia)
    Soviel zum Thema Libyen und sicherer Hafen.
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    1. Antwort von A. Keller  (eyko)
      Libyen ist kein sicherer Hafen für Flüchtlinge, man sollte dafür sorgen, dass sie gar nicht erst nach Libyen kommen. Besserer Grenzschutz vor Libyen. Man kann nicht jahrelang darüber klagen, wie elend es in den Lagern zugeht und nichts unternehmen. Die Menschen sollte in ihre Heimatländer zurück, dazu brauchen sie Hilfe der Flüchtlingsorganisationen, Geld der EU, dass an Libyen für Grenzsicherung gezahlt wird dafür einsetzen. Schlechter als in Libyen kann es ihnen im Heimatland auch nicht gehen
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  • Kommentar von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
    Wo sind jetzt all die die forderten, dass Frau Rackete die geretteten Flüchtlinge nach Lybien zurückbringen soll, weil es dort ja sicher sei?
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    1. Antwort von Daniel Schmidlin  (Queren life)
      Das sind Migranten und keine Flüchtlinge.
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    2. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      @ Schmidli: Voralle sind es jetzt tote Menschen.
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    3. Antwort von kurt trionfini  (kt)
      Herr Schmidli: Ich masse mir nicht an, zu beurteilen, wer von den getöteten "Migrant" und wer "Flüchtling" war. Ich sehe auch keinen Sinn in ihrer Unterscheidung. Weil für mich jeder unschuldig getötete Mensch einer zu viel ist.
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