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International Island wählt rechts und wendet der EU den Rücken zu

Das bürgerliche Lager in Island hat bei den Parlamentswahlen die Regierungsmacht zurückerobert. Damit ist auch der bisher angestrebte EU-Beitritt vom Tisch.

Der 43jährige Bjarni Benediktsson aus Island.
Legende: Bjarni Benediktsson sagte in der Wahlnacht: «Wir haben zusammengehalten und einen guten Sieg eingefahren.» Reuters

Die Isländer haben ihre Mitte-Links-Regierung der Sozialdemokratin Jóhanna Sigurdardóttir abgewählt. Mit dem Schwenk zu Mitte-Rechts ist auch das Aus für den bisher angestrebten EU-Beitritt besiegelt.

Benediktssons Partei überholte im Schlussspurt noch die Liberalen und kam auf 26,7 Prozent gegenüber zuletzt 23,7 Prozent. Zusammen mit der Fortschrittspartei verzeichnete das bürgerliche Lager 51,1 Prozent und erreichte damit die absolute Mehrheit. Die Sozialdemokraten rutschten von 29,8 auf 12,9 Prozent und die Links-Grünen von 21,7 auf 10,9 Prozent ab.

Als ausschlaggebend für das Mitte-Links-Desaster gilt die Unzufriedenheit vieler Bürger mit der Verteilung der Lasten aus dem Bankenkollaps. Die Wahlbeteiligung unter den 238'000 Stimmberechtigten betrug 83,3 Prozent.

Benediktssons Wahlversprechen

Der 43jährige Benediktsson will die von der bisherigen Regierung eingeleiteten Beitrittsverhandlungen mit der EU abbrechen. Er nennt als wichtigsten Grund bessere wirtschaftliche Chancen ohne eine Mitgliedschaft.

Seine Partei will zudem die Steuern senken und den Lebensstandard erhöhen. Auch kündigte er harte Verhandlungen mit den ausländischen Gläubigern der zusammengebrochenen Banken an. Diese müssten sich auf erhebliche Abschreibungen einstellen.

18 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Absolut super liebe Isländer, weiter so!
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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    @Robert Heydrich, Zürich/Berlin: Unter Hehlerei versteht man die Straftat des Handels mit Sachen, die gestohlen oder unterschlagen wurden und sich nicht im Eigentum der Handelnden befinden. Somit ist es eine kriminelle Handlung per Defination. Die Daten wurden ja illegal beschaft, und unrechtmaessig vereussert. Das die z.B. Deutsche Regierung das so zulaesst ist mir ein Raetzel, die wollen nur noch mehr Geld. Hand aufs Herz, wenn Sie das machten, werden Sie wegen Hehlerei verurteilt, ohne w.u.a.
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    1. Antwort von Hansi Dragoner, Drachenstein
      @Sugano: Wenn man so sieht wie die Schweiz in übertragenem Sinne in fremden Gehegen exzessiv rumwildert und Jagdfrevel gigantischen Ausmaßes betreibt, so sind die mit ehrlichem Geld käuflich erworbenen Steuer-CD im Vergleich dazu ein Fliegenschiss mit dem man in der Schweiz krampfhaft versucht den Deutschen ein schlechtes Gewissen einzureden. Diese Mätzchen ziehen allerdings längst nicht mehr. Vielleicht nur noch ein Argument von Schwarzgeldkonto-Inhabern.
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    2. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Herr/Frau Sugano, was die Deutschen in Deutschland machen ist Sache der Deutschen und geht uns eigentlich nichts an. Jedoch bin ich der Meinung, dass man speziell die Deutschen im Zuge der Weissgeldstrategie härter anpackt. zB. so "einer" offenbar via der Schweiz unsere Weissgeldstrategie unterläuft, soll er sofort ausgewiesen werden und mit Landesverweis belegt werden dürfen. - Offenbar ist Steuern bescheissen in Deutschland ein Volks-Sport. Auf diese "D-Typen" können wir ruhig verzichten!
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  • Kommentar von Marlene Zelkger, 6370 Stans
    Da kann ich nur gratulieren. Das Land ist zu beneiden, Wenn die Schweiz nur auch bald zur Einsicht käme und mehr rechts wählen würde, Das hiesse Prävention gegen die Masseneinwanderung und Schluss mit den EU Flausen..
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    1. Antwort von Adrian Flükiger, Bern
      @Zelkger: So, wie es aussieht, sind wir davon doch noch ein Stück weit entfernt. Gut so. Die vorlaüufigen Ergebnisse der Wahlen im Kanton Neuenburg sind dementsprechend als gutes Zeichen zu verstehen!
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    2. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      In der Tat Frau Zelker, gegenüber der EU müssen wir einen härteren Kurs einschlagen, auch dann, wenn's weh tut. Längerfristig müssen wir schauen, wass besser ist für unser Land.
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