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Jahreswechsel 2025/2026 Feiern mit Feuerwerk und Festnahmen: Europa startet ins 2026

  • In Deutschland kam es zu Angriffen auf Einsatzkräfte und mehreren Bränden.
  • Zwei 18-Jährige starben in Bielefeld bei Unfällen mit selbstgebauter Pyrotechnik.
  • In Amsterdam brennt die Vondelkirche im Stadtzentrum.

Der Jahreswechsel in Deutschland war geprägt von ausgelassenen Feiern, aber auch von Gewalt und Schäden. In Berlin, Hamburg, Leipzig und weiteren Städten war die Polizei mit einem Grossaufgebot im Einsatz. Besonders in Berlin kam es zu Angriffen auf Einsatzkräfte: Polizisten und Sanitäter wurden mit Feuerwerkskörpern beworfen, neun Polizisten erlitten leichte Verletzungen, meist durch Knalltraumata.

Feuerwerk über dem Brandenburger Tor bei Nacht.
Legende: Allein in Berlin gab es bereits in der ersten Stunde des neuen Jahres über 300 Festnahmen. Keystone/EPA/Hannibal Hanschke

In Berlin‑Spandau verletzte sich ein Mensch leicht bei der Explosion einer Kugelbombe. Zahlreiche Brände von Mülltonnen, Hecken, Autos und Dachstühlen hielten die Feuerwehren in mehreren Bundesländern in Atem.

Tödlicher Unfall mit selbstgebautem Feuerwerk

Öffentliche Partys, etwa am Brandenburger Tor in Berlin, am Hamburger Hafen oder in der Münchner Innenstadt, verliefen hingegen weitgehend friedlich, doch private Feiern und unsachgemässes Feuerwerk führten zu zahlreichen Zwischenfällen.

Tragisch endete die Silvesternacht in Bielefeld, wo zwei 18-Jährige bei Unfällen mit selbstgebauter Pyrotechnik tödliche Gesichtsverletzungen erlitten. Die Unfälle passierten unabhängig voneinander.

Letzte Silvesternacht mit Böllern in den Niederlanden

Auch in den Niederlanden verlief die letzte Silvesternacht, in der privates Feuerwerk noch erlaubt war, sehr unruhig. In Nijmegen kam ein Mensch bei einem Böllerunfall ums Leben, in Amsterdam geriet der Turm der Vondelkirche im Zentrum der Hauptstadt teilweise in Brand. «Es ist ein sehr heftiger und schrecklicher Brand in dieser monumentalen Kirche», sagte die Amsterdamer Bürgermeisterin Femke Halsema, wie Medien berichten.

Turm in Flammen bei Nacht, umgeben von Bäumen.
Legende: Die Spitze des Turms stürzte ein, ein Grossaufgebot von Einsatzkräften rückte an. Keystone/EPA/Laurens Niezen

In Breda wurden Polizeibeamte mit Molotowcocktails und Gehwegplatten angegriffen, Autos, darunter auch ein Polizeiwagen wurden in Brand gesetzt und es gab Schlägereien. In Roosendaal kam es zu Angriffen mit Feuerwerkskörpern auf Einsatzkräfte und zu Festnahmen. Und in der Grossstadt Nijmegen an der deutschen Grenze kam ein Mensch bei einem Unglück mit einem Böller ums Leben.

Polizisten beobachten Feuerwerk in Wohngegend bei Nacht.
Legende: Die Notrufnummer in den Niederlanden war landesweit überlastet, weshalb die Behörden die Bevölkerung aufriefen, nur bei lebensbedrohlichen Situationen den Notruf zu wählen. Keystone/EPA/Laurens Niezen

Ab dem Jahreswechsel 2026/2027 ist privates Feuerwerk in den Niederlanden verboten, doch die Polizei warnt weiterhin vor illegalen, extrem gefährlichen Knallern mit Sprengkraft wie Bomben. Der Feuerwerksumsatz stieg noch einmal auf 129 Millionen Euro, gleichzeitig wurden rund 112 Tonnen illegales Feuerwerk beschlagnahmt.

In Paris wurde friedlich gefeiert – unter hoher Sicherheitskontrolle

Hunderttausende Menschen haben den Jahreswechsel in Paris wieder auf den Champs-Élysées gefeiert. Am Arc de Triomphe gab es eine beeindruckende Lichterschau, und um Mitternacht wurde ein grosses Feuerwerk gezündet. . Das Spektakel zog nicht nur die Pariserinnen und Pariser an, sondern auch viele Touristen und verlief nach ersten Bilanzberichten weitgehend friedlich.

Menschenmenge bei Nacht vor bunt beleuchtetem Arc de Triomphe in Paris.
Legende: Die berühmte Prachtstrasse war für den Autoverkehr gesperrt, um die Sicherheit der Feiernden zu gewährleisten. Keystone/EPA/Christophe Petittesson

Rund 10'000 Polizisten waren in der französischen Hauptstadt im Einsatz, um einen ruhigen und sicheren Jahreswechsel zu garantieren. Die Sorge vor Terrorismus ist in Frankreich weiterhin gross. Ein ursprünglich auf den Champs-Élysées geplantes Konzert wurde bereits vor dem Jahresende auf Anordnung der Polizei abgesagt, da befürchtet wurde, dass die grossen Menschenmengen nicht kontrollierbar wären. Der Zugang zur Feiermeile unterlag strikten Sicherheitskontrollen.

SRF 4 News, 1.1.2026 ; 

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