- Der Neujahrsbeginn wird von der Brandkatastrophe in Crans-Montana überschattet. Auch an anderen Orten in Europa kam es zu Unfällen und Bränden.
- In Deutschland kam es zu Angriffen auf Einsatzkräfte und mehreren Bränden.
- Zwei 18-Jährige starben in Bielefeld bei Unfällen mit selbstgebauter Pyrotechnik.
- In Amsterdam stand eine Kirche in Flammen.
Der Jahreswechsel in Deutschland war geprägt von ausgelassenen Feiern, aber auch von Gewalt und Schäden. In Berlin, Hamburg, Leipzig und weiteren Städten war die Polizei mit einem Grossaufgebot im Einsatz.
In Berlin gab es Hunderte Festnahmen. Polizisten und Sanitäter wurden mit Feuerwerkskörpern beworfen, 21 Polizisten wurden unter anderem durch Knalltraumata leicht verletzt. In Hamburg wurden ebenfalls zehn Polizisten verletzt.
Tödlicher Unfall mit selbstgebautem Feuerwerk
Öffentliche Partys, etwa am Brandenburger Tor in Berlin, am Hamburger Hafen oder in der Münchner Innenstadt, verliefen hingegen weitgehend friedlich, doch private Feiern und unsachgemässes Feuerwerk führten zu zahlreichen Zwischenfällen.
Allein das Unfallspital Berlin im Ortsteil Marzahn meldete in der Nacht 25 Patienten «mit zum Teil schweren Handverletzungen», nötig gewesen seien «Amputationen von Fingern oder Teilen der Hand».
Tragisch endete die Silvesternacht in Bielefeld, wo zwei 18-Jährige bei Unfällen mit selbstgebauter Pyrotechnik tödliche Gesichtsverletzungen erlitten.
Zahlreiche Tote bei Party in Crans-Montana
Bei einer Explosion und einem Brand während einer Silvesterparty kamen im Schweizer Skiort Crans-Montana VS nach Polizeiangaben mehrere Menschen ums Leben. Die Tragödie ereignete sich gegen 01.30 Uhr in einer Bar, in der mehr als 100 Menschen gefeiert haben sollen.
Zahlreiche Personen wurden mit schweren Verbrennungen in umliegende Spitäler gebracht. Lesen Sie hier mehr dazu im Liveticker.
Letzte Silvesternacht mit Böllern in den Niederlanden
Auch in den Niederlanden verlief die letzte Silvesternacht, in der privates Feuerwerk noch erlaubt war, sehr unruhig. In etlichen Städten musste die Polizei wegen Gewalt sowie Unglücken und Vorfällen mit Feuerwerk ausrücken.
In der Stadt Breda wurden Beamte mit Molotowcocktails und Gehwegplatten beworfen, Autos wurden in Brand gesetzt. In Amsterdam wurde die Vondelkirche im Zentrum der Hauptstadt weitgehend zerstört. Der rund 50 Meter hohe Turm und das Dach der Kirche stürzten ein, wie die Behörden meldeten.
In Roosendaal kam es zu Angriffen mit Feuerwerkskörpern auf Einsatzkräfte und zu Festnahmen. Und in der Grossstadt Nijmegen kam ein Mensch bei einem Unglück mit einem Böller ums Leben.
Ab dem Jahreswechsel 2026/2027 ist privates Feuerwerk in den Niederlanden verboten, doch die Polizei warnt weiterhin vor illegalen, extrem gefährlichen Knallern mit Sprengkraft wie Bomben. Der Feuerwerksumsatz stieg noch einmal auf 129 Millionen Euro, gleichzeitig wurden rund 112 Tonnen illegales Feuerwerk beschlagnahmt.
In Paris wurde friedlich gefeiert
Hunderttausende Menschen haben den Jahreswechsel in Paris wieder auf dem Champs-Élysées gefeiert. Am Arc de Triomphe gab es eine beeindruckende Lichterschau, und um Mitternacht wurde ein grosses Feuerwerk gezündet. Das Spektakel verlief nach ersten Bilanzberichten weitgehend friedlich.
Rund 10'000 Polizisten waren in Paris im Einsatz. Die Sorge vor Terrorismus ist in Frankreich weiterhin gross. Ein ursprünglich auf den Champs-Élysées geplantes Konzert wurde bereits vor dem Jahresende auf Anordnung der Polizei abgesagt.