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Johnson der grosse Favorit Tür zur Downing Street steht weit offen

Gegen Mittag wird bekannt, wer in Grossbritannien neuer Premierminister wird. Der Sieger scheint bereits heute festzustehen.

Legende: Video Aus dem Archiv: Johnson lässt viele Fragen offen abspielen. Laufzeit 00:52 Minuten.
Aus SRF News vom 10.07.2019.

Das Wahlprozedere: Die etwa 160'000 Parteimitglieder mussten sich bis am Montag Abend um 18 Uhr entscheiden, ob sie Johnson oder Hunt als neuen Chef haben wollen. Das Wahlergebnis wird am Dienstag gegen Mittag in London bekanntgegeben, am Mittwoch wird der Gewählte von der Queen bereits zum neuen Premierminister ernannt und mit der Regierungsbildung beauftragt.

Der Schlachtplan: Falls Boris Johnson Premier wird, will er Grossbritannien an Halloween, am 31. Oktober, aus der Europäischen Union führen, «komme, was wolle». Dabei droht er Brüssel auch mit einem Austritt ohne Abkommen – das hätte negative Folgen für die Wirtschaft und andere Lebensbereiche. May war dreimal mit ihrem mit Brüssel ausgehandelten Deal im Parlament gescheitert. Johnson betonte heute, dass ein geregelter EU-Austritt Ende Oktober mit «Willen und Tatkraft» machbar sei.

Ein geregelter EU-Austritt ist bis Ende Oktober mit Willen und Tatkraft machbar.
Autor: Boris JohnsonKandidat Premierminister Grossbritannien

Die Reaktion der EU: Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte, die Brüsseler Behörde werde unabhängig von der Person eine Arbeitsbeziehung zum May-Nachfolger aufbauen. Zuletzt hatten Spitzenvertreter der EU aber stets betont, den ausgehandelten Pakt nicht noch einmal aufschnüren zu wollen.

Das Kabinett: Britische Medien gehen davon aus, dass Johnson im Falle seines Wahlsiegs viele Regierungsposten neu besetzen wird. Zeitungen spekulierten etwa über ein Comeback des früheren Brexit-Ministers Dominic Raab, der das Justizministerium übernehmen könnte. Angeblich plant Johnson dem «Telegraph» zufolge auch, Ex-Brexit-Minister David Davis zu reaktivieren und ihn zum Finanz- oder Aussenminister zu machen.

Die Rücktritte: Am Wochenende hatten bereits Finanzminister Philip Hammond und Justizminister David Gauke die Aufgabe ihrer Ämter angekündigt, sollte Johnson Regierungschef werden. Mit Alan Duncan, einem Staatssekretär im Aussenministerium, kündigte ein weiterer hochrangiger Politiker. Britische Medien rechnen mit weiteren Rücktritten von EU-freundlichen Ministern.

Die Reaktion der Börse: Einen Tag vor der Wahl des neuen Premiers gerät die britische Währung unter Druck. Das Pfund gab 0.3 Prozent auf 1.2460 Dollar nach. «Der Markt hat das Pfund seit Anfang Mai schon deutlich abgestraft, aber das könnte möglicherweise noch nicht reichen, wenn Boris Johnson eine harte Linie gegenüber der EU fährt», sagte eine Devisenexpertin bei der Commerzbank.

Der Markt hat das Pfund schon deutlich abgestraft, aber das könnte möglicherweise noch nicht reichen, wenn Boris Johnson eine harte Linie gegenüber der EU fährt.
Autor: Antje PraefckeDevisenexpertin Commerzbank

Der Abschied: Die amtierende Premierministerin Theresa May wird sich am Mittwochmittag ein letztes Mal den Fragen der Abgeordneten stellen. Anschliessend wird sie vor dem Regierungssitz Downing Street eine Abschiedsrede halten und dann bei Königin Elizabeth II. im Buckingham-Palast ihren Rücktritt einreichen.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Buchmann  (Harald_Buchmann)
    Man liest immer wieder, das Schlimmste für die Wirtschaft ist Unsicherheit. Jetzt sollte da einfach mal Klarheit kommen. Wenn das harter Brexit bedeutet, so werden vor allem Briten und Nordiren drunter leiden. Es macht aber wenig Sinn dass auch Polen, Tschechen, Spanier und andere EU Mitglieder noch länger unter der Unsicherheit leiden.
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  • Kommentar von lukas Dieterle  (lucky)
    This Deal or no Deal, das ist hier die Frage... Mit Boris Johnsen wird es wohl eher no Deal sein. Dann werden die Briten erst verstehen was sie da abgestimmt haben. Die Iren/ Nordiren haben eine EU- Aussengrenze, die Schotten geben den Austritt aus UK und die Lastwagenstaus in Dover haben eine Länge wie am Gotthardt beim Ferienbeginn. Viel Spass...
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  • Kommentar von Simon Johannes  (simon.johannes)
    Che bene... Grazie Dio... Diese Eu hat keine Zukunft. Ich bin froh wenn mit Boris Johnson ein Mann in die Downing Street einzieht, der den Spielchen der EU ein Ende setzt. Und alles in die richtige Richtung voranbringt. Jetzt brauchen wir noch eine gute österreichische Regierung. Ich hoffe eines Tages auf eine europäische Konföderation, die sich hilft und nicht gegenseitig plagt und unterdrückt. Eine Konförderation die Schutz gibt nach außen und Eigenheiten zulässt.
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    1. Antwort von David Huser  (Dave21)
      „Ich hoffe eines Tages auf eine europäische Konföderation, die sich hilft und nicht gegenseitig plagt und unterdrückt. Eine Konförderation die Schutz gibt nach außen und Eigenheiten zulässt.“

      Genau meine Rede. Toll ausgedrückt! Niemand kann gegen Europa sein, aber das System EU ist die falsche Lösung.
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    2. Antwort von Lena Kälin  (flower)
      Mag alles stimmen. Aber sollten deswegen die EU-Mitglieder einfach das ganze Projekt "Vereintes Europa" in die Tonne stampfen und die harte Arbeit der vergangenen 50 Jahre mit Füssen treten? Sinnvoller wäre es doch zu verbessern und konstruktiv zu sein, statt nur kaputt zu machen und destruktiv zu sein.
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    3. Antwort von Simon Johannes  (simon.johannes)
      Liebe Frau Kählin. Ich sehe es so: Kaputt machen es die, die unversöhnlich die EU versuchen zu einem Völkergefängnis unter Merkel umzubauen. So haben sich es die Gründer wohl bricht vorgestellt. Den Wert einer Freundschaft erkennt man in einer Krise. Ein Freund der zum diktatorischen Hüter wird, ist kein Freund. Es wird jedem offensichtlich werden was die EU heute leider ist, bevor es einen Neuanfang aus einem Scherbenhaufen geben wird. Ich hoffe dass es nicht zu viele Scherben geben wird.
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