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José Jerí Peru setzt Übergangspräsidenten ab – nach vier Monaten im Amt

  • Das Parlament in Peru hat den Übergangspräsidenten José Jerí nach nur vier Monaten im Amt abgesetzt.
  • Fast drei Viertel der parlamentarischen Abgeordneten stimmten in einem Misstrauensvotum für Jerís Absetzung.
  • Am Mittwoch will das Parlament seine Nachfolge wählen.

Gegen den abgesetzten Präsidenten läuft eine Voruntersuchung wegen Korruption. Hintergrund sind mehrere nicht offengelegte Treffen mit chinesischen Geschäftsleuten sowie mutmassliche Unregelmässigkeiten bei der Einstellung von Frauen in Regierungsposten. Jerí habe seine Macht heimlich ausgeübt – mit geheimen Treffen, nächtlichen Zusammenkünften und widersprüchlichen Aussagen, sagte der Abgeordnete Hamlet Echevarría bei der Parlamentssitzung. Jerí wies die Vorwürfe stets zurück.

Nicht die erste Amtsenthebung

José Jerí war der siebte Präsident Perus innert zehn Jahren. Bereits seine zwei Vorgänger wurden des Amtes enthoben – zuletzt Dina Boluarte, deren Regierungsgeschäfte der damalige Parlamentspräsident Jerí im Oktober übernommen hatte.

Nun muss das Parlament einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin finden, ehe Mitte April ordentliche Präsidentschaftswahlen stattfinden.

SRF 4 News, 18.02.2026, 02:00 Uhr ; 

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