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Trotz CO2-Rückgang: Corona-Krise wirkt sich wohl nicht nachhaltig auf Klima aus
Aus HeuteMorgen vom 02.03.2021.
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Klima im Corona-Jahr Nach Rekordrückgang: CO2-Emissionen steigen wieder an

  • Noch nie in der Geschichte sind klimaschädliche Emissionen so stark zurückgegangen wie im Corona-Jahr 2020.
  • Aber die Hoffnung auf einen nachhaltigen Trend zerschlägt sich bereits wieder, wie ein Bericht der Internationalen Energie-Agentur (IEA) zeigt.
  • Bereits im Dezember lag der CO2-Ausstoss wieder über dem Vorjahreswert.

Weniger Autos auf der Strasse, weniger Flugzeuge am Himmel, weniger Industrieproduktion – dass Mobilität und Wirtschaft im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie zurückgefahren wurden, kam dem Klima zugute.

Im Gesamtjahr sanken die CO2-Emissionen weltweit um rund zwei Milliarden Tonnen oder um fast 6 Prozent, heisst es in einem neuen Bericht der Internationalen Energieagentur IEA in Paris. Einen derart starken Rückgang habe es seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie gegeben. Rund die Hälfte der Einsparungen sei allein darauf zurückzuführen, dass weniger Erdöl für Autos und Flugzeuge gebraucht wurde.

Doch die Hoffnung, dass die Corona-Pandemie auch längerfristig eine Chance für das Klima sein könnte, geht wahrscheinlich nicht auf. Denn schon im Dezember lag der CO2-Ausstoss gemäss der Energieagentur wieder zwei Prozent über dem Vorjahreswert. Weil wieder mehr Menschen reisten und die Industrie wieder mehr produziere, steige auch der Ölverbrauch wieder an – damit nähmen auch die klimaschädlichen Emissionen wieder zu.

Der starke Anstieg sei eine Warnung, dass noch deutlich mehr in klimafreundliche Energie investiert werden müsse, mahnt die Energieagentur. Die bisherigen Anstrengungen reichten nicht aus.

Heute Morgen, 2.3.21, 7 Uhr;

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40 Kommentare

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  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    Falls der immer wieder entstehende und vermittelte Eindruck stimmt, dass CO2-Emmissionen das einzige Problem sein sollen, dann bauen wir eben die Kaths wieder aus den Autos, welche wir auf Intention der "Grünen" eingebaut haben um Autoabgase in CO2 um zu wandeln. Problem gelöst - oder ist CO2 vielleicht doch nicht das grösste, sondern aufgrund der natürlich möglichen Regeneration ein relativ kleines Problem im vergleich zu anderem "Gädder" der in die Atmosphäre geblasen wird??!?.... ;-))
    1. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      Mir scheint, Sie unterschätzen das Problem. Wussten Sie, dass 80 Prozent der Erwärmung von den Weltmeeren absorbiert wird? Es sind noch nicht einmal alle Folgen bekannt, aber schon verheerende. Ein Beispiel: Innerhalb eines einzigen Jahres die Hälfte des Great Barrier Reef abgestorben. Ohne Korallenriffe vor Küsten verschwinden auch die Fische und andere Meeresbewohner aus diesen Gebieten. Darüber hinaus verlieren die Küsten ihre natürlichen Schutzschilde gegen Stürme und die Folgen der Erosion.
  • Kommentar von Rolf Trösch  (Rolf T)
    Solange CO2 Emissionen nicht relevant in Kosten/Nutzen Überlegungen ihren Preis haben, werden wir diese Zerstörung nicht stoppen. Transportwege sind viel zu billig, wo wurden in der Diskussion über Freihandel z.B. mit Indonesien über die Emissionen der Überseetransporte gesprochen?
  • Kommentar von Matt Frei  (sense against mainstream)
    Das ist überhaupt kein ernstes Problem!
    Die Frage ist wie bei Corona nicht, ob die Infektionen steigen, sondern, ob man ernsthaft erkrankt.
    Die Greta Klima-Lobby muss sich nun wegen Corona nun wieder neu ins Gespräch bringen.
    Sie wollen Umweltschutz wo es auch etwas bringt? - Gehen Sie nach China!
    1. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      Ja, es ist kein Problem, wenn zB innerhalb eines einzigen Jahres die Hälfte des grössten Korallenriffs abstirbt. In der Umwelt hängt ja auch nichts miteinander zusammen und dort sterben nur ein paar schöne Fischchen. Ironie aus und zu China: Auch wenn ich die chinesische Politik insgesamt ablehne: Die haben wenigstens einen langfristigen Plan zum Ausstieg. Im Gegensatz zu unseren dominierenden Bürgerlichen, die weiter behaupten, man müsse der Wirtschaft nur Freiheit geben, dann werde alles gut.
    2. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr Frei: Das sind fahrlässige Aeusserungen, Herr Frei. Das Klimaproblem mit der erneuten Steigerung der CO2-Emmission ist ein mehr als ernsthaftes Problem. Ein Problem bilden jene Leute, die sich wehren, Griffiges für Massnahmen für die Verlangsamung der Klimaerwärmung mitzutragen. Sie, Herr Frei, gehören offenbar auch zu den erwähnten Leuten. Oder täusche ich mich?
    3. Antwort von Daniel Bucher  (DE)
      Vielen Dank, das sehe ich auch so. Eine Klimaerwärmung von 2-3 Grad dient der wirtschaftlichen Entwicklung der Schweiz. So war es schon in der mittelalterlichen Warmzeit. Jedenfalls ist es deutlich besser als eine Klimaabkühlung. Wachsende Gletscher bedrohen Ortschaften, Lawinentote häufen sich und die Energieversorgung mit Solarzellen reicht nicht mehr aus. Das wäre für mich ein Horrorszenarium aber nicht Temperaturen wie bisher im Tessin. Lassen wir uns nicht verrückt machen.
    4. Antwort von Norbert Zeiner  (ZeN)
      Kleffel: China soll ein Plan haben? Vielleich der?: die nächsten 10 Jahre verfeuern sie kräftig noch mehr Kohle, und dann in den 2030er Jahren beabsichtigen sie dann zu sehen, was sich machen lassen könnte.
    5. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      China hat vor nicht allzu langer Zeit getönt es wolle 30 neue AKW's bauen. Schöner Plan. Bitte erspart mir Behauptungen AKW's seinen "mangels CO2-Ausstosses" nicht Klimaschädlich. Abgesehen davon dass dies nicht den Fakten entspricht, verursachen AKW's noch ganz anderen "Gädder", welcher auch dann nicht natürlich Abgebaut werden könnte, selbst wenn Ur- und Regenwälder stehengelassen statt gerodet würden... ;-))
    6. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      Herr Zeiner, jetzt wird es aber ziemlich unlogisch: Sie haben, wenn ich Ihre Kommentare richtig interpretiere, kein Problem damit, weiter auf fossile Energien zu setzen, aber finden es kritikwürdig, das als Übergangslösung zu machen?
      Es war übrigens nicht meine Absicht, Chinas Plan als brillant darzustellen.