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Klimaaktivistin Greta Thunberg Keine Prophetin im eigenen Land

Im Ausland findet sie viele Anhänger. Zuhause, in Schweden, hält sich die Begeisterung für die 16-Jährige in Grenzen.

Legende: Audio Greta Thunberg bleibt zuhause eine Ausnahmeerscheinung abspielen. Laufzeit 02:49 Minuten.
02:49 min, aus HeuteMorgen vom 15.03.2019.

Zum ersten Mal setzte sich die damals 15-jährige Sekundarschülerin Greta Thunberg Ende August letzten Jahres vor das schwedische Parlament – und schwänzte dabei die Schule. Das kam bei ihren Lehrerinnen und Lehrern gar nicht gut an. Doch Greta erklärte, sie wolle mindestens zwei Wochen für das Klima streiken, um die politischen Parteien auf die Klimafrage aufmerksam zu machen.

Dies wiederum gelang ihr recht gut, sagt Mattias Goldmann, Chef der auf Klimafragen spezialisierten Denkwerkstatt Fores. «Sieben von acht Parteien im schwedischen Parlament unterstützen heute das Ziel einer fossilfreien Gesellschaft bis 2030.» Die schwedische Klimapolitik gehört zu den ambitioniertesten weltweit, betont Goldmann.

Doch Greta hörte mit ihrem Schulstreik für das Klima nach den Parlamentswahlen im letzten September nicht auf. Jeden Freitag setzt sie sich seither vor das Parlament. Damit bleibt sie in Schweden eine Ausnahmeerscheinung. Nur ganz wenige machen es ihr nach, und auch die schwedischen Schulleiter finden es trotz Gretas grossen Erfolgen bis heute gar keine gute Idee, wegen des Klimas dem Unterricht fernzubleiben.

Wir Schweden sind ein autoritätsgläubiges Volk.
Autor: Mattias GoldmannDenkfabrik Fores

Eine Prophetin im eigenen Land ist Greta Thunberg also nicht geworden. Und das hat handfeste Gründe, sagt Goldmann: «Wir Schweden sind ein autoritätsgläubiges Volk. Wir meinen, dass die Arbeit für ein besseres Klima am besten von den gewählten Institutionen und spezialisierten Organisationen getan wird. Streiken finden wir nicht so toll. Sowas machen vielleicht die französischen Bauern. Nicht aber wir Schweden.»

Doch Schweden ist nicht die Welt. Greta Thunbergs Aktion ist seit dem letzten Herbst zu einer globalen Bewegung gewachsen. Heute wollen Hunderttausende Kinder und Jugendliche für das Klima streiken.

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    Das Ganze hat ja bereits religiöse Züge angenommen. Der reine Glaube zählt. Da können hunderttausende auf die Strasse gehen und hohle Parolen verkünden. Es bleibt das unfassbare Phantom Klima. Griffige Lösungen gibt es weit und breit nicht, und warum? Das Klima lässt sich schlicht nicht beeinflussen, weder lässt sich der Wandel verlangsamen noch beschleunigen. Arrangez-vous!!!
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  • Kommentar von Anita Mannhart (lupus)
    Wegen dem Klimaschutz gehen weltweit tausende auf die Strasse und brüllen die ewig gleichen Parolen. Nur brüllen und sich in Szene setzen genügt bei weitem nicht. Man muss konkret auch mal formulieren, was man denn anders will oder eben nicht mehr will. Ich habe koch keinen einzigen brauchbaren Lösungsvorschlag gehört. Es ist ein schwieriges Thema. Die meisten dieser Tausenden verstehen wohl nicht, wie und warum CO2 eine solch verheerende Wirkung in der Atmosphäre hat.
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  • Kommentar von Flavio Seeberger (FSee)
    Hass und Diffarmierung ist im Hinblick auf unser aller Zukunft der falsche Weg! Muss Greta eine Heilige sein um uns den Spiegel vorzuhalten. Mit Fakten welche seit über 30 Jahren bekannt sind? Sie ist Teil einer Gesellschaft und möchte ihre Zukunft beeinflussen! Ein Wirkung hat sie ja durchaus erziehlt. Für alle Parolenschwingenden: Wer mit den Fingern auf andere zeigt, sollte nicht vergessen, dass dabei immer drei Finger auf seiner Hand auf sich selbst gerichtet sind...
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