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Die Nato macht sich zur Corona-Drehscheibe
Aus HeuteMorgen vom 03.04.2020.
abspielen. Laufzeit 01:33 Minuten.
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Koordination und Hilfsflüge Nato als Drehscheibe im Kampf gegen Corona

Die Nato wird zur Drehscheibe der 30 Mitgliedsländer für die militärische Unterstützung im Kampf gegen die Pandemie.

Viren lassen sich nicht mit Waffen bekämpfen. Dennoch sieht die Nato etliche Möglichkeiten, zivile Stellen in der Corona-Krise zu unterstützen. Der deutsche Aussenminister Heiko Maas: «Die Nato hat besondere und gerade jetzt in der Krise gefragte Fähigkeiten. Sie kann also mithelfen und sie kann so ein Teil der Lösung sein.»

Auf einer Videokonferenz beschlossen die Aussenminister der Mitgliedsstaaten, Nato-Mittel zur Verfügung zu stellen. «Alle Partnerländer stecken in dieser Krise. Wenn sie gemeinsam handeln, erreichen sie mehr», betonte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Fliegende Spitäler im Einsatz

Konkret kann die Militärallianz ihr neues Krisenreaktionszentrum für die Koordination zur Verfügung stellen. Sie kann mit ihren Lufttransportfähigkeiten die schnelle Beschaffung und Verteilung von medizinischen Hilfsgütern übernehmen. Und besonders nützlich dürften die eigentlich für Evakuierungen in Kriegsgebieten gedachten Medevac-Flugzeuge und -Helikopter sein. Es sind kleine, fliegende Spitäler, die nun auch für den Transport ziviler Patienten eingesetzt werden sollen.

Der Kampf gegen das Coronavirus stehe nun im Fokus, sagt Stoltenberg. Zumal es gelte zu verhindern, dass aus dieser Gesundheitskrise auch eine Sicherheitskrise werde.

Ein US-General an der Spitze

Welches Gewicht das Bündnis dem Engagement gegen Corona beimisst, zeigt sich darin, dass sein höchster Offizier, US-Viersternegeneral und Oberbefehlshaber Tod Wolters, nun zusätzlich das Amt des Krisenkoordinators übernimmt.

US-Viersternegeneral Tod Wolters.
Legende: Der amerikanische Viersternegeneral und Oberbefehlshaber Tod Wolters. Keystone

Die Leitung des Engagements gegen das Virus wird also hierarchisch ganz zuoberst angesiedelt. Und indem ein amerikanischer General die Verantwortung übernimmt, werden die USA, die mit Abstand wichtigste Nato-Macht, besonders eingebunden. Das ist keineswegs nebensächlich in Zeiten, da deren Präsident Donald Trump immer wieder Distanz zur Nato signalisiert.

SRF 4 News, Heute Morgen, 03.04.2020, 06:00 Uhr

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
    Die Nato kommt etwa wie die Cavallerie bei Luky-Luke.
  • Kommentar von Peter Müller  (PeRoMu)
    'Nato als Drehscheibe im Kampf gegen Corona', lese ich. Es ist einfach bloss widerlich, dass Stoltenberg & Co. diese Corona-Krise missbrauchen, um Werbung in eigener Sache zu machen. Die Nato will künftig mehr 'Chlütter' und da ist ihr jede PR-Aktion in eigener Sache recht. Es ist allenfalls von Nutzen, wenn im kleinen Rahmen ganz gezielt und national militärisches Hilfspersonal vor Ort Unterstützung für die zivilen Akteure leistet. Aber die Nato braucht es nun weiss Gott nicht.
    1. Antwort von kurt trionfini  (kt)
      . . . das ist genau so Werbung in eigener Sache wie die Hilfe von China, Russland oder Kuba. Und es ist auch genau so willkommen. Weil jetzt jedes Menschenleben zählt und nicht der Propaganda- Krieg aus dem ideologischen Schützengraben.
    2. Antwort von Haller Hans  (H.Haller)
      Ich würde einfach den Mund halten & schweigen und wenigstens so ein wenig anständig bleiben, an Ihrer Stelle. Es ist klar, dass sich auch diese Institution nun in vollem Umfange in den Dienst der Pandemie-Bekämpfung zu stellen hat. Und ach ja, man wird sie noch brauchen zB. in Afrika, denn da bahnt sich nun wirklich auch eine Tragödie an und da braucht es eine professionelle Organisation um die Logistik sicher stellen zu können. - Bitte hören Sie mit Ihrem "Hass" einfach mal auf für eine Weile.
  • Kommentar von Alexander Ognjenovic  (Alex)
    Die NATO hat kein Interesse den Menschen zu helfen! Überall wo die NATO aktiv wird, verursacht die NATO nur Leid und Elend bei den Menschen! Die NATO ist ein Kriegsbündnis mit dem Ziel möglichst viel Territorien und Rohstoffe zu erobern! Zur Bekämpfung des Corona-Virus haben sämtliche NATO-Staaten keinen Plan und keine Strategie und schon gar nicht die notwendigen medizinischen Hilfsmittel um zu helfen! Medizinische Hilfe kommt hauptsächlich aus China, Kuba und Russland! Alles NichtNATO-Staaten!
    1. Antwort von Reto Blatter  (against mainstream)
      Haben sie den Artikel nicht gelesen? Es geht ja darin eben gerade darum wie die NATO die Hilfsleistungen koordiniert und plant.
    2. Antwort von Sebastian Mallmann  (mallmann)
      @Blatter: Und auf die Idee zu helfen, kommt die Nato 3 Wochen, nachdem die Krise sich so richtig in Europa angekommen ist? Das lässt tief blicken, wie ernst es ihr damit ist.