- Nach den Ausschreitungen bei einer Demonstration am Rande der Olympischen Spiele in Mailand hat die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni mit scharfen Worten reagiert.
- Auf Instagram bezeichnete Meloni die Demonstrierenden als «Feinde Italiens und der Italiener». Diese sorgten dafür, dass die Bilder der Ausschreitungen auf der halben Welt zu sehen seien.
- Am Samstag gingen in Mailand mehrere Tausend Personen auf die Strassen. Sie demonstrierten gegen die hohen Kosten der Olympischen Spiele und auch gegen die Präsenz der US-Einwanderungsbehörde ICE in Mailand.
- Am Abend kam es zu Ausschreitungen. Demonstrierende griffen Einsatzkräfte mit Brandsätzen und Feuerwerk an.
Am Samstagabend hatte sich in der norditalienischen Metropole ein Protestmarsch von mehr als 3000 Menschen in Richtung des olympischen Dorfes aufgemacht. Dabei warfen Teilnehmer Rauchbomben und Molotow-Cocktails in Richtung der Sicherheitskräfte.
Die Polizei setzte Schlagstöcke, Wasserwerfer und Tränengas ein. Es gab dabei sechs Festnahmen.
Tausende und Abertausende Italiener arbeiten in diesen Stunden daran, dass während der Olympischen Spiele alles funktioniert (...), weil sie möchten, dass ihre Nation einen guten Eindruck macht, bewundert und respektiert wird.
Meloni erwähnte auch einen Vorfall auf dem Streckennetz der italienischen Eisenbahn im Norden des Landes. An drei Stellen des Netzes waren am Samstag Beschädigungen entdeckt worden, was für erhebliche Probleme im Bahnverkehr sorgte. Ermittler schliessen nicht aus, dass es sich wie zu Beginn der Sommerspiele 2024 in Paris dabei um Sabotageakte handeln könnte.
«Tausende und Abertausende Italiener arbeiten in diesen Stunden daran, dass während der Olympischen Spiele alles funktioniert», schrieb Meloni in ihrem Instagram-Post. Viele von ihnen seien als Freiwillige unterwegs, «weil sie möchten, dass ihre Nation einen guten Eindruck macht, bewundert und respektiert wird». Ihnen gegenüber stünden die von ihr als Feinde bezeichneten Leute, die «gegen die Olympischen Spiele» demonstrierten, so die Politikerin.