Zum Inhalt springen

Header

Audio
Und Nawalny wurde doch vergiftet
Aus Echo der Zeit vom 02.09.2020.
abspielen. Laufzeit 05:35 Minuten.
Inhalt

Kremlkritiker im Koma Deutsche Regierung: Kreml-Kritiker Nawalny wurde vergiftet

  • Der russische Kreml-Kritiker Alexej Nawalny ist nach Erkenntnissen des Berliner Krankenhauses Charité mit einem chemischen Nervenkampfstoff vergiftet worden.
  • Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin mit.
  • Der zweifelsfrei nachgewiesene Kampfstoff gehöre zur der Nowitschok-Gruppe.

Festgestellt habe dies ein Spezial-Labor der Bundeswehr auf Veranlassung der Charité. Seibert sprach von einem «bestürzenden Vorgang». «Die Bundesregierung verurteilt diesen Angriff auf das Schärfste.» Die russische Regierung sei nun «dringlich aufgefordert, sich zu dem Vorgang zu äussern».

Berlin werde nun mit den Partnern in EU und Nato über eine «angemessene gemeinsame Reaktion beraten». Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sich mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz, Bundesaussenminister Heiko Maas, Bundesinnenminister Horst Seehofer, Bundesjustizministerin Christine Lambrecht, Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sowie dem Chef des Bundeskanzleramts Helge Braun beraten und weitere Schritte abgestimmt. Ferner wird die Bundesregierung mit der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) Kontakt aufnehmen.

Der Kreml weiss noch von nichts

Das russische Präsidialamt ist nach eigenen Angaben von der Bundesregierung noch nicht über deren Stand im Fall des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny in Kenntnis gesetzt worden. Deutschland habe den Kreml noch nicht darüber informiert, dass es glaube, Nawalny sei mit einem chemischen Nervenkampfstoff der Nowitschok-Gruppe vergiftet worden, zitierte die Nachrichenagtentur RIA einen Präsidialamtssprecher am Mittwoch.

Totale auf den Neubau der Charité mit dem Bundestag im Vordergrund.
Legende: Alexej Nawalny wird zurzeit in der Berliner Charité behandelt. Keystone / Archiv

Frau Nawalny und die behandelnden Ärzte wurden über die Untersuchungsergebnisse unterrichtet. Alexej Nawalny war am 22. August mit Vergiftungserscheinungen aus Russland kommend zur ärztlichen Behandlung nach Berlin geflogen worden. Die Bundesregierung hoffe auf eine vollständige Genesung von Alexej Nawalny, heisst es in der Medienmitteilung weiter.

Video
Aus dem Archiv: Berliner Ärzte vermuten Giftanschlag auf Nawalny
Aus Tagesschau vom 24.08.2020.
abspielen

Echo der Zeit, 02.09.20, 18:00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

54 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von David Neuhaus  (Um Neutralität bemüht)
    Northstream 2 soll gestoppt werden. Fall gelöst!
    1. Antwort von Udo Gerschler  (UG)
      Und das erschreckende ist das die Grünen sich mit Äußerungen zu diesen Thema wieder als Kriegstreiber betätigen.
    2. Antwort von Eva Wädensweiler  (E. W.)
      Leider nicht nur die Grünen.
      Der Presseclub auf ARD vom letzten Sonntag bestätigte, dass man jetzt auch in vielen Medien Stimmung gegen Nord-Stream 2 macht.
      Eine sonst sehr ausgewogene Sendung, wo immer Pro & Contra in guter Balance sind, haben letzten Sonntag alle Teilnehmenden gegen RU & Nord-Stream 2 gehetzt. War sehr enttäuschend.
    3. Antwort von Sascha Ehring  (MountainmanSG)
      Weil?
  • Kommentar von Andreas Beerli  (swissneutro)
    Zweifelsohne, gibt es auf russischer und westlicher Seite "potente Gruppen", die eine Verschärfung und weiteres Auseinandergehen zwischen Russland und Europa anstreben. Putin will das sicher nicht. Frage, „wem nützt es?“ führt eher zur Täterschaft. Sehr wahrscheinlich, eine geheimdienstliche Aktion, aber sicher nicht im Auftrage Putins; denn es gäbe noch viele andere Möglichkeiten auf einen Menschen einzuwirken, als mit Gift, dass man leicht nachweisen kann.
  • Kommentar von Daniel Ackermann  (saskilte)
    Was ja klar dass es der böse Russe war. Wird langsam wirklich vorhersehbar.