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Die aktuelle Lage in der Ukraine
Aus Tagesschau vom 13.03.2022.
abspielen. Laufzeit 4 Minuten 28 Sekunden.
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Krieg in der Ukraine Russische Truppen bereiten laut Kiew mehrere Offensiven vor

  • Die ukrainische Armee rechnet offenbar damit, dass russische Truppen bald einen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt starten könnten. Russland würde seine Kräfte im Nordosten und Nordwesten Kiews sammeln, teilte die ukrainische Armee mit.
  • Am Montag soll eine weitere Gesprächsrunde zwischen Russland und der Ukraine stattfinden. Beide Seiten bestätigten am Sonntag, dass Verhandlungen per Videokonferenz geplant seien.
  • Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, erhalten in der Schweiz seit Samstag den Schutzstatus S. Das bedeutet, dass sie ohne Asylverfahren vorerst ein Jahr in der Schweiz bleiben, arbeiten und Kinder zur Schule gehen können.

    Der Ticker startet um 6:30 Uhr

    • 4:35

      Selenski fordert direkte Gespräche mit Putin

      Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski drängt auf direkte Gespräche zwischen ihm und dem russischen Präsidenten. «Unsere Delegation hat eine klare Aufgabe. Alles zu tun, um ein Treffen der Präsidenten zu ermöglichen», sagte Selenski in einer Videoansprache.

      Die Ukraine hat wiederholt darauf verwiesen, dass Präsident Wladimir Putin alle endgültigen Entscheidungen treffe. Der Kreml sagte dazu, Moskau werde ein solches Treffen nicht ablehnen, wenn es um «spezifische Fragen» gehe. Die nächste Runde der Gespräche zwischen Russland und der Ukraine soll am Montagmorgen per Videoverbindung stattfinden.

      Selenski in der Videoansprache
      Legende: Reuters
    • 3:43

      Russland hat Instagram blockiert

      Nach Facebook und Twitter ist nun auch das Online-Netzwerk Instagram in Russland blockiert. Das bestätigten die Organisation NetBlocks und Instagram-Nutzerinnen und -Nutzer in Russland.

      Der Schritt war für Mitternacht angekündigt gewesen. Die russische Medienaufsicht Roskomnadsor hatte die Sperre am Freitag erklärt. Begründet wurde sie damit, dass auf Instagram Gewaltaufrufe gegen russische Bürgerinnen und Bürger oder Soldaten verbreitet würden.

      Hintergrund für den Schritt ist eine Entscheidung des US-Konzerns Meta, zu dem neben Instagram und Facebook auch WhatsApp gehört, Aufrufe zur Gewalt gegen russische Truppen in der Ukraine zuzulassen.

    • 2:12

      IKRK fordert dringend ein humanitäres Abkommen für Mariupol

      Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat angesichts der schwierigen Lage der Zivilbevölkerung in Mariupol dringend ein humanitäres Abkommen gefordert. Den hunderttausenden in Mariupol eingeschlossenen Menschen laufe die Zeit davon.

      Seit Tagen durchlebten die Menschen in der Stadt einen wahrhaften Albtraum, teilte das IKRK via Twitter mit. Die Menschen in Mariupol könnten nicht länger durchhalten. Ihnen müsse unverzüglich geholfen werden. In der Stadt fehle es an allem. Lebensnotwendige Dinge seien kaum mehr vorhanden.

      «Menschen aus allen Altersgruppen sind in ungeheizten Kellern untergebracht», so das IKRK weiter. Die Temperaturen in Mariupol seien eisig. Die Menschen seien verängstigt und traumatisiert. Immer mehr Menschen würden krank.

      Täglich riskierten Menschen ihr Leben, während sie draussen verzweifelt versuchten, Nahrung und Wasser zu finden. «Gleiches gilt für unsere Teams», so das IKRK. «Jetzt ist ein konkretes, präzises und umsetzbares Abkommen erforderlich», stellt das IKRK fest.

    • 0:58

      Russische Truppen bereiten laut Kiew mehrere Offensiven vor

      Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs bereiten russische Truppen im Land mehrere Offensiven vor. Dafür versuchten die Einheiten, sich an bisher von ihnen eingenommenen Punkten festzusetzen, Nachschub zu sichern und sich neu zu gruppieren.

      So steht es in einem auf Facebook veröffentlichten Bericht. Sobald dies geschehen sei, würden die ukrainischen Streitkräfte neue Angriffe etwa auf die Städte Charkiw im Osten, Sumy im Nordosten oder auch den Kiewer Vorort Browari erwarten.

      Im Gebiet Luhansk im Osten des Landes konzentriere sich Russland vor allem auf den Vormarsch in Richtung Sjewjerodonetsk. Moskau hatte am Sonntag mitgeteilt, dass Kämpfer der prorussischen Separatisten den östlichen und südlichen Teil der Stadt mit 100'000 Einwohnern blockiert hätten. In den Orten Topolske und Schpakiwka in der Region Charkiw habe der Gegner Verluste erlitten und sich zurückgezogen.

    • 22:40

      Militärexperte: Russland will Nachschub blockieren

      Mit der jüngsten Ausweitung seiner Offensive auf den Westen der Ukraine will Russland nach Worten des Militärexperten Wolfgang Richter westliche Lieferungen an die ukrainische Armee unterbinden. «Es geht Russland darum, die Nachschubwege zu blockieren, die von Nato-Staaten in Richtung Ukraine laufen», sagte der Fachmann der Stiftung Wissenschaft und Politik im «ARD-Brennpunkt».

      Das bestätigt auch SRF-Auslandredaktor David Nauer im Interview: «Der Kreml will die Ukraine von westlicher Unterstützung abschneiden.»

      Audio
      Der Krieg rückt näher an die polnische Grenze
      aus Echo der Zeit vom 13.03.2022.
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    • 22:22

      Deutschland plant offenbar Benzin-Rabatt

      Angesichts der hohen Spritpreise plant Deutschland einem Medienbericht zufolge konkrete Finanzhilfen. Bundesfinanzminister Christian Lindner wolle Auto- und LKW-Fahrer mit einem Rabatt auf den Benzinpreis spürbar entlasten, berichtet die «Bild» unter Berufung auf Regierungskreise.

      Es solle «umgehend» ein fester Preisnachlass eingeführt werden, um die Ausgaben der Autofahrer pro Liter Kraftstoff auf unter zwei Euro zu drücken. Die genaue Höhe des Rabatts sei noch offen. Konkret sollten Autofahrer den Rabatt beim Bezahlen an der Tankstelle erhalten, berichtet «Bild». Die Tankstellenbetreiber bekämen den Rabattbetrag anschliessend vom Bund erstattet.

      Ein Auto wird mit Diesel getankt.
      Legende: Gestern hatte bereits Frankreich einen Spritrabatt angekündigt. Geplant sei ein Nachlass von 15 Cent pro Liter Kraftstoff ab 1. April, hatte Ministerpräsident Jean Castex der Zeitung «Le Parisien» gesagt. Reuters
    • 22:03

      Russland soll China um Hilfe gebeten haben

      Russland hat Medienberichten zufolge China um militärische Ausrüstung und wirtschaftliche Hilfe gebeten. Das berichten die «Financial Times», die «New York Times» und die «Washington Post» unter Berufung auf US-Beamte. Die nicht namentlich genannten Regierungsvertreter machten keine Angaben dazu, welche Waffen oder Munition Moskau sich von Peking erhoffte.

      Die übereinstimmenden Medienberichte kamen einen Tag vor einem geplanten Treffen von US-Präsident Joe Bidens Sicherheitsberater, Jake Sullivan, mit dem obersten chinesischen Aussenpolitiker, Yang Jiechi, am Montag in Rom. China hat bisher versucht, sich im Ukraine-Konflikt als neutral darzustellen, hat aber die Invasion nicht verurteilt.

    • 21:46

      USA nach Angriff bei Lwiw: «Wir werden Nato-Gebiet verteidigen»

      Das US-Verteidigungsministerium bekräftigt nach dem Angriff auf das nur etwa 15 Kilometer von der polnischen Grenze entfernte Militärgelände in Lwiw die Beistandsverpflichtung der Nato-Staaten. «Ein bewaffneter Angriff gegen einen wird wie ein bewaffneter Angriff auf alle bewertet», sagte Sprecher John Kirby dem TV-Sender ABC. Daher verstärkten die US- und Nato-Streitkräfte ihre Präsenz an der östlichen Grenze des Bündnisgebiets.

      Der russische Raketenangriff in Lwiw beunruhigt auch die Bevölkerung in der polnischen Grenzregion. «So nah ist uns der Krieg noch nie gekommen», sagte eine Einwohnerin von Korczowa im polnischen Fernsehen. Nach Angaben des ukrainischen Gebietsgouverneurs Maxym Kosyzkyj wurden mehr als 30 Raketen abgefeuert.

    • 21:30

      Gespräche zwischen Russland und der Ukraine am Montag geplant

      Am Montag findet eine weitere Gesprächsrunde zwischen Russland und der Ukraine per Videokonferenz statt, wie der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak bestätigt. «Am Montag wird eine Verhandlungssitzung stattfinden, um die vorläufigen Ergebnisse der Gespräche zusammenzufassen», schreibt Podoljak auf Twitter.

      Am frühen Abend hatte bereits Kremlsprecher Dmitri Peskow die Abhaltung dieses Austauschs am Montag per Videokonferenz angekündigt.

    • 20:59

      UNO-Organisationen fordern Ende von Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen

      Mehrere UNO-Organisationen haben ein Ende der Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen in der Ukraine gefordert. Unter anderem hatten russische Truppen ein Kinderspital in Mariupol bombardiert. Dabei starben nach ukrainischen Angaben drei Menschen.

      «Der Angriff auf die Schwächsten – Babys, Kinder, schwangere Frauen und Menschen, die bereits an Krankheiten leiden, sowie auf das Gesundheitspersonal, das sein eigenes Leben riskiert, um Leben zu retten – ist ein Akt skrupelloser Grausamkeit», erklärten die Leiter des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (Unicef), des UNO-Bevölkerungsfonds und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf.

      Seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine verzeichneten die Organisationen 31 Angriffe auf das Gesundheitswesen. Bei 24 der gemeldeten Angriffe wurden Gesundheitseinrichtungen beschädigt oder zerstört, und in fünf Fällen wurden Krankenwagen getroffen. Insgesamt seien bei diesen Angriffen 12 Menschen getötet und 34 weitere verletzt worden. Die Organisationen fordern einen sofortigen Waffenstillstand.

    • 20:24

      Über 3100 ukrainische Flüchtlinge mit Schutzstatus S

      Bereits gestern sind viele ukrainische Flüchtlinge in der Schweiz angekommen und werden nun von ihren Schweizer Gastgebern begleitet. «Wir haben im Notfallplan 9000 Betten. Wir rechnen aber nicht damit, dass alle ständig hier übernachten», schildert Christine Schraner Burgener, Staatssekretärin für Migration, die Lage beim Bundesasylzentrum in Zürich.

      Miriam Behrens, Direktorin der Schweizerischen Flüchtlingshilfe, sagt: «Wir müssen auf Tausende Menschen pro Tag vorbereitet sein.» Die Logistik müsse so sein, dass sie das auffangen kann. Auch täglich Hunderttausende Flüchtlinge seien nicht auszuschliessen, wie es unter anderem in Deutschland bereits heute der Fall sei.

      Zur Vermeidung von Wartezeiten sollen sich gemäss Bund zuerst die Flüchtlinge registrieren lassen, die noch keine Unterkunft gefunden haben.

      Video
      Bereits über 3100 ukrainische Flüchtlinge mit Schutzstatus S
      Aus Tagesschau vom 13.03.2022.
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    • 19:31

      Aussenminister Kuleba will mehr Unterstützung für Ukraine

      Der ukrainische Aussenminister Dmytro Kuleba hat per Twitter mitgeteilt, er habe mit US-Aussenminister Antony Blinken gesprochen. Beide seien sich einig, dass mehr getan werden müsse, um die russische Aggression zu stoppen und Russland für seine Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen.

      Auch mit dem britischen Premierminister Boris Johnson und dem tschechischen Ministerpräsidenten Petr Fiala soll sich Kuleba ausgetauscht haben. Man habe über die kriminellen Angriffe Russlands auf die Zivilbevölkerung gesprochen, schrieb Kuleba in einem weiteren Tweet.

    • 19:03

      Evakuierung aus Mariupol erneut gescheitert

      Nach Angaben aus Kiew ist ein erneuter Versuch gescheitert, Menschen aus der belagerten Hafenstadt Mariupol in Sicherheit zu bringen. «Es ist nicht gelungen, Mariupol zu erreichen», sagte Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk dem Portal «strana.news».

      Der Konvoi sei in der Stadt Berdjansk geblieben, weil es Luftangriffe auf Mariupol gegeben habe. «Aber morgen früh versuchen wir es nochmal», kündigte Wereschtschuk an. Bisher war noch kein Versuch von Hilfsgüterlieferungen oder Evakuierungen aus Mariupol erfolgreich.

      An anderen Orten seien Fluchtkorridore hingegen zustande gekommen, sagte die Politikerin. Unter anderem aus Sjewjerodonezk und Lyssytschansk im ostukrainischen Gebiet Luhansk sowie aus Irpin und Butscha nordwestlich der Hauptstadt Kiew seien insgesamt 7000 Menschen in Sicherheit gebracht worden.

      Ukrainische Soldaten evakuieren eine Frau aus der Stadt Irpin.
      Legende: Ukrainische Soldaten evakuieren eine Frau aus der Stadt Irpin. (13. März 2022) Reuters
    • 18:49

      Bürgerrechtler melden über 800 Festnahmen bei Protesten in Russland

      Bei neuen Demonstrationen gegen den Ukraine-Krieg sind in Russland nach Angaben von Bürgerrechtlern landesweit mehr als 800 Menschen festgenommen worden. Insgesamt seien am Sonntag Demonstranten in mehr als 35 russischen Städten auf die Strassen gegangen, teilte die Organisation Owd-Info am Abend mit. Das russische Innenministerium sprach von etwa 300 Festnahmen bei den nicht genehmigten Kundgebungen alleine in Moskau.

      Bilder und Videos in sozialen Netzwerken zeigen, wie Menschen von Polizisten mit Schutzhelmen und schwerer Ausrüstung weggezerrt wurden. Insgesamt wurden den Angaben von Owd-Info zufolge seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine mehr als 14'100 Menschen festgenommen.

    • 18:23

      Ehemaliges AKW Tschernobyl offenbar wieder vollständig am Strom

      Das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl ist ukrainischen Angaben zufolge wieder vollständig an die Stromversorgung angeschlossen worden. «Heute ist es unseren Atomwissenschaftlern und Elektrikern gelungen, die Stromversorgung des von den russischen Besatzern beschlagnahmten Kernkraftwerks Tschernobyl wiederherzustellen», teilt der ukrainische Betreiber Energoatom mit. Damit liefen die Kühlsysteme des Lagers für abgebrannten Kernbrennstoff nun wieder normal und nicht länger nur über eine Notstromversorgung.

      Das von russischen Einheiten besetzte Atomkraftwerk war am vergangenen Mittwoch von der Stromversorgung abgeschnitten worden. Stromleitungen seien durch Beschuss beschädigt worden, teilte die ukrainische Seite damals mit. Russland gab seinerseits ukrainischen «Nationalisten» die Schuld.

    • 18:11

      Mehrere Demonstrationen in Deutschland

      In mehreren deutschen Grossstädten sind Menschen gegen den Krieg Russlands in der Ukraine auf die Strasse gegangen. Nach Angaben der Veranstalter demonstrierten bundesweit 125'000 Menschen für den Frieden – in Berlin demnach 60'000 Menschen, in Stuttgart 35'000, in Frankfurt 12'000, in Hamburg 10'000 und in Leipzig 8000.

      In Berlin liefen die Demonstranten vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor. Einige trugen Transparente mit Aufschriften wie «Stop War» oder «Peace». Die Polizei war mit 550 Polizisten im Einsatz und sprach von 20'000 bis 30'000 Teilnehmern. Die Stimmung in der Hauptstadt war friedlich.

      Zu den Demonstrationen hatte ein Bündnis aus Friedens-, Menschenrechts-, Umweltschutzorganisationen sowie Gewerkschaften und Kirchen aufgerufen. Sie fordern, dass Russlands Präsident Wladimir Putin sofort alle Angriffe einstellt, sich aus der Ukraine zurückzieht und die territoriale Integrität des Landes wiederherstellt.

      Video
      Bundesweite Demonstrationen gegen Ukraine-Krieg in Deutschland
      Aus News-Clip vom 13.03.2022.
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    • 17:48

      Russland: «Bis zu 180 ausländische Söldner» getötet

      Bei den russischen Angriffen auf einen Truppenübungsplatz nahe der ukrainischen Grenze zu Polen sind nach Angaben aus Moskau zahlreiche ausländische Kämpfer getötet worden.

      Die russischen Streitkräfte hätten «bis zu 180 ausländische Söldner» sowie eine grosse Menge aus dem Ausland gelieferter Waffen «zerstört», teilte das Verteidigungsministerium in Moskau der Agentur Tass zufolge mit. «Die Vernichtung der auf das Territorium der Ukraine eingereisten ausländischen Söldner wird fortgesetzt», sagte Ministeriumssprecher Igor Konaschenkow.

      Nach ukrainischen Angaben wurden bei den Angriffen auf den Übungsplatz Jaworiw nordwestlich von Lwiw mindestens 35 Menschen getötet und 134 weitere verletzt. Zu ausländischen Opfern machte die Ukraine bisher keine Angaben.

    • 17:28

      IWF-Chefin: «Russland droht tiefe Rezession»

      Angesichts der weitgehend blockierten Devisenreserven ist ein Zahlungsausfall Russlands nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) «nicht mehr unwahrscheinlich». Wegen der Sanktionen drohe Russland eine «tiefe Rezession», warnte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa im Gespräch mit dem TV-Sender CBS. Die Abwertung der Landeswährung, des Rubels, habe schon jetzt dazu geführt, dass die Kaufkraft der Menschen in Russland «bedeutend geschrumpft» sei.

      Die internationalen Devisenreserven der russischen Zentralbank sind infolge von Sanktionen weitgehend blockiert. Damit ist es für Russland schwieriger geworden, den Kurs des Rubels bei Bedarf zu verteidigen. Zudem wird das Bedienen von Staatsschulden in Fremdwährungen wie dem US-Dollar oder dem Euro deutlich komplizierter. «Russland hat das Geld für den Schuldendienst, aber hat keinen Zugriff darauf», sagte Georgiewa.

      IWF-Chefin Kristalina Georgiewa verlässt Auto
      Legende: IWF-Chefin Kristalina Georgiewa. Keystone
    • 17:17

      Selenski besucht Verwundete im Spital

      Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat am Sonntag Verwundete in einem Militärspital besucht. Dabei verlieh er den Soldaten Orden und liess Fotos mit sich machen. «Werdet gesund. Ich wünsche euch Kraft. Ihr seid Prachtskerle», sagt Selenski in einem auf sozialen Netzwerken veröffentlichten Video zu den Patienten.

      Wolodimir Selenski schüttelt einem Verwundeten im Spitalbett die Hand.
      Legende: Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski auf Patientenbesuch in einem Militärspital in Kiew (13. März). Reuters
    • 16:52

      Ukraine: Über 2100 Zivilisten in Mariupol getötet

      In der südostukrainischen Hafenstadt Mariupol sind ukrainischen Angaben zufolge Tausende Zivilisten getötet worden. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs seien 2187 Menschen ums Leben gekommen, teilt der Stadtrat mit.

      Allein in den vergangenen 24 Stunden habe es 22 Luftangriffe auf die umkämpfte Stadt am Asowschen Meer gegeben, bei denen etwa 100 Bomben abgeworfen worden seien. Die Angreifer würden absichtlich Wohngebäude attackieren, so der Stadtrat Mariupols. Russland hingegen beharrt darauf, lediglich militärische Ziele anzugreifen.

    Tagesschau, 13.03.2022, 19:30 Uhr

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