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Berlin, Paris und London sind von Irans Schuld überzeugt
Aus HeuteMorgen vom 24.09.2019.
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Krise am Golf Weitere Länder machen Iran für Angriffe verantwortlich

  • Nach den USA beschuldigen auch Deutschland, Frankreich und Grossbritannien Iran, für die Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien verantwortlich zu sein.
  • Am Rande der UNO-Vollversammlung in New York haben die drei Länder eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht.

«Für uns ist deutlich, dass Iran Verantwortung für diesen Angriff trägt», ist in der Erklärung zu lesen. «Es gibt keine andere plausible Erklärung», hiess es weiter. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, der britische Premierminister Boris Johnson und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warnten Teheran zudem vor einer weiteren «Provokation».

Die Führung in Teheran hatte jede Verantwortung für die Angriffe in Saudi-Arabien zurückgewiesen, zu denen sich die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen in Jemen bekannten. US-Aussenminister Mike Pompeo hatte bereits unmittelbar nach den Angriffen Iran verantwortlich gemacht.

US-Präsident Donald Trump war im Mai vergangenen Jahres einseitig aus dem internationalen Atomabkommen mit Iran ausgestiegen. Deutschland, Frankreich und Grossbritannien gehören zu den Unterzeichnerstaaten, die das Abkommen retten wollen.

Gespräche fortsetzen

Die drei europäischen Staaten riefen Teheran am Montag erneut dazu auf, in Verhandlungen für ein langfristiges Abkommen zu seinem Atomprogramm einzutreten. Die Verhandlungen müssten unter anderem auch regionale Sicherheit sowie das iranische Raketenprogramm umfassen. Auch Trump fordert ein neues Abkommen, das entsprechende Punkte beinhaltet.

In der Erklärung heisst es weiter, die drei europäischen Regierungen würden ihre diplomatischen Bemühungen für einen Dialog jener Partner fortsetzen, die die Spannungen im Nahen Osten deeskalieren wollten. Man rufe auch Iran dazu auf, in einen solchen Dialog einzutreten, statt zu provozieren und die Eskalation zu suchen.

Reden von Trump und Ruhani werden mit Spannung erwartet

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  • Vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen den USA und Iran beginnt am Dienstag die Generaldebatte bei der UNO-Vollversammlung in New York.
  • Mit Spannung wird die Ansprache Trumps erwartet, der als einer der ersten Redner das Wort ergreifen wird.
  • Der iranische Präsident Hassan Ruhani wird am Mittwoch vor den Staats- und Regierungschefs bei den Vereinten Nationen sprechen.
  • Vor seiner Abreise nach New York kündigte Ruhani in Teheran an, er wolle bei für einen «langfristigen Frieden» im Nahen Osten werben.
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Aus dem Archiv: Saudi-Arabien und die USA gegen Iran
Aus Tagesschau vom 19.09.2019.
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47 Kommentare

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  • Kommentar von René Baron  (René Baron)
    Also, zuerst wird der Iran ohne jeglichen Beweis beschuldigt, und dann wird vom Iran erwartet, dass er sich an den Verhandlungstisch setzt. Wer von uns würde das tun?
    Klar, danach wird man den Iran dafür hängen, dass der Iran nicht verhandelt hat. Nach den Gründen wird danach niemand mehr fragen.
    Wenn die Alliierten schon nicht wegen ein paar Raketen auf Touren kommen, funktioniert es ja vielleicht am Verhandlungstisch. Dieser Krieg muss her. Mit welchem Vorwand auch immer.
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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Interessant: Auf einmal wollen Alle die Einschätzungen der Amis bestätigen. Dabei, wenn man die Geschehnisse in der Region in letzten Jahren beobachtet hat, ist klar, dass die Huthis eine solch komplexe und genau Operation niemals durchführen konnten. Nicht mal die Saudis wären in der Lage. Der Iran schon, die Revolutionsgarden sind bestens ausgebildet und verfügen über Kriegserfahrung (Irak- und Syrienkrieg).
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    1. Antwort von René Baron  (René Baron)
      Punktgenaue Treffer mit Marschflugkörpern (die wurden in den ersten Berichten noch erwähnt, danach nur noch Drohnen ??) erfordern funktionierende Satelliten und ungestörte Funkverbindungen. Auch wenn der Iran entsprechende Waffen hätte, glaube ich nicht, dass der Iran diese über diese Distanz hätte steuern können und zweitens, glaube ich nicht, dass der Iran auch nur einen Marschflügkörper starten könnten ohne dass ihn die USA oder Israel bemerkten.
      Uebrigens. Wo sind die Beweise?
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  • Kommentar von Drago Stanic  (drago stanic)
    Es werde mich nicht wundern. wenn Makron, Merkel und Johnson demnächst von US Waffenindustrie verklagt werden. Paar Media Markt Drohnen überlisten 87 Patriots Systemen an Nordost Küste von SA. drei modernste Zestörer sehen gar nichts. Mit anderen Worten sagen diese 3 US Freunde das US Waffen Schrott sind.
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